Die Frühindikatoren in den USA gehen weiter kräftig nach oben. Nach 1,0% im November gab es nochmal 1,1% Plus im Dezember. Auch im Oktober stiegen die Indikatoren (0,3%) und auch die 6 Monate davor.
Ziemlich überraschend, dass die Indikatoren ein so kräftiges Wachstum für die nächsten ungefähr 6 Monate anzeigen, während einige Analysten über ein Double-Dip, also ein erneutes Abtauchen in die Rezession, in den USA spekulieren.
Die Frühindikatoren sind eigentlich ein guter Indikator, da sie ziemlich breit sind. Es laufen 10 Teilindikatoren aus alle Ecken wie Kapitalmarkt (insbesondere die Zinskurve), aber auch Stimmung, Arbeitsmarkt und Auftragseingänge, ein. Eigentlich wollte ich das immer schonmal herausssuchen und heute mache ich das mal::
1) 32,48% - Money supply, M2
2) 27,25 % - Average weekly hours, manufacturing
3) 10,58% - Interest rate spread, 10-year Treasury bonds less federal funds
4) 8,1% - Manufacturers' new orders, consumer goods and materials
5) 7,15% - Index of supplier deliveries – vendor performance
6) 3,73% - Stock prices, 500 common stocks
7) 3,22% - Average weekly initial claims for unemployment insurance
8) 2,95% - Index of consumer expectations
9) 2,63% - Building permits, new private housing units
10) 1,91% - Manufacturers' new orders, nondefense capital goods
Der Kapitalmarkt (1,3,6) macht etwa 45% des Gesamtgewichts aus. Der Arbeitsmarkt (2 und 7) etwa 30%, die Auftragseingänge der Produzenten (4 und 10), Auslieferungen von Vorprodukten (5) und Neubauzulassungen in der Baubranche (9) knapp 20% und der Rest ist das Verbrauchervertrauen (8), was überraschend wenig ist, da das US-BIP zu 70% aus dem Konsum besteht.
Das Dumme an der Geschichte ist jetzt, dass die Zinskurve zwar scheinbar nur mit knapp 11% in die Leading Indicators eingeht, aber trotzdem den wichtigsten Anteil am Dezemberplus hat. Weil nämlich der Zinsunterschied zwischen Fed Funds (quasi Geldmarkt, quasi Null Prozent Zins) und 10-jährigem Zins (etwa 3,5%) satte 347 Basispunkte beträgt uns das ein Plus von 0,37 Punkten ergibt.
Der zweitwichtigste Faktor für das Plus sind mit 0,27 Punkten die Hausbauzulassungen, die ja eigentlich nur mit 2,63% gewichtet sind. Auch hier kann man viel kritisieren, denn das ist einer der monatlichen Werte vom Immobilienmarkt, der mit ziemlich heftigen Schwankungen (und hoher Fehlerrate) kommt.
Der dritte wichtige Faktor für das Plus waren die Neuanträge auf Arbeitslosengeld, die wöchentlich gemeldet werden und gegenüber November deutlich gesunken sind. Diese steuerten 0,21 Punkte zum Plus bei. Damit haben diese drei Faktoren also 0,85% Plus von insgesamt 1,1% "vorhergesagt".
Ich will den Indikator jetzt nicht kaputtreden, denn im Dezember stiegen *alle* 10 Teilindikatoren, auch wenn die 7 restlichen Indikatoren nichts Entscheidendes mehr beitrugen. Auch sind Monatszuwächse in Folge schon ein Wort, wobei man hier anmerken muss, dass bei einer Zinsdifferenz, die allein schon für ein Plus von etwa 0,35% sorgt, das auch schon eine tolle Vorlage ist.
Kritisch muss man auch anmerken, dass die Frühindikatoren die Krise nicht wirklich vorhergesagt haben (also zumindest nicht so früh wie ich; schulterklopf) und auch jetzt ist die Aussage ähem umstritten. Denn die Frühindikatoren zeigen jetzt ein Wachstum für die nächsten 6 Monate von 5,2% an, was auf das gesamte Jahr hochgerechnet 10,8% ausmacht.
LOL!
10,8%? Soll das der Frühindikator für China sein oder was?
The Conference Board Leading Economic Index™ (LEI) for the U.S. Increases Again (PDF!).
