Fitch senkt Rating von Irland um eine Stufe auf BBB+

Die kleinste der drei großen Ratingagenturen Fitch eilt weiterhin voran. Immer als erster bei den Herabstufungen der Krisenstaaten dabei.

Während S&P erst vor gut 2 Wochen Irland auf A herabgestuft hat (S&P STUFT IRLAND AUF A HERAB) und Moody's glaube ich immer noch bei AA- ist (IRLAND VOR "MEHRSTUFENABWERTUNG" DURCH MOODY'S?), hat Fitch nun schon wieder reduziert. Und zwar direkt um 3 Stufen. Das neue Rating liegt jetzt nur noch bei BBB+ und somit nur noch drei Stufen oberhalb von Junk (BBB und BBB- sind noch dazwischen).

Die Gründe sind natürlich klar: Die Schulden sind zu hoch. Das Haushaltsdefizit Irlands in 2010 wird auf 8,6% des BIPs geschätzt. Das ist der schlechteste Wert aller Länder, die noch Investmentstatus haben. Der absolute Stand der Staatsschulden (inkl. der Bad Banks) liegt 2013 bei 103%, deutlich über den 44%, die mit A bewertete Länder im Durchschnitt haben. Auch der Anteil der Zinsen an den Haushaltsausgaben liegt mit 15% etwa dreimal so hoch wie der Zehnjahresdurchschnitt der Vergleichsländer.

Außerdem sei der Ausblick für das Wirtschaftswachstum hochgradig unsicher (highly uncertain). Fitch lobt allerdings die grundlegend solide Struktur der irischen Wirtschaft. Der Exporte seien angezogen und die Leistungsbilanz werde 2011 wohl wieder (zum ersten Mal seit Jahren) wieder positiv sein.

Man könnte fast vermuten, dass Irland ohne diese Positivfaktoren schon auf dem Rating-Niveau von Griechenland gelandet wäre ... Fitch hat Griechenland bei BBB- ...

Fitch: Fitch Downgrades Ireland to 'BBB+; Outlook Stable (nur nach Anmeldung).

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