Hedgefonds Starmanager John Paulson schreibt Minus ...

... genauer gesagt 5,8% in seinem großen und 8,8% Minus im kleinen seiner Hedgefonds im ersten Halbjahr 2010. Im Vergleich zum S&P 500 Aktienindex mit 7,9% Minus im ersten Halbjahr ist der Verlust noch im Rahmen, im Vergleich zu seinen Hedgefondskonkurrenten (-0,2%) allerdings nicht. Paulsons Goldhedgefonds liegt allerdings 13% im Plus.

Aber die Glückssträhne ist auf jeden Fall gerissen. Und die war beeindruckend und führte vor allem zu beeindruckenden Jahreseinkommen für Paulson:

"Er hat 2007 3,7 Mrd. Dollar mit Spekulationen auf fallende Kurse bei Subprime-Kredite verdient, 2008 2 Mrd. mit Spekulationen auf fallende Aktienkurse bei den Banken und 2009 2,3 Mrd. mit Spekulationen auf steigende Bankenkurse."

Naja, und er hat mit Goldman Sachs ein paar CDOs konstruiert und direkt danach auf fallende Kurse genau dieses CDOs spekuliert. Das ist wohl das, was 2007 und 2008 erheblich zu den unglaublichen Gewinnen von Paulson beigetragen hat.
Glückliches Händchen? oder am Ende simpler Betrug? Goldman Sachs hat es auf jeden Fall vorgezogen, die Klage gegen eine Zahlung von 550 Millionen Dollar beizulegen (siehe Zahl des Tages (18.07.10): 550.000.000)

Paulson hingegen scheint bei der Nummer ohne Anklage davonzukommen. Die SEC hat ja schon gegen Goldman Sachs "nur" wegen Prospekthaftung (also falscher bzw. unvollständiger Angaben in den Verkaufsunterlagen) ermittelt und nicht wegen Betrugs. Die Ermittlungen waren der SEC wohl zu kompliziert ...

FAZ: John Paulson verliert sein goldenes Händchen

Einige weitere Artikel von mir zu John Paulson: Suche nach John Paulson

Update (22:15):

John Paulson will über einen "OGAW" jetzt auch nach Deutschland kommen und damit seinen Hedgefonds auch für Otto-Normalanleger kaufbar machen, meldet die FTD:

FTD: US-Finanzhasardeur Paulson zielt auf deutsche Kleinanleger

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