UTS 2010 #10: Pensionslasten in Großbritannien/USA

Der Gesamtbetrag der staatlichen Pensionen in Großbritannien, die nicht finanziert sind, soll bei etwa 1 Billionen Euro (900 Mrd. Pfund) liegen.

Es zeigen sich dort all die Sachen, die sich auch bei den Pensionen der Unternehmen zeigen:
  • Es wird schon grundsätzlich zu wenig eingezahlt. 
  • Anpassungen für die Verlängerung der Lebenszeit finden kaum oder gar nicht statt. 
  • Die Renditeschätzung für das eingezahlte Kapital liegt deutlich zu hoch.
Der zwei entscheidenden Unterschiede zu den Unternehmen:
  1. Der Staat bilanziert die Pensionsverpflichtungen nicht und daher bleibt das alles ziemlich intransparent.
  2. Trotz der Intransparenz ist offensichtlich, dass die Pensionslücke des Staats noch viel größer ist als die bei den Unternehmen.
FT: Time to talk real public sector pension costs

Wenn das noch nicht genug schlechte Nachrichten waren, kann man hier weiter lesen: Da geht es um die Löcher in den Pensionskassen der europäischen (u.a. britischen) Unternehmen:

ZAHL DES TAGES (16.11.09): 580.000.000.000

Oder wie wär's hiermit:

87% der ungefähr 7.400 Pensionspläne in Großbritannien weisen eine Defizit auf (zumindest am Höhepunkt der Krise):

Pensionpulse: The Nuclear Option For Pensions?

Und die Briten sind natürlich nicht das einzige Land mit solchen Problemen ...

Die Firmen aus dem S&P  500 haben ein offizielles Loch von über 250 Mrd. Dollar in ihren Pensionskassen und das bei ziemlich positiven Annahmen: Größtenteils wird noch mit Aktienrenditen von 8% kalkuliert. Würde man das mit realistischeren 4 oder 5% durchrechnen, wäre das Loch schnell doppelt so groß ...

Pensions: The Day of Reckoning Is Upon Us

1 Kommentar :

  1. Wie sieht das wohl in Deutschland aus? Alleine in den neuen Bundesländern werden ab 2020 in kurzer Zeit ein Großteil der 1991 verbeamteten Mitarbeiter in Pension gehen. Die Ausgaben dort für Pensionsleistungen werden sich bis 2030 verzehnfachen. In den alten Ländern ist das abgeschwächt schon ab 2015 der Fall. Die staatlichen Rückstellungen für die Beamtenversorgung sind lächerlich. Bundesweit 2005 gerade einmal zwei Milliarden Euro und bis bis 2017 sollen es 28 Milliarden Euro werden. Das reicht für ein halbes Jahr Pensionszahlungen. Man kann getrost annehmen, dass die Pensionsverpflichtungen die Schulden der öffentlichen Hand locker verdoppeln. Es wird Bundesländer geben, die in 10 Jahren fast 1/4 ihrer Steuereinnahmen an pensionierte Beamten und ihren Angehörigen weiterreichen.

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