Zahl des Tages (31.03.10): 5,52%
Es handelt sich um den Chart der Hypotheken von Fannie Mae, die nicht mehr pünktlich bedient werden. Genauer definiert die "Serious Delinquencies", Hypotheken, bei denen die Zahlungen mindestens 90 Tage überfällig sind. Und man sieht schon auf den ersten Blick, dass hier nichts aber auch gar nichts von einer Stabilisierung oder gar Verbesserung zu sehen ist.
Im Januar lag der Wert bei
5,52%.
Damit liegt der Wert ziemlich genau doppelt so hoch wie im Januar 2009.
Hoffnung macht das nicht. Es werden also weiterhin jeden Monat neue Immobilien aus Zwangsversteigerungen auf den Markt kommen. Neben dem hohen Anteil an "dunklem Lagerbestand" an Immobilien, die eigentlich schon an die Bank zurückgefallen sind, aber offiziell noch nicht zum Verkauf stehen, um die Preise in der Nachbarschaft nicht zu zerstören.
Calculated Risk: Fannie Mae: Delinquencies Increase in January
oder direkt von der Quelle:
Fannie Mae - Monthly Report February
Vielleicht sollten die Amerikaner mal in Großbritannien anrufen und fragen, wie die Briten das neue Immobilienwunder hinbekommen haben: UK: IMMOBILIENPREISE 03/10: +0,7% VM (+9,0% VJ).
Wer weiss, sonst wird es für meine Immowette doch noch mal eng ...
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D: Haushaltsdefizit 2009: 105,5 Mrd. Euro
-55,9 Mrd. Euro entfielen auf den Bund (-17,7 Mrd. im Vorjahr)
-27,8 Mrd. Euro auf die Länder (+1,0 Mrd. im Vj)
-7,1 Mrd. Euro auf die Gemeinden (+7,7 Mrd. im Vj)
Dazu kommt noch das Minus der Sozialkasse mit -14,7 Mrd. Euro (keine Vorjahreszahl angegeben)
FAZ: Staatsdefizit steigt auf 105,5 Milliarden Euro
oder direkt von der Quelle:
Destatis: Öffentliches Finanzierungsdefizit auf 105,5 Milliarden Euro gestiegen
Update (10:14):
Ach so, höchster Wert ever. Bisher waren 73 Mrd. Haushaltsdefizit in 2003 der Rekordwert.
-55,9 Mrd. Euro entfielen auf den Bund (-17,7 Mrd. im Vorjahr)
-27,8 Mrd. Euro auf die Länder (+1,0 Mrd. im Vj)
-7,1 Mrd. Euro auf die Gemeinden (+7,7 Mrd. im Vj)
Dazu kommt noch das Minus der Sozialkasse mit -14,7 Mrd. Euro (keine Vorjahreszahl angegeben)
FAZ: Staatsdefizit steigt auf 105,5 Milliarden Euro
oder direkt von der Quelle:
Destatis: Öffentliches Finanzierungsdefizit auf 105,5 Milliarden Euro gestiegen
Update (10:14):
Ach so, höchster Wert ever. Bisher waren 73 Mrd. Haushaltsdefizit in 2003 der Rekordwert.
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UK: Immobilienpreise 03/10: +0,7% Vm (+9,0% Vj)
Im Jahresvergleich bleibt ein deutliches Plus von 9,0%, ein Niveau von dem die Amerikaner nur träumen können. Und von dem ich niemals zu träumen gewagt hätte.
Creditwritedowns: UK house prices now up 9.0% year-on-year
oder direkt von der Quelle:
Nationwide: March 2010 report (PDF!)
Im Jahresvergleich bleibt ein deutliches Plus von 9,0%, ein Niveau von dem die Amerikaner nur träumen können. Und von dem ich niemals zu träumen gewagt hätte.
Creditwritedowns: UK house prices now up 9.0% year-on-year
oder direkt von der Quelle:
Nationwide: March 2010 report (PDF!)
Irland zieht zweiten Schlussstrich unter die Bankenkrise
Irland führt heute den zweiten Teil der Rettungsaktion durch. Im ersten Schritt hat der neugegründete irische Rettungsfonds NAMA den Banken ein paar Milliarden an schlechten Assets abgekauft (und dabei den Beobachter zufolge deutlich zu viel bezahlt, also die Banken um die Ecke unterstützt). Zumindest habe ich das bisher gedacht, aber alle melden, dass heute zum ersten Mal 80 Milliarden Giftmüll angekauft wird. Egal, ob es jetzt der erste oder zweite Ankauf ist/war: Es reicht nicht. Weil die Assets zu deutlich niedrigeren Kursen von der NAMA gekauft werden als sie in der Bilanz stehen.
Im Mittelpunkt steht die Anglo Irish Bank, die schon wieder Geld vom Staat benötigt. Nach der erneuten Kapitalzufuhr von 8,3 Mrd. Euro wird der Staat wohl die Mehrheit halten. Auch bei der Bank of Ireland, der zweiten der drei großen Banken Irlands, muss der Staat nochmal nachschießen.
