Nur eine langweilige Mini-Bankenpleite in den USA an diesem Wochenende. Weil aber die Kombination aus langem Wochenende, Sommerwetter, Grillduft und kühlem Bier genau die richtige Kombination nach dem frustrierenden Championsleaguefinale von gestern Abend zu sein scheint, sicherheitshalber schon jetzt einmal die Zahl des Tages (an einem Tag wie heute liest hier eh niemand oder ist irgendwo nicht so ein Bombenwetter wie hier im
Westen?)
US-Bankenpleite Nr.
237
Name: Pinehurst Bank
Sitz: St. Paul, Minnesota
Assets: 61 Millionen Dollar
Käufer: Coulee Bank, La Crosse, Wisconsin
Schaden für die FDIC: 6 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die
Todesliste Nr.2: kein Treffer!
Kleiner Check auf die
aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 318 (rot)
FDIC: Coulee Bank, La Crosse, Wisconsin, Assumes All of the Deposits of Pinehurst Bank, St. Paul, Minnesota
Aber damit das Posting nicht gaaanz so langweilig wird, ergänze ich noch eine Pleite einer Sparkasse aus Spanien. Spanien hatte ja eine ähnliche Immobilienblase wie die USA, die sich auch ähnlich dramatisch zusammengefaltet hat ... Etwas verwundert nahm man am Anfang zur Kenntnis, dass die spanischen Großbanken wie zum Beispiel die Banco Santander ziemlich unbelastet durch die Krise kamen und sich völlig unberührt zeigten. Im Gegenteil: Sie gehörten zu den Profiteuren der Krise, die zu Schnäppchenpreisen zum Höhepunkt der Krise billig Konkurrenten übernehmen konnten.
Inzwischen zeigt sich aber, wo das Risiko der Immobilienkredite in Spanien liegt: Bei den Sparkassen vor Ort. Dort liegen etwa 70% des Immobilienkredite. Die "Cajas" leiden schon länger unter Abschreibungen auf die Hypotheken und müssen sowohl Abschreibungen darauf vornehmen wie auch wackelnden Pfandbriefen weitere Sicherheiten hinterherwerfen.
Die spanische Zentralbank und die Regierung haben zur Stabilisierung des Finanzsektors einen Rettungsfonds mit einem Gesamtvolumen von knapp 100 Mrd. Euro aufgesetzt, über den jetzt auch die Caja Sur gerettet wird. Mittelfristig plant Spanien eine Zusammengelegung der Sparkassen und will die Anzahl von etwa 45 auf 15 dritteln.
Die CajaSur hatte Assets von 19 Mrd. Euro, wäre also in den USA eine große Bankenpleite gewesen.
Creditwritedowns: Spain: Regulators seize CajaSur; U.K.: Bonfire of the Quangos?
FTD: Spanien muss Sparkasse retten
Einen ganz guten Überblick über die Lage der spanischen Banken liefert ein älterer Artikel aus der FTD.
FTD: Spaniens Sparkassen bedrohen das Land
Update (24.05.10):
Haha, das ist ja quasi eine spanische Version von
Don Camillo und Peppone ...
Wie eine Bank „Harakiri“ beging – und doch gerettet wurde
Update 2 (25.05.10):
Die Kosten für die Rettung der CajaSur werden auf etwa 2 Milliarden Euro geschätzt, also etwa ein Zehntel der Bilanzsumme.
FT Alphaville: Seized: CajaSur, or, 0.6 per cent of Spanish banking assets
Nur eine langweilige Mini-Bankenpleite in den USA an diesem Wochenende. Weil aber die Kombination aus langem Wochenende, Sommerwetter, Grillduft und kühlem Bier genau die richtige Kombination nach dem frustrierenden Championsleaguefinale von gestern Abend zu sein scheint, sicherheitshalber schon jetzt einmal die Zahl des Tages (an einem Tag wie heute liest hier eh niemand oder ist irgendwo nicht so ein Bombenwetter wie hier im
Westen?)
US-Bankenpleite Nr.
237
Name: Pinehurst Bank
Sitz: St. Paul, Minnesota
Assets: 61 Millionen Dollar
Käufer: Coulee Bank, La Crosse, Wisconsin
Schaden für die FDIC: 6 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die
Todesliste Nr.2: kein Treffer!
Kleiner Check auf die
aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 318 (rot)
FDIC: Coulee Bank, La Crosse, Wisconsin, Assumes All of the Deposits of Pinehurst Bank, St. Paul, Minnesota
Aber damit das Posting nicht gaaanz so langweilig wird, ergänze ich noch eine Pleite einer Sparkasse aus Spanien. Spanien hatte ja eine ähnliche Immobilienblase wie die USA, die sich auch ähnlich dramatisch zusammengefaltet hat ... Etwas verwundert nahm man am Anfang zur Kenntnis, dass die spanischen Großbanken wie zum Beispiel die Banco Santander ziemlich unbelastet durch die Krise kamen und sich völlig unberührt zeigten. Im Gegenteil: Sie gehörten zu den Profiteuren der Krise, die zu Schnäppchenpreisen zum Höhepunkt der Krise billig Konkurrenten übernehmen konnten.
Inzwischen zeigt sich aber, wo das Risiko der Immobilienkredite in Spanien liegt: Bei den Sparkassen vor Ort. Dort liegen etwa 70% des Immobilienkredite. Die "Cajas" leiden schon länger unter Abschreibungen auf die Hypotheken und müssen sowohl Abschreibungen darauf vornehmen wie auch wackelnden Pfandbriefen weitere Sicherheiten hinterherwerfen.
Die spanische Zentralbank und die Regierung haben zur Stabilisierung des Finanzsektors einen Rettungsfonds mit einem Gesamtvolumen von knapp 100 Mrd. Euro aufgesetzt, über den jetzt auch die Caja Sur gerettet wird. Mittelfristig plant Spanien eine Zusammengelegung der Sparkassen und will die Anzahl von etwa 45 auf 15 dritteln.
Die CajaSur hatte Assets von 19 Mrd. Euro, wäre also in den USA eine große Bankenpleite gewesen.
Creditwritedowns: Spain: Regulators seize CajaSur; U.K.: Bonfire of the Quangos?
FTD: Spanien muss Sparkasse retten
Einen ganz guten Überblick über die Lage der spanischen Banken liefert ein älterer Artikel aus der FTD.
FTD: Spaniens Sparkassen bedrohen das Land
Update (24.05.10):
Haha, das ist ja quasi eine spanische Version von
Don Camillo und Peppone ...
Wie eine Bank „Harakiri“ beging – und doch gerettet wurde
Update 2 (25.05.10):
Die Kosten für die Rettung der CajaSur werden auf etwa 2 Milliarden Euro geschätzt, also etwa ein Zehntel der Bilanzsumme.
FT Alphaville: Seized: CajaSur, or, 0.6 per cent of Spanish banking assets
Zahl des Tages (23.05.10): 237
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