Zahl des Tages (30.11.10): -0,7%

Och, schon halb elf und wühle noch, was ich denn in der ganzen Eurokrise zur Zahl des Tages mache (die Risikoaufschläge, die jetzt auch schon bei Belgien spürbar werden, einfach mal alle zusammenrechnen?), da merke ich, dass heute Case-Shiller-Tag ist. So lange die Immowette noch läuft, bleibt das die Zahl des Tages ... (und die hätte ich schon heute nachmittag schnell fertig machen können ...)

Der City-20-Index, der für die Wette maßgebend ist, ging im September um

0,7%

zurück. Das für die Wette wichtige Gesamtminus vom Hoch aus liegt ist damit wieder auf 28,6% angeschwollen, aber liegt weiterhin in komfortabler Entfernung von der 40%-Marke, ab der ich die Wette verlieren würde.

Im Jahresvergleich liegt der Index noch 0,6% im Plus (im Juni noch 4,2%), allerdings kann man angesichts der Preisentwicklung der letzten Monate kaum noch bestreiten, dass die Immobilienpreise in den USA wieder sinken. Das zeigt auch ein Blick auf die Breite: Im Juni fielen in nur 7 der 20 Regionen die Preise. Im September waren es schon 15 und diesen Monat sind satte 18 von 20 im Minus.
Eine der beiden steigenden Regionen ist übrigens die Desaster-Region Las Vegas. Aber da hilft das Miniplus von 0,1% bei etwa 58% Gesamtrückgang auch nicht viel.

Die Zahlen sind alle (wie hier üblich) nicht saisonbereinigt. Der September zählt eh zu den relativ neutralen Monaten, da macht die Bereinigung nicht viel aus (im Winter sorgt die Saisonbereinigung für bessere Preise, im Winter Sommer für niedrigere).

Die Septemberveröffentlichung des Case-Shiller-Index ist auch deshalb eine Zahl des Tages wert, weil am Ende des Quartals auch zusätzlich die Zahlen für die gesamte USA errechnet werden. Die sehen ein ganzes Stückchen schlechter als der City-20 aus. Das Minus gegenüber dem Vorquartal lag bei

2,0%,

was mehr ist als die drei addierten Monatswerte des City-20-Index. Der saisonbereinigte Wert lag sogar 3,4% im Minus. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Hauspreise gemessen am Case-Shiller-Index für die gesamte USA auch schon wieder um 1,5%.

Der Gesamtmarkt gibt also auch keinen Anlass zum Optimismus.

Update (23:16)

Huch, Quelle vergessen:

Broad-based Declines in Home Prices in the 3rd Quarter of 2010 According to the S&P/Case-Shiller Home Price Indices (PDF!)

Kommentare :

  1. (im Winter sorgt die Saisonbereinigung für bessere Preise, im Winter für niedrigere).


    schon besonders der Winter, gelt ? ;)

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  2. Wann wird's mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war?

    (ist gefixt, danke für den Hinweis)

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