Zahl des Tages (31.10.10): 8,2%

Bei den staatlichen Hilfen für die Banken und Versicherungen wird ja häufig der Fehler begangen, die Hilfen, die in echtem Geld fließen, und die Garantien in einen Topf zu werfen. Was aus den Garantien an Kosten entstehen wird, ist völlig unklar, klar ist nur, dass die Belastungen für den Staat wohl deutlich niedriger werden als die Garantiesummen es auf den ersten Blick vermuten lassen.

Was aus den Eigenkapitalhilfen wird, ist natürlich ähnlich unklar. Es ist noch viel zu früh, um endgültig zu beurteilen, was von den investierten Gelder zurückfließen wird. Ob die Firmen nachhaltig saniert werden können oder ob die Zinsen bzw. Dividenden auf die investierten Gelder fließen.

Bisher haben die USA 309 Milliarden Dollar in die Banken und Versicherungen investiert. Davon sind in den letzten zwei Jahren 25,2 Milliarden zurückgeflossen, also

8,2 Prozent.

Allerdings sind die 8,2 Prozent auf zwei Jahre gesehen natürlich so doll auch nicht. Erstens sind das pro Jahr nur ganz wenig mehr als 4%, zweitens sind 4% angesichts des Risikos geradezu lächerlich und drittens (und wohl am wichtigsten) ist es viel zu früh ein Urteil zu fällen. Denn ob es eine positive Rendite gibt und wenn ja wie hoch diese ausfallen wird, wird man erst am Ende beurteilen können. Wenn der Staat die eingegangenen Beteiligungen wieder verkauft oder eben doch abgeschrieben hat.

Und nicht vergessen sollte man natürlich auch, dass es bei der Nummer nicht wirklich um Rendite ging, sondern um die Lösung für etwas größere Probleme ...

Bloomberg: Bank Bailout Returns 8.2% Beating Treasury Yields (Update1)

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