FAZ: Irische Regierung rettet abermals Banken
Die irischen Risikoaufschläge sind übrigens deutlich zurückgegangen. Von den ehemals aufgerufen über 300 Basispunkten (ZAHL DES TAGES (20.01.09): 300) sind aktuell "nur" 140 übrig geblieben. was heisst, dass die Idee der Iren nicht so falsch war. Vor allem, weil sie eh nicht zu vermeiden ist. Im Zweifelsfall springt der Staat ja eh ein.
siehe auch: BANKSEKTOR ZU VERSCHENKEN ...
Update (23:45):
Wie Marketwatch meldet, sind die oben gemeldeten 80 Mrd. Euro noch gar nicht sicher, sondern nur anvisiert. Wirklich gekauft wurden heute wohl nur Anleihen im Wert von 16 Mrd. Euro.
Marketwatch: Irish government to take on $22 bln in loans at 47% discount
FTD: Irlands Bad Bank geht Institute hart an
Update (00:04)
Zu den CDS von Irland und den irischen Banken:
FT Alphaville: CDS report: When Irish Eyes Are On NAMA
Update (00:08)
Noch ein Nachtrag:
Irland ist wesentlich kleiner als Deutschland. Etwa um den Faktor 13. Man kann also die neuerliche Kapitalzufuhr mit 13 multiplizieren und hat dann die Zahl, die für Deutschland gelten würde. Im übrigens ist das BIP Irlands auch kleiner als das Griechenlands ...
Man stelle sich in Deutschland eine Bad Bank vor, die Kredite im Wert von etwa 1 Billionen (!) Euro ankauft ...
Irland führt heute den zweiten Teil der Rettungsaktion durch. Im ersten Schritt hat der neugegründete irische Rettungsfonds NAMA den Banken ein paar Milliarden an schlechten Assets abgekauft (und dabei den Beobachter zufolge deutlich zu viel bezahlt, also die Banken um die Ecke unterstützt). Zumindest habe ich das bisher gedacht, aber alle melden, dass heute zum ersten Mal 80 Milliarden Giftmüll angekauft wird. Egal, ob es jetzt der erste oder zweite Ankauf ist/war: Es reicht nicht. Weil die Assets zu deutlich niedrigeren Kursen von der NAMA gekauft werden als sie in der Bilanz stehen.
Im Mittelpunkt steht die Anglo Irish Bank, die schon wieder Geld vom Staat benötigt. Nach der erneuten Kapitalzufuhr von 8,3 Mrd. Euro wird der Staat wohl die Mehrheit halten. Auch bei der Bank of Ireland, der zweiten der drei großen Banken Irlands, muss der Staat nochmal nachschießen.
FAZ: Irische Regierung rettet abermals Banken
Die irischen Risikoaufschläge sind übrigens deutlich zurückgegangen. Von den ehemals aufgerufen über 300 Basispunkten (ZAHL DES TAGES (20.01.09): 300) sind aktuell "nur" 140 übrig geblieben. was heisst, dass die Idee der Iren nicht so falsch war. Vor allem, weil sie eh nicht zu vermeiden ist. Im Zweifelsfall springt der Staat ja eh ein.
siehe auch: BANKSEKTOR ZU VERSCHENKEN ...
Update (23:45):
Wie Marketwatch meldet, sind die oben gemeldeten 80 Mrd. Euro noch gar nicht sicher, sondern nur anvisiert. Wirklich gekauft wurden heute wohl nur Anleihen im Wert von 16 Mrd. Euro.
Marketwatch: Irish government to take on $22 bln in loans at 47% discount
FTD: Irlands Bad Bank geht Institute hart an
Update (00:04)
Zu den CDS von Irland und den irischen Banken:
FT Alphaville: CDS report: When Irish Eyes Are On NAMA
Update (00:08)
Noch ein Nachtrag:
Irland ist wesentlich kleiner als Deutschland. Etwa um den Faktor 13. Man kann also die neuerliche Kapitalzufuhr mit 13 multiplizieren und hat dann die Zahl, die für Deutschland gelten würde. Im übrigens ist das BIP Irlands auch kleiner als das Griechenlands ...
Man stelle sich in Deutschland eine Bad Bank vor, die Kredite im Wert von etwa 1 Billionen (!) Euro ankauft ...
Labels: bankenpleite, euro, irland, staatspleite, wirtschaft 2 Kommentare
Zahl des Tages (30.03.10): -0,4%
-0,4%
sogar größer als die -0,2% im Dezember und November 2009. (Davor kam der Oktober unverändert nach 6 Monaten im Plus: +0,3% im September, +1,2% im August, +1,6% im Juli, +1,4% im Juni, +0,5% im Mai und +0,5% im April).
Dummerweise kann ich Euch sonst nix liefern, weil die Website von Standard & Poors platt ist. Und das nach bei der Veröffentlichung des Case-Shiller-Immobilienpreisindex nicht zum ersten Mal ... Ich schaue heute Abend nochmal nach ...