Die Frühindikatoren in den USA gehen weiter kräftig nach oben. Nach 1,0% im November gab es nochmal 1,1% Plus im Dezember. Auch im Oktober stiegen die Indikatoren (0,3%) und auch die 6 Monate davor.
Ziemlich überraschend, dass die Indikatoren ein so kräftiges Wachstum für die nächsten ungefähr 6 Monate anzeigen, während einige Analysten über ein Double-Dip, also ein erneutes Abtauchen in die Rezession, in den USA spekulieren.
Die Frühindikatoren sind eigentlich ein guter Indikator, da sie ziemlich breit sind. Es laufen 10 Teilindikatoren aus alle Ecken wie Kapitalmarkt (insbesondere die Zinskurve), aber auch Stimmung, Arbeitsmarkt und Auftragseingänge, ein. Eigentlich wollte ich das immer schonmal herausssuchen und heute mache ich das mal::
1) 32,48% - Money supply, M2
2) 27,25 % - Average weekly hours, manufacturing
3) 10,58% - Interest rate spread, 10-year Treasury bonds less federal funds
4) 8,1% - Manufacturers' new orders, consumer goods and materials
5) 7,15% - Index of supplier deliveries – vendor performance
6) 3,73% - Stock prices, 500 common stocks
7) 3,22% - Average weekly initial claims for unemployment insurance
8) 2,95% - Index of consumer expectations
9) 2,63% - Building permits, new private housing units
10) 1,91% - Manufacturers' new orders, nondefense capital goods
Der Kapitalmarkt (1,3,6) macht etwa 45% des Gesamtgewichts aus. Der Arbeitsmarkt (2 und 7) etwa 30%, die Auftragseingänge der Produzenten (4 und 10), Auslieferungen von Vorprodukten (5) und Neubauzulassungen in der Baubranche (9) knapp 20% und der Rest ist das Verbrauchervertrauen (8), was überraschend wenig ist, da das US-BIP zu 70% aus dem Konsum besteht.
Das Dumme an der Geschichte ist jetzt, dass die Zinskurve zwar scheinbar nur mit knapp 11% in die Leading Indicators eingeht, aber trotzdem den wichtigsten Anteil am Dezemberplus hat. Weil nämlich der Zinsunterschied zwischen Fed Funds (quasi Geldmarkt, quasi Null Prozent Zins) und 10-jährigem Zins (etwa 3,5%) satte 347 Basispunkte beträgt uns das ein Plus von 0,37 Punkten ergibt.
Der zweitwichtigste Faktor für das Plus sind mit 0,27 Punkten die Hausbauzulassungen, die ja eigentlich nur mit 2,63% gewichtet sind. Auch hier kann man viel kritisieren, denn das ist einer der monatlichen Werte vom Immobilienmarkt, der mit ziemlich heftigen Schwankungen (und hoher Fehlerrate) kommt.
Der dritte wichtige Faktor für das Plus waren die Neuanträge auf Arbeitslosengeld, die wöchentlich gemeldet werden und gegenüber November deutlich gesunken sind. Diese steuerten 0,21 Punkte zum Plus bei. Damit haben diese drei Faktoren also 0,85% Plus von insgesamt 1,1% "vorhergesagt".
Ich will den Indikator jetzt nicht kaputtreden, denn im Dezember stiegen *alle* 10 Teilindikatoren, auch wenn die 7 restlichen Indikatoren nichts Entscheidendes mehr beitrugen. Auch sind Monatszuwächse in Folge schon ein Wort, wobei man hier anmerken muss, dass bei einer Zinsdifferenz, die allein schon für ein Plus von etwa 0,35% sorgt, das auch schon eine tolle Vorlage ist.
Kritisch muss man auch anmerken, dass die Frühindikatoren die Krise nicht wirklich vorhergesagt haben (also zumindest nicht so früh wie ich; schulterklopf) und auch jetzt ist die Aussage ähem umstritten. Denn die Frühindikatoren zeigen jetzt ein Wachstum für die nächsten 6 Monate von 5,2% an, was auf das gesamte Jahr hochgerechnet 10,8% ausmacht.
LOL!
10,8%? Soll das der Frühindikator für China sein oder was?
The Conference Board Leading Economic Index™ (LEI) for the U.S. Increases Again (PDF!).
US-Frühindikatoren 12/09: +1,1% (Vm)