Zahl des Tages (31.08.10): 1,0

Das war (für mich) eine klare Überraschung: Der Case-Shiller-Immobilienpreisindex wurde im Juni mit einem Anstieg von

1,0%

gemeldet.

Das ist die erste gute Zahl vom US-Immobilienmarkt seit einigen Wochen. Allerdings muss man anmerken, dass die richtig schlechten Zahlen erst im Juli kamen. Und da der Case-Shiller-Index ziemlich aufwändig zu errechnen ist, müssen wir auf die Werte des Case-Shiller-Indexes vom Juli noch einen Monat warten. Aber auch der Juni war bei den anderen Indizes schon schwach, daher finde ich, dass das klare Plus doch zumindest eine kleine Überraschung ist.

Der für meine Immowette wichtige Wert ist der Rückgang des City-20-Index vom absoluten Hoch. Dieser ist aktuell auf 28,4% geschrumpft und damit weit weg von den 40%, ab der ich die Wette verlieren würde. Die Wette habe ich übrigens ziemlich exakt am Tief abgeschlossen (schulterklopf), da stimmte mein Timing also mal.

Der Juni Anstieg war übrigens etwas schwächer als im Mai (+1,3%). Die Breite blieb sehr gut, 17 der 20 betrachteten Regionen lagen im Plus, zwei waren unverändert und nur eine (Las Vegas) sank weiter. Vom Allzeithoch aus gesehen liegt das Gesamtminus in Las Vegas nun übrigens bei über 56%.

Um die Freude etwas zu dämpfen: Ich benutze die nicht saison-bereinigten Zahlen. Die saisonbereinigten Zahlen (die Case-Shiller im Moment aber selber mit etwas Vorsicht sehen), stiegen mit 0,3% deutlich schwächer. Ein großer Teil des Preisanstiegs ging also auf den positiven Effekt des Sommers zurück.

Da im nächsten Monat der positive Einfluss der Jahreszeit beginnt schwächer zu werden und der Juli bei den Umsätzen eh schon desaströse Werte geliefert hat (siehe ZAHL DES TAGES (25.08.10): 276.000ZAHL DES TAGES (24.08.10): -27,2%), wird die Juni Zahl wohl für die nächsten Monate der positivste Wert bleiben.

Marketwatch: U.S. home prices rose 1.0% in June: S&P
Calculated Risk: Case-Shiller: Home Price indices increase in June

Oder direkt von der Quelle:

S&P: The Second Quarter of 2010 Saw Modest Improvement in Home Prices According to the S&P/Case-Shiller Home Price Indices (PDF!)

Update (22:35):

Ach so, ganz vergessen: Es gab zum Quartalsende auch Zahlen für die gesamte USA (also nicht nur die 20 Regionen). Diese waren aber so ähnlich zu den City-20-Zahlen, dass man die Unterschiede eigentlich vergessen kann. Was ich dann auch getan habe ;-)

Update 2 (22:46)

Weil's gerade passt: Ein Interview mit Robert Shiller über den US-Immobilienmarkt und ein mögliches Double-Dip der US-Konjunktur:

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