Marketwatch: U.S. Jan. Case-Shiller home prices fall 0.4%
Update (20:45):
S&P geht wieder ...
Der City-10 Index fiel 0,2%, die City-20 um die gemeldeten 0,4%. Im Jahresvergleich sank der City-10 Index zum ersten Mal seit 3 Jahren nicht mehr (+/- 0,0%), der City-20 liegt noch leicht mit 0,7% im Minus. Die um saisonale Effekte bereinigte Zahl lag in beiden Fällen im Plus: der City-10 mit +0,4%, der City-20 mit 0,3%.
Im City-20 fielen 18 der 20 beobachteten Regionen, die Abwärtsbewegung wird also breiter. Im Vormonat waren es noch 15 (ZAHL DES TAGES (23.02.10): -0,2).
Das für meine Immowette wichtige Gesamtminus des City-20 vom Hoch im Sommer 2006 aus gerechnet liegt aktuell bei bei 29,6%. Mein Puffer (bis 40% Minus) ist also immer noch ausreichend und weitere 9 Minusmonate mit der aktuellen Fallgeschwindigkeit dürften meine Wette nicht gefährden. Dazu müsste die Fallgeschwindigkeit noch deutlich zunehmen ... (vor allem auch, weil die saisonbereinigten Zahlen weiterhin einen wenngleich schwachen Aufwärtstrend anzeigen)
Home prices in the New Year Continue the Trend Set in Late 2009 According to the S&P/Case-Shiller Home Price Indices (PDF!)
-0,4%
sogar größer als die -0,2% im Dezember und November 2009. (Davor kam der Oktober unverändert nach 6 Monaten im Plus: +0,3% im September, +1,2% im August, +1,6% im Juli, +1,4% im Juni, +0,5% im Mai und +0,5% im April).
Dummerweise kann ich Euch sonst nix liefern, weil die Website von Standard & Poors platt ist. Und das nach bei der Veröffentlichung des Case-Shiller-Immobilienpreisindex nicht zum ersten Mal ... Ich schaue heute Abend nochmal nach ...
Marketwatch: U.S. Jan. Case-Shiller home prices fall 0.4%
Update (20:45):
S&P geht wieder ...
Der City-10 Index fiel 0,2%, die City-20 um die gemeldeten 0,4%. Im Jahresvergleich sank der City-10 Index zum ersten Mal seit 3 Jahren nicht mehr (+/- 0,0%), der City-20 liegt noch leicht mit 0,7% im Minus. Die um saisonale Effekte bereinigte Zahl lag in beiden Fällen im Plus: der City-10 mit +0,4%, der City-20 mit 0,3%.
Im City-20 fielen 18 der 20 beobachteten Regionen, die Abwärtsbewegung wird also breiter. Im Vormonat waren es noch 15 (ZAHL DES TAGES (23.02.10): -0,2).
Das für meine Immowette wichtige Gesamtminus des City-20 vom Hoch im Sommer 2006 aus gerechnet liegt aktuell bei bei 29,6%. Mein Puffer (bis 40% Minus) ist also immer noch ausreichend und weitere 9 Minusmonate mit der aktuellen Fallgeschwindigkeit dürften meine Wette nicht gefährden. Dazu müsste die Fallgeschwindigkeit noch deutlich zunehmen ... (vor allem auch, weil die saisonbereinigten Zahlen weiterhin einen wenngleich schwachen Aufwärtstrend anzeigen)
Home prices in the New Year Continue the Trend Set in Late 2009 According to the S&P/Case-Shiller Home Price Indices (PDF!)
Labels: Immobilienblase, immowette, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare
Ambac Pleite!
Der Deal ist ziemlich kompliziert. Erstens ist nicht für Ambac Financial (die börsennotierte Holding) der Kreditfall erklärt worden, sondern "nur" für die Tochter Ambac Assurance. Zweitens ist auch diese Tochter noch nicht offiziell insolvent, sondern es hat "nur" die Aufsichtsbehörde eingegriffen und für bestimmte Versicherungen die Haftung übernommen, sich im Gegenzug aber gleichzeitig den Zugriff auf viele Sicherheiten genehmigt. Damit sollen der größte Teil der Risiken aus der Ambac-Bilanz verschwinden und der Rest von Ambac überlebensfähig werden.
Der Deal ist sehr umstritten, weil einige Versicherte damit deutlich besser gestellt werden (sprich ihren Versicherungsschutz behalten) als andere. Nicht ganz zufällig kommen die besser gestellten Ambac-Kunden aus dem öffentlichen Bereich, sprich sind Städte, Kreise und Bundesstaaten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Wer sich für die Details interessiert: der Marketwatch Artikel fasst das ziemlich ausführlich zusammen:
Ambac’s regulator moves in, CDS likely triggered
Marketwatch: Part of Ambac seized to protect muni-bond investors
War es am letzten Freitag noch nicht endgültig klar, ob die ISDA (International Swaps and Derivatives Association) das Kreditausfallereignis bestätigt, ist das heute Fakt geworden:
FT Alphaville: It’s official: Ambac’s CDS triggered
Und genauso wahrscheinlich wie am Freitag das Kreditausfallereignis war, ist inzwischen, dass auch die Mutter Pleite gehen wird. Denn dass nach der jetzigen Restruturierung nochmal eine Gewinnausschüttung von Ambac Assurance an die Mutter Ambac Financial erfolgt, ist verdammt unwahrscheinlich. Selbst in den dauernd optimistischen Pressemitteilungen von Ambac Financial heisst das nun "highly unlikely". Und wenn der Mutter diese Geldquelle fehlt, gibt's eigentlich keine Chance. Gut, dass sage ich schon seit zwei Jahren und manchmal dauert es halt ...
Jetzt warte ich noch auf die Pleite von MBIA ...
Der Deal ist ziemlich kompliziert. Erstens ist nicht für Ambac Financial (die börsennotierte Holding) der Kreditfall erklärt worden, sondern "nur" für die Tochter Ambac Assurance. Zweitens ist auch diese Tochter noch nicht offiziell insolvent, sondern es hat "nur" die Aufsichtsbehörde eingegriffen und für bestimmte Versicherungen die Haftung übernommen, sich im Gegenzug aber gleichzeitig den Zugriff auf viele Sicherheiten genehmigt. Damit sollen der größte Teil der Risiken aus der Ambac-Bilanz verschwinden und der Rest von Ambac überlebensfähig werden.
Der Deal ist sehr umstritten, weil einige Versicherte damit deutlich besser gestellt werden (sprich ihren Versicherungsschutz behalten) als andere. Nicht ganz zufällig kommen die besser gestellten Ambac-Kunden aus dem öffentlichen Bereich, sprich sind Städte, Kreise und Bundesstaaten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Wer sich für die Details interessiert: der Marketwatch Artikel fasst das ziemlich ausführlich zusammen:
Ambac’s regulator moves in, CDS likely triggered
Marketwatch: Part of Ambac seized to protect muni-bond investors
War es am letzten Freitag noch nicht endgültig klar, ob die ISDA (International Swaps and Derivatives Association) das Kreditausfallereignis bestätigt, ist das heute Fakt geworden:
FT Alphaville: It’s official: Ambac’s CDS triggered
Und genauso wahrscheinlich wie am Freitag das Kreditausfallereignis war, ist inzwischen, dass auch die Mutter Pleite gehen wird. Denn dass nach der jetzigen Restruturierung nochmal eine Gewinnausschüttung von Ambac Assurance an die Mutter Ambac Financial erfolgt, ist verdammt unwahrscheinlich. Selbst in den dauernd optimistischen Pressemitteilungen von Ambac Financial heisst das nun "highly unlikely". Und wenn der Mutter diese Geldquelle fehlt, gibt's eigentlich keine Chance. Gut, dass sage ich schon seit zwei Jahren und manchmal dauert es halt ...
Jetzt warte ich noch auf die Pleite von MBIA ...
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Zahl des Tages (29.03.10): 334
334 Basispunkte
über der Rendite einer vergleichbaren Bundesanleihe (aktuell 2,66%).
Unter "weniger erfolgreich" muss man die Nachfrage einordnen. Bei der letzten 10-jährigen Anleihe gab es für das Angebot von 5 Milliarden Euro noch Nachfrage in Höhe von 16 Mrd. Euro, dieses Mal für ein gleich hohes Angebot nur 6 Milliarden Euro Nachfrage (vgl. (ZAHL DES TAGES (04.03.10): 15.000).
Auch der Risikoaufschlag hat sich seitdem vergrößert (von 300 auf 310 Basispunkte). Das ist dann doch einigermaßen ernüchternd, wenn man sich vom Rettungspaket der EU in dieser Hinsicht etwas erhofft hat. Und das muss man eigentlich. Denn eine Staatsverschuldung wie die von Griechenland ist bei einer Zinsbelastung von 6% (und einem Realzins von fast 5%) schlichtweg nicht finanzierbar.
FTD: Griechenland holt sich 5 Mrd. Euro
Gut, die Refinanzierung der in den nächsten 5 Wochen fälligen gut 10 Mrd. Euro scheint damit wohl zu klappen, aber mittelfristig kann Griechenland eine derartige Zinshöhe nicht überleben. Ich hätte mir daher genau an dieser Stelle Hilfe der EU erwünscht, sprich eine Garantie der anderen EU-Staaten für die neuen griechischen Anleihen. Diese Garantie muss an die Sanierungsbedingungen des IWF gekoppelt werden. Hält der IWF die Bedingungen für verletzt, gibt es für die folgenden Anleihen solange keine Garantie mehr, bis Griechenland zurück auf den richtigen Kurs einschwenkt.
Für die Garantie könnte man auch eine Gebühr nehmen, ähnlich wie es die USA und Deutschland für den Bankenhilfen gemacht haben. Um mal eine Idee für eine Zahl zu liefern: 100 Basispunkte als Versicherungsprämie. Damit sparen die Griechen etwa 210 Basispunkte, die EU hat im Gegenzug Einnahmen. Und nicht zuletzt haben die Griechen weiterhin ein Interesse, selber wieder so viel Vertrauen an den Märkten zu gewinnen, dass sie unter die 100 Basispunkte sinken (siehe auch BREAKING: BAILOUT FÜR GRIECHENLAND und die Diskussion dahinter).
Update (16:30):
Dass die aktuellen Finanzierungskosten zu hoch sind ("hard to tackle"), hat der griechische Finanzminister George Papaconstantinou übrigens selber schon zugegeben:
WSJ: 3rd UPDATE: Greek Fin Min Sees Falling Borrowing Costs (leider nur für Abonnenten)
Update (18:13):
Die FAZ meldet übrigens 22,6 Mrd. Anleihen, die bis Ende Mai umgeschuldet werden müssen. Das passt deutlich besser zu den gut 15 Mrd. bis Ende April, die ich im Kopf hatte (und oben im Artikel erwähnt habe) als die angeblich 15 Mrd. bis Ende Mai, wie die FTD geschrieben hat.
FAZ: Verhaltener Erfolg für Griechenland-Anleihe
Update (30.03.10):
Würde man das Fazit heute, also einen Tag später, ziehen, wäre es noch ernüchtender. Die Rendite der siebenjährigen griechischen Staatsanleihe steigt nämlich heute um 19 Basispunkte auf 624.
The Big Picture: Greek debt not trading well the day after
334 Basispunkte
über der Rendite einer vergleichbaren Bundesanleihe (aktuell 2,66%).
Unter "weniger erfolgreich" muss man die Nachfrage einordnen. Bei der letzten 10-jährigen Anleihe gab es für das Angebot von 5 Milliarden Euro noch Nachfrage in Höhe von 16 Mrd. Euro, dieses Mal für ein gleich hohes Angebot nur 6 Milliarden Euro Nachfrage (vgl. (ZAHL DES TAGES (04.03.10): 15.000).
Auch der Risikoaufschlag hat sich seitdem vergrößert (von 300 auf 310 Basispunkte). Das ist dann doch einigermaßen ernüchternd, wenn man sich vom Rettungspaket der EU in dieser Hinsicht etwas erhofft hat. Und das muss man eigentlich. Denn eine Staatsverschuldung wie die von Griechenland ist bei einer Zinsbelastung von 6% (und einem Realzins von fast 5%) schlichtweg nicht finanzierbar.
FTD: Griechenland holt sich 5 Mrd. Euro
Gut, die Refinanzierung der in den nächsten 5 Wochen fälligen gut 10 Mrd. Euro scheint damit wohl zu klappen, aber mittelfristig kann Griechenland eine derartige Zinshöhe nicht überleben. Ich hätte mir daher genau an dieser Stelle Hilfe der EU erwünscht, sprich eine Garantie der anderen EU-Staaten für die neuen griechischen Anleihen. Diese Garantie muss an die Sanierungsbedingungen des IWF gekoppelt werden. Hält der IWF die Bedingungen für verletzt, gibt es für die folgenden Anleihen solange keine Garantie mehr, bis Griechenland zurück auf den richtigen Kurs einschwenkt.
Für die Garantie könnte man auch eine Gebühr nehmen, ähnlich wie es die USA und Deutschland für den Bankenhilfen gemacht haben. Um mal eine Idee für eine Zahl zu liefern: 100 Basispunkte als Versicherungsprämie. Damit sparen die Griechen etwa 210 Basispunkte, die EU hat im Gegenzug Einnahmen. Und nicht zuletzt haben die Griechen weiterhin ein Interesse, selber wieder so viel Vertrauen an den Märkten zu gewinnen, dass sie unter die 100 Basispunkte sinken (siehe auch BREAKING: BAILOUT FÜR GRIECHENLAND und die Diskussion dahinter).
Update (16:30):
Dass die aktuellen Finanzierungskosten zu hoch sind ("hard to tackle"), hat der griechische Finanzminister George Papaconstantinou übrigens selber schon zugegeben:
WSJ: 3rd UPDATE: Greek Fin Min Sees Falling Borrowing Costs (leider nur für Abonnenten)
Update (18:13):
Die FAZ meldet übrigens 22,6 Mrd. Anleihen, die bis Ende Mai umgeschuldet werden müssen. Das passt deutlich besser zu den gut 15 Mrd. bis Ende April, die ich im Kopf hatte (und oben im Artikel erwähnt habe) als die angeblich 15 Mrd. bis Ende Mai, wie die FTD geschrieben hat.
FAZ: Verhaltener Erfolg für Griechenland-Anleihe
Update (30.03.10):
Würde man das Fazit heute, also einen Tag später, ziehen, wäre es noch ernüchtender. Die Rendite der siebenjährigen griechischen Staatsanleihe steigt nämlich heute um 19 Basispunkte auf 624.
The Big Picture: Greek debt not trading well the day after
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S&P: Rating von Großbritannien: AAA, Ausblick negativ (unv.)
Die Ratingagentur S&P lässt das Rating von britischen Staatsanleihen auf AAA, versieht es aber weiterhin mit einem negativen Ausblick.
Aber in Großbritannien ist ja auch alles in Butter. Der Staat macht weiterhin Schulden wie irre (Haushaltsdefizit nach den Planungen für das nächste Haushaltsjahr wieder mit einem zweistelligen Prozentsatz vom BIP im Minus), die Konsumentenkredite steigen auf ein 19-Monatshoch und die Hypothekenschulden auf 15-Monatshoch.
Juhuuh. Wird sind in einer Krise gerutscht, weil alle zu viel Schulden haben und jetzt kommen wir aus der Krise, indem alle noch mehr Schulden machen.
Man kann da schonmal depressiv werden. Wir hatten die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Ausgelöst von Banken, die zu wenig Eigenkapital und zu viel Risko hatten und als Antwort weichen wir die Buchhaltungsrichtlinien auf und verschieben die strengeren Eigenkapitalanforderung nach Basel II.
Ausgelöst von Verbrauchern, die zu viel Schulden hatten und jetzt noch mehr Schulden machen (bzw. im Fall der USA, wo der Staat die Rolle des Schuldenmachers von den Verbrauchern übernimmt)
Ausgelöst von Banken, die Too-Big-To-Fail waren und jetzt noch größer sind.
Schon ernüchternd :-(
S&P keeps negative view on U.K. Triple-A rating - MarketWatch
Die Ratingagentur S&P lässt das Rating von britischen Staatsanleihen auf AAA, versieht es aber weiterhin mit einem negativen Ausblick.
Aber in Großbritannien ist ja auch alles in Butter. Der Staat macht weiterhin Schulden wie irre (Haushaltsdefizit nach den Planungen für das nächste Haushaltsjahr wieder mit einem zweistelligen Prozentsatz vom BIP im Minus), die Konsumentenkredite steigen auf ein 19-Monatshoch und die Hypothekenschulden auf 15-Monatshoch.
Juhuuh. Wird sind in einer Krise gerutscht, weil alle zu viel Schulden haben und jetzt kommen wir aus der Krise, indem alle noch mehr Schulden machen.
Man kann da schonmal depressiv werden. Wir hatten die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Ausgelöst von Banken, die zu wenig Eigenkapital und zu viel Risko hatten und als Antwort weichen wir die Buchhaltungsrichtlinien auf und verschieben die strengeren Eigenkapitalanforderung nach Basel II.
Ausgelöst von Verbrauchern, die zu viel Schulden hatten und jetzt noch mehr Schulden machen (bzw. im Fall der USA, wo der Staat die Rolle des Schuldenmachers von den Verbrauchern übernimmt)
Ausgelöst von Banken, die Too-Big-To-Fail waren und jetzt noch größer sind.
Schon ernüchternd :-(
S&P keeps negative view on U.K. Triple-A rating - MarketWatch
Labels: staatspleite, uk, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
Douglas Adams über "die Letzten ihrer Art"
Douglas Adams: Parrots, the universe and everything
gefunden über Boing Boing: Douglas Adams lecture
Der Buchtipp zum Vortrag: Die Letzten ihrer Art: Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde
Douglas Adams: Parrots, the universe and everything
gefunden über Boing Boing: Douglas Adams lecture
Der Buchtipp zum Vortrag: Die Letzten ihrer Art: Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde
Labels: diverses, douglasadams, fun 0 Kommentare
Zahl des Tages (28.03.10): 0
Also im Rückgriff auf meine iPad Wette: Wer am 3. April in die USA fliegt, um sich ein iPad zu kaufen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit exakt
0
iPads mit nach Hause nehmen dürfen. Die erste Lieferung ist nämlich schon weg.
Das wird die ebay Preise wohl auch für einige Zeit auf einem uninteressanten Niveau halten.
Mist, ich hatte ernsthaft überlegt, mir so ein Teil zu schießen, aber jetzt werde ich wohl über eine normale Vorbestellung bei Apple Deutschland gehen.
FAZ: Erste Auflage des iPad komplett vergriffen
Update (29.03.10):
Langsam werden die Schätzungen realistisch ;-) Morgan Stanley hat die eh schon am oberen Rand liegende Schätzung mal schlapp verdoppelt. Jetzt werden 10 Millionen im Kalenderjahr 2010 erwartet. Das ist mehr als die meisten anderen im Geschäftsjahr 2011 sehen ...
Barron's: Apple: CY 2010 iPad Units Could Hit 10M, Morgan Stanley Says
Update (30.03.10):
Und so produziert die (äußerst geile, sprich effektive) Marketing-Abteilung von Apple Warteschlange. Erst "ausverkauft" melden und dann einer Elektronik-Kette noch 15 Stück pro Filiale zuteilen. Das gibt jede Menge Videos und Nachrichten über Warteschlangen und womöglich Prügeleien vor Best Buys. Und ich wette, die AppleStores werden auch noch ein paar Stück haben ...
Barron's: Apple: Initial iPad Allocation At Best Buy Will Be 15 Units/Store
Also im Rückgriff auf meine iPad Wette: Wer am 3. April in die USA fliegt, um sich ein iPad zu kaufen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit exakt
0
iPads mit nach Hause nehmen dürfen. Die erste Lieferung ist nämlich schon weg.
Das wird die ebay Preise wohl auch für einige Zeit auf einem uninteressanten Niveau halten.
Mist, ich hatte ernsthaft überlegt, mir so ein Teil zu schießen, aber jetzt werde ich wohl über eine normale Vorbestellung bei Apple Deutschland gehen.
FAZ: Erste Auflage des iPad komplett vergriffen
Update (29.03.10):
Langsam werden die Schätzungen realistisch ;-) Morgan Stanley hat die eh schon am oberen Rand liegende Schätzung mal schlapp verdoppelt. Jetzt werden 10 Millionen im Kalenderjahr 2010 erwartet. Das ist mehr als die meisten anderen im Geschäftsjahr 2011 sehen ...
Barron's: Apple: CY 2010 iPad Units Could Hit 10M, Morgan Stanley Says
Update (30.03.10):
Und so produziert die (äußerst geile, sprich effektive) Marketing-Abteilung von Apple Warteschlange. Erst "ausverkauft" melden und dann einer Elektronik-Kette noch 15 Stück pro Filiale zuteilen. Das gibt jede Menge Videos und Nachrichten über Warteschlangen und womöglich Prügeleien vor Best Buys. Und ich wette, die AppleStores werden auch noch ein paar Stück haben ...
Barron's: Apple: Initial iPad Allocation At Best Buy Will Be 15 Units/Store
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Zahl des Tages (27.03.10): 205
US-Bankenpleite Nr. 202
Name: McIntosh Commercial Bank
Sitz: Carrollton, Georgia
Assets: 363 Millionen Dollar
Käufer: CharterBank, West Point, Georgia
Schaden für die FDIC: 123 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 56 (rot)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 8 (rot)
FDIC: CharterBank, West Point, Georgia, Assumes All of the Deposits of McIntosh Commercial Bank, Carrollton, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 203
Name: Key West Bank
Sitz: Key West, Florida
Assets: 88 Millionen Dollar
Käufer: Centennial Bank, Conway, Arkansas
Schaden für die FDIC: 23 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 161 (gelb)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 72 (rot)
FDIC: Centennial Bank, Conway, Arkansas, Assumes All of the Deposits of Key West Bank, Key West, Florida
US-Bankenpleite Nr. 204
Name: Unity National Bank
Sitz: Cartersville, Georgia
Assets: 292 Millionen Dollar
Käufer: Bank of the Ozarks, Little Rock, Arkansas
Schaden für die FDIC: 67 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 119 (orange)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 125 (rot)
FDIC: Bank of the Ozarks, Little Rock, Arkansas, Assumes All of the Deposits of Unity National Bank, Cartersville, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 205
Name: Desert Hills Bank
Sitz: Phoenix, Arizona
Assets: 497 Millionen Dollar
Käufer: New York Community Bank, Westbury, New York
Schaden für die FDIC: 107 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 152 (orange)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 60 (rot)
FDIC: New York Community Bank, Westbury, New York, Assumes All of the Deposits of Desert Hills Bank, Phoenix, Arizona
US-Bankenpleite Nr. 202
Name: McIntosh Commercial Bank
Sitz: Carrollton, Georgia
Assets: 363 Millionen Dollar
Käufer: CharterBank, West Point, Georgia
Schaden für die FDIC: 123 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 56 (rot)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 8 (rot)
FDIC: CharterBank, West Point, Georgia, Assumes All of the Deposits of McIntosh Commercial Bank, Carrollton, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 203
Name: Key West Bank
Sitz: Key West, Florida
Assets: 88 Millionen Dollar
Käufer: Centennial Bank, Conway, Arkansas
Schaden für die FDIC: 23 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 161 (gelb)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 72 (rot)
FDIC: Centennial Bank, Conway, Arkansas, Assumes All of the Deposits of Key West Bank, Key West, Florida
US-Bankenpleite Nr. 204
Name: Unity National Bank
Sitz: Cartersville, Georgia
Assets: 292 Millionen Dollar
Käufer: Bank of the Ozarks, Little Rock, Arkansas
Schaden für die FDIC: 67 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 119 (orange)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 125 (rot)
FDIC: Bank of the Ozarks, Little Rock, Arkansas, Assumes All of the Deposits of Unity National Bank, Cartersville, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 205
Name: Desert Hills Bank
Sitz: Phoenix, Arizona
Assets: 497 Millionen Dollar
Käufer: New York Community Bank, Westbury, New York
Schaden für die FDIC: 107 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Treffer! Platz 152 (orange)
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 60 (rot)
FDIC: New York Community Bank, Westbury, New York, Assumes All of the Deposits of Desert Hills Bank, Phoenix, Arizona
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare
Musik zum Wochenende: Fanfarlo
Fanfarlo: The Walls Are Coming Down
(weiss nicht mehr, wo ich das gefunden habe ...)
Fanfarlo: The Walls Are Coming Down
(weiss nicht mehr, wo ich das gefunden habe ...)
Labels: diverses, Musik 2 Kommentare
Zahl des Tages (26.03.10): 1,8%
Heute gab es die dritte und letzte Veröffentlichung des US-BIPs für das vierte Quartal 2009.
Danach legte die Wirtschaft der USA im 4. Quartal um annualisiert 5,6% zu. Das war etwas schlechter als bei der ersten Veröffentlichung (5,7%) oder der zweiten (5,9%). Weil gleichzeitig auch die Schätzung des Preisanstiegs etwas reduziert wurde (von 2,1 auf 2,0%), war der Rückgang des Plus des Brutto-BIPs sogar etwas größer (+6,4% auf +6,1%).
Das mag jetzt wie ziemliche Detailfrickelei wirken, aber bereits bei den ersten Zahlen habe ich darauf hingewiesen, dass der Beitrag des Lagerbestands zum BIP-Wachstum extrem hoch war. Von den ursprünglich gemeldeten 5,7 blieben nach dem Lagerabzug nur 2,3% übrig (siehe US-BIP Q04/09: +5,7%) und bei 2,3% sind ein paar Promillepunkte weniger schon wichtig.
Aber es kommt noch schlechter: Der Einfluss der Lagerbestandsänderung hat sich sogar noch erhöht. Aus dem Wachstumsbeitrag von 3,38 Prozentpunkte in der ersten Schätzung sind nun sogar 3,79 Prozentpunkte geworden. Das BIP-Wachstum ohne diesen einen Parameter lag also nur bei
1,8%.
Zwar ist Wachstum aus einer Lagerbestandsänderung nicht "schlecht", es ist am Ende halt doch Wachstum. Außerdem ist der Effekt am Anfang eines Aufschwungs normal und war zu erwarten, denn in der Krise zogen die Lagerbestandsänderungen das BIP auch mehrfach kräftig nach unten. Aber es ist trotzdem ein rein zyklischer Effekt und keine Basis für ein nachhaltiges Wachstum. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn das Wachstum im Laufe des Jahres wieder deutlich schwächer würde und die 5,x ein einmaliger positiver Ausreißer bliebe.
Edward Harrison hat bei der ersten Veröffentlichung noch optimistisch darauf hingewiesen, dass der stützende Faktor für die Zukunft der wieder steigenden Einkommen der privaten Haushalte (Real disposable income) seien. Das war damals auch sehr richtig, weil ein deutliches Plus von 2,1% ausgewiesen wurde. Davon sind aber jetzt nur noch 1,0% übrig geblieben. Auch in dieser Hinsicht ist die dritte Veröffentlichung "unter der Haube" wesentlich schwächer als die erste. Das unterstützt die Vermutung, dass das Wachstum dieses Jahr nicht mehr mit 5% oder gar mehr gemeldet wird.
BEA.gov: Gross Domestic Product: Fourth Quarter 2009 (Third Estimate) and Corporate Profits, 4th quarter 2009
BEA.gov: Langversion BIP Q04/09 (PDF!)
Heute gab es die dritte und letzte Veröffentlichung des US-BIPs für das vierte Quartal 2009.
Danach legte die Wirtschaft der USA im 4. Quartal um annualisiert 5,6% zu. Das war etwas schlechter als bei der ersten Veröffentlichung (5,7%) oder der zweiten (5,9%). Weil gleichzeitig auch die Schätzung des Preisanstiegs etwas reduziert wurde (von 2,1 auf 2,0%), war der Rückgang des Plus des Brutto-BIPs sogar etwas größer (+6,4% auf +6,1%).
Das mag jetzt wie ziemliche Detailfrickelei wirken, aber bereits bei den ersten Zahlen habe ich darauf hingewiesen, dass der Beitrag des Lagerbestands zum BIP-Wachstum extrem hoch war. Von den ursprünglich gemeldeten 5,7 blieben nach dem Lagerabzug nur 2,3% übrig (siehe US-BIP Q04/09: +5,7%) und bei 2,3% sind ein paar Promillepunkte weniger schon wichtig.
Aber es kommt noch schlechter: Der Einfluss der Lagerbestandsänderung hat sich sogar noch erhöht. Aus dem Wachstumsbeitrag von 3,38 Prozentpunkte in der ersten Schätzung sind nun sogar 3,79 Prozentpunkte geworden. Das BIP-Wachstum ohne diesen einen Parameter lag also nur bei
1,8%.
Zwar ist Wachstum aus einer Lagerbestandsänderung nicht "schlecht", es ist am Ende halt doch Wachstum. Außerdem ist der Effekt am Anfang eines Aufschwungs normal und war zu erwarten, denn in der Krise zogen die Lagerbestandsänderungen das BIP auch mehrfach kräftig nach unten. Aber es ist trotzdem ein rein zyklischer Effekt und keine Basis für ein nachhaltiges Wachstum. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn das Wachstum im Laufe des Jahres wieder deutlich schwächer würde und die 5,x ein einmaliger positiver Ausreißer bliebe.
Edward Harrison hat bei