Zahl des Tages (25.05.10): -0,5%

Ok, ich hätte gestern dran denken können ... Am letzten Dienstag des Monats gibt es den Case-Shiller-Immobilienpreisindex ... Naja, nun gibt es halt direkt zwei Tage hintereinander eine Zahl vom US-Immobilienmarkt. Etwas doof, aber was soll ich machen, wenn die beiden wichtigen Zahlen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen kommen ...

Der Case-Shiller-Hauspreisindex (City-20, nicht saisonbereinigt) für den März 2010 wurde heute mit einem Minus von

0,5%

gemeldet.

Damit haben wir nun das fünfte Monatsminus in Folge (Feb: -0,9%, Jan: -0,4%, Dez: -0,2% und Nov: -0,2%). (Davor kam der Oktober unverändert nach 6 Monaten im Plus: +0,3% im September, +1,2% im August, +1,6% im Juli, +1,4% im Juni, +0,5% im Mai und +0,5% im April).

Im Jahresvergleich bleibt der Index 2,3% im Plus, wobei bleiben nicht der richtige Begriff ist, denn im Vormonat war das Plus im Jahresvergleich mit 0,6% noch deutlich kleiner.

Es lagen 13 der 20 Regionen im Minus, was eine Verbesserung gegenüber dem Februar ist, als noch 15 Regionen im Minus lagen.

Der Rückgang vom Hoch im Sommer 2006 aus gesehen (der Wert, der für meine Immowette über "Tod oder Gladiolen" entscheidet) liegt nun den zweiten Monat in Folge wieder bei mehr als 30%, genauer bei minus 30,6%.

Die saisonbereinigten Zahlen sehen besser aus (diesen traue ich aber nicht). Der City-20-Index ist danach unverändert und nur 10 Regionen liegen im Minus.

Bei der letzten Veröffentlichung des Indexes zum Quartalsende gibt es auch immer den Index für ganz Amerika, der nur quartalsweise errechnet wird. Dieser sank um 3,2% nach -1,0% im Vorquartal. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 errechnet sich aber noch ein Plus von 2,0%. Saisonbereinigt sieht es auch hier besser aus: Das Minus schrumpft auf 1,3%.

Die Zeichen vom US-Immobilienmarkt sind aktuell alles andere als toll. Eigentlich sollten die auslaufenden Steuergutschriften den Markt stabilisieren, aber die Internet-Immobilienbörse meldete für April stark zurückgehende Preise (ZAHL DES TAGES (16.05.10): 25.000.000.000) und außerdem steigt das Angebot aktuell schnell als die Nachfrage (siehe ZAHL DES TAGES (24.05.10): 8,4).
Mai und Juni werden durch die Ende April ausgelaufene Förderung noch relativ stabil bleiben (weswegen ich auch meine Wette gewinne ;-) ), weil bis Ende April nur der Kaufvertrag unterschrieben sein muss, aber für die Statistiken erst der abgewickelte Verkauf zählt. Und der kann auch im Mai oder im Juni über die Bühne gehen. Danach kommt dann aber die echte Belastungsprobe. Voraussichtlich ohne Förderung und dann in die schwache Jahreszeit gleitend wird sich entscheiden, ob wir aktuell nur eine langwierige Bodenbildung sehen oder ob es nochmal eine ganze Etage tiefer geht ...

Zahlen direkt von der Quelle:
Read the full S&P/Case-Shiller release (PDF!)

Update 1 (21:50):

Interessante Berechnung von Calculated Risk! Wenn man den Case-Shiller-Index um die Inflation bereinigt, haben die Preise nach dem Rückgang der letzten zwei Quartale nun schon wieder ein neues Tief in der Abwärtsbewegung erreicht.

Calculated Risk: Case Shiller Real National House Prices Q1 2010

1 Kommentar :

  1. wenn ich bedenke das 2001 USA noch bei ca. 6% zinsen waren und fast 600 mrd an Zinsen bezahlt haben jetzt haben sie fast doppelt so viel Schulden wie damals aber Zahlen nur noch 300 mRd für tilgung

    Guter Schnitt Schulden + 100% aber Zinsen -50% .-))))))))))

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