Zahl des Tages (04.12.10): 14.500.000.000

(Also diese Bankpleitenweglasserei am Wochenende der FDIC ist auch ne Seuche)

Aber viel mehr als den RSS-Feed der FDIC zu scannen, habe ich auch nicht geschafft. Daher muss ich eine alte Zahl ausgraben. Vielleicht ist diese aber auch ein Zeichen dafür, dass ich mich am Wochenende nicht länger auf die FIDC als Quelle für eine Zahl des Tages verlassen kann.

Denn die Bankgewinne in den USA steigen wieder und zwar nicht nur die der privilegierten (ehemaligen) Investmentbanken (wie dem Lieblingsfeind aller - Goldmann Sachs).

Die 7.760 Banken, die dem US-Einlagensicherungsfonds FDIC angehören, haben im dritten Quartal 2010

14.500.000.000 (14,5 Milliarden) Dollar

Gewinn eingefahren. Das ist zwar weniger als die 17,7 und die 21,4 Milliarden in Quartal eins und zwei, aber auch deutlich mehr als die 2 Milliarden, die im dritten Quartal 2009 verdient wurden.

Im dritten Quartal 2010 waren nur noch 18,9% der Banken unprofitabel (2009: 27%). Auch das Kernkapital stieg um 18,4 Milliarden Dollar, was aber keinen spürbaren Anstieg in der Eigenkapitalquote auslöst, denn die gesamten Assets stiegen ebenfalls um 1,2%.

Was mir aber Hoffnung macht (allerdings nur aus der Sicht eines egoistischen Bloggers, der irgendwann mal die dämliche Idee hatte, jeden Tag eine Zahl des Tages zu finden) ist die weiterhin steigende Zahl der Problembanken, die am Ende des dritten Quartals auf 860 gestiegen ist (+31 gegenüber dem Vorquartal).

Inzwischen liegt der Wert nach den inoffiziellen Berechnungen bei Calculated Risk sogar bei 920. Und davon soll keine einzige pleite gegangen sein? Liebe FDIC, das gibt wirklich Ärger, wenn ihr nächstes Wochenende 7 Bankpleiten macht ...

FDIC: Quarterly Banking Profile
Calculated Risk: Unofficial Problem Bank list increases to 920 Institutions

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