Zahl des Tages (02.07.10): 9,5%

Wieder so ein zerrissener Arbeitsmarktbericht aus den USA. Eine gute Schlagzeile, aber in den Details ziemlich verwirrend mit einer Tendenz zur Schwäche.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist von 9,7% im Mai auf

9,5%

im Juni gefallen.

Das ist eigentlich eine schöne Zahl, aber die anderen Zahlen sind eher negativ zu werten.

Die Daten in der üblichen Form:

Household Data  (per Umfrage erhoben):

Anzahl der Arbeitslosen: -350.000 auf 14,623 Millionen.
Anzahl der Arbeitenden: -301.000 auf 139,119 Millionen.
---> Arbeitslosenquote: 9,5% (-0,2)

Weniger Arbeitslose und weniger Arbeitende. Häh? Aber es ist (wie so oft) der Faktor NILF (not in labor force): 842.000 Amerikaner stehen auf einmal dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Bei solchen Schwankungen frage ich mich immer, ob es sich überhaupt lohnt, den Bericht so detailliert auseinanderzunehmen. Wenn die Schwankung um NILF oft größer ist als die Schwankung in den Anzahl der Arbeitsplätze und der Anzahl der Arbeitslosen zusammen.

Establishment Data:

Die Daten aus der Establishment Data zeichnen ein ähnliches Bild.

Anzahl der Jobs: minus 125.000 gegenüber dem Vormonat auf 130,470 Millionen.

Die Anzahl der gearbeiteten Stunden fiel von 34,2 auf 34,1 Stunden, die Anzahl der Überstunden ging ebenfalls um 0,1 auf 2,9 Stunden nach oben. Diese "Nebendaten" unterstützen das eher schwache Bild der Hauptdaten.

Hauptgrund für den Rückgang sind 225.000 abgebaute Arbeitsplätze im öffentlichen Bereich, die im Rahmen der Volkszählung geschaffen wurden.

Dagegen positiv: Bei den standardmäßigen Korrekturen wurden die beide Vormonate nach oben gesetzt: Der April wurde um 21.000 angehoben, der Mai um 2.000, insgesamt also 23.000 Arbeitsplätze mehr als ursprünglich geschätzt.

BLS.gov: Employment Situation News Release

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