Zahl des Tages (03.07.10): 100%

Was? Die FDIC lässt mich an einem Samstag mit 35 Grad ohne Bankenpleiten stehen? Und eine Fußballzahl habe ich für diesen Spieltag auch nicht gefunden ...

Hmmm, kram kram, ... Aha. Zeit für eine allgemeine Warnung.

Es gibt ja eine Menge Leute, die Aktieninvestments für Schwachsinn und reine Spekulation halten. Was aber auch Schwachsinn ist, denn mit Aktien kauft man einen Teil einer Firma und der hat im Normalfall einen Wert. Deshalb sind Aktienmärkte auch keine Nullsummengeschäfte, sondern es steckt immer etwas Werthaltiges dahinter.

Ganz im Gegensatz zu Futures- und Optionsmärkten oder Devisenmärkten. Die Spekulationen dort sind reine Nullsummengeschäfte, bei dem einem Gewinner auch immer ein Verlierer gegenüber steht. Wenn man dort als Privatanleger mitspielt, sollte man sich seeeehr sicher sein, dass man gegen ein Heer von Hedgefonds und Bankenmit den besseren Computern, den besseren Modellen, der schnelleren Kommunikation und am Ende einem mehr an Informationen gewinnen kann. Ich glaube, dass die Chancen dafür gegen Null gehen.

Darauf deutet auch die Churn-Rate hin, die Currency Broker haben. Die Churn-Rate gibt an, wie viele Kunden jedes Jahr kündigen. Je niedriger die Churn-Rate ist, desto treuer sind die Kunden. Je höher die Churn-Rate ist, desto wechselwilliger sind die Kunden.

Im Fall von Währungshändlern dürften die Kunden nicht nur einfach nur wechseln, sondern schlicht und einfach ihr Geld verspekuliert haben. OK, nicht alle, aber bestimmt ein spürbarer Teil.

Und jetzt (verzweifelter Versuch, Spannung zu generieren, wenn die Lösung schon in der Überschrift steht) ratet mal, wie hoch die Churn-Rate bei Währungsbrokern ist? Genau:

100%.

Sprich: Währungsbroker tauschen quasi einmal im Jahr ihre Kundschaft aus. Wobei man sagen muss, dass die Churn-Rate von 100% nicht bedeutet, dass *alle* Kunden am Ende des Jahres *andere* sind als am Anfang des Jahres. Es bedeutet nur, dass im Laufe eines Jahres genausoviele Kunden beim Broker kündigen, wie er an Kunden besitzt. Da dabei auch Kunden sein können, die bereits nach weniger Monaten wieder kündigen, kann eine Churn-Rate sogar über 100% steigen.

Ein gutes Zeichen ist das natürlich trotzdem nicht. Wenn so viele Kunden frustriert die Flinte ins Korn werfen, ist das nur der finale Beweis, dass das nichts für den durchschnittlichen Anleger ist. Finger weg.

The Big Picture: Currency Trading: Don’t

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