Zahl des Tages (27.07.10): -29,1%

Es ist (zumindest so lange die Immowette noch läuft) eine gesetzte Zahl: Das monatliche Update des Case-Shiller-Immobilienpreisindex. Heute gab's den man wieder und zwar für den Mai.

Nach dem Durchhänger von November 2009 bis März 2010 gab es im April (endlich) wieder ein Plus von 0,8%, das durch eine Überarbeitung der Datenreihe auf +0,9% korrigiert wurde. Im Mai wuchs das Plus noch weiter und der City-20-Index stieg kräftig um 1,3%. Das Jahresplus liegt damit bei 4,6%.

Für die Immowette ist der Gesamtrückgang im City-20-Index seit dem Hoch im Sommer 2006 entscheidend. Dieser liegt nun nach -30,0% im Vormonat bei

-29,1%.

Die Wette ist durch, auch wenn ich bis zum Feiern noch ein paar Monate warten muss ...

Die Breite im Index hat sich noch um eine Stadt/Region verbessert: Im Mai stiegen die Hauspreise in 19 der 20 untersuchten Städte. Nur Las Vegas, die schon seit langer Zeit schwächste Region in den USA, sank wieder um 0,5% und weist nun ein ziemlich erschreckendes Gesamtminus von 56,4%(!) auf. Die Immobilienpreise sind damit auf den Stand des Jahres 2000 zurückgefallen.

Die Zahlen, die ich benutze, sind übrigens nicht saisonbereinigt. Ich bevorzuge insbesondere bei längerfristigen Vergleichen diese Zahlen, da dort die Saisonbereinigung nicht so wichtig ist (außer die Zahlen schwanken extrem im Saisonverlauf) und mich jede Art von statistischer Bearbeitung "nervös" macht. Für den Mai lohnt sich aber ein Blick auf die saisonbereinigten Zahlen, denn so berechnet stieg der City-20-Index nur um 0,5% (und nicht um 1,3%) und statt 19 Regionen lagen nur 15 im Plus.
Der Mai ist also ein Monat, in dem die Preise im Schnitt überdurchschnittlich stark steigen. Man sollte das Monatsplus also nicht überbewerten; es kann gut sein, dass im normalerweise schwachen Winterhalbjahr wieder Minuszeichen gemeldet werden.

Ich kann nicht einzuschätzen, ob und wie viel die Ende April ausgelaufene Steuergutschrift die Preise der Transaktionen im Mai noch beeinflusst hat. Das kann aber gut der Fall sein, denn wie Calculated Risk berichtet, ist der Index ein Drei-Monats-Durchschnitt; eine Tatsache, die mir neu ist. Sicherer scheint mir hingegen die Interpretation der Zukunft zu sein, denn der gestiegene Lagerbestand (ZAHL DES TAGES (22.07.10): 8,9) wird in den nächsten Monaten keine großartige Preissteigerungen zulassen.

Calculated Risk: Case-Shiller: House Price indexes increase in May

oder direkt von der Quelle:

S&P: For the Past Year Home Prices Have Generally Moved Sideways According to the S&P/Case-Shiller Home Price Indices (PDF!)

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