Zahl des Tages (24.11.10): 0,3

Die BIPs der USA nehme ich immer ziemlich detailliert auseinander, das deutsche schleife ich häufig. Was eigentlich ziemlich seltsam ist ... Aber ich kann das ja ändern.

Gestern gab es die Zahlen zum BIP des dritten Quartal. Die Vorabschätzung von +0,7% (oder +3,9 gegenüber Vorjahr) wurde (wie fast immer) bestätigt. Spannend ist dabei vor allem ein Aspekt. Die deutsche Wirtschaft hängt allein am Export, wird häufig gesagt, allerdings kann man im Moment nicht wirklich sagen, dass der Konsum (wie häufig) hinterherhinkt.

Denn wie schon im zweiten Quartal trug der private Konsum

0,3 Prozentpunkte

zum Wachstum bei. Damit geht immerhin fast die Hälfte des Wachstums auf den Verbraucher zurück. Es sei nicht verschwiegen, dass aus dem stärkeren Wachstum der Exporte gegenüber den Importen ebenfalls 0,3 Prozentpunkte Wachstum kamen. Keine Frage, Deutschland ist eine Exportnation, aber eben nicht nur.

Die positivste Detailzahl, die es gestern gab, war der Wachstumsbeitrag aus der Lagerveränderung. Dieser war nämlich mit -0,3 Prozentpunkten negativ. Die Unternehmen haben also Lager abgebaut. Das ist immer gut, weil Wachstum durch Lageraufbau immer vergleichsweise wacklig ist.

Also auch wenn die erste Meldung von +0,7% nach 2,3% im zweiten Quartal vielleicht enttäuschend war, ist das im Detail dann doch noch besser als erwartet. Und 2,3% Plus in einem Quartal sind ja eh nicht normal. Es sei denn, man wohnt in China ...

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