US: Frühindikatoren 09/10 +0,3% (Vm)

Die Frühindikatoren zeigen weiterhin ein schwaches Wachstum der US-Wirtschaft in den nächsten Monaten an, aber immerhin noch ein Wachstum.

Aber die Zusammensetzung bleibt weiterhin kritisch. Denn von den 0,30% Plus gehen wieder 0,26 Prozentpunkte auf die steile Zinskurve (kurzfristige Zinsen viel niedriger als langfristige) zurück. Und auch der zweite Subindex, der direkt am Geld- und Zinsmarkt hängt, die Geldmenge M2 trug 0,18 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Dass mit dem Plus am Aktienmarkt ein dritter Indikator, der nichts direkt mit der Wirtschaft, sondern mit den Finanzmärkten zu tun hat, ebenfalls 0,12 Prozentpunkte zum Plus beitrug, macht dann noch etwas nervöser. Die anderen 7 Indikatoren, die viel näher an der real Wirtschaft sind (Arbeitslosenhilfe, neue Aufträge, Verbrauchervertrauen, ...) waren zusammengerechnet also recht deutlich im Minus (zusammen 0,30%).

Die beiden vorangegangenen Monate wurden korrigiert. Der August um 0,2 Prozentpunkte nach unten, der Juli um 0,1 nach oben.

Wenn man sich den Spaß macht und auch in den beiden vorangegangenen Monaten die 7 "harten" Indikatoren zusammenzurechnen, ergibt es für den Juli ein kleines Minus von -0,03 und für den August eines von -0,25. Das verschlechtert sich also zunehmend.

Auch wenn man die Wachstumsrate für die letzten 6 Monate zusammenrechnet, ergibt das nur noch 0,8%. Und das obwohl in den letzen 6 Monate im Schnitt grob 0,30 Prozentpunkte aus der Zinskurve kamen. Also deutlich mehr als die Frühindikatoren anzeigen. Der oben beschriebene Effekt ist also kein Ausreisser über einen Monat, sondern es zieht sich jetzt schon über Monate ... Nachhaltiges, also nicht künstlich über Geldpolitik hergestelltes Wachstum sieht definitiv anders aus ...

http://www.conference-board.org/pdf_free/economics/bci/web7yrs.pdf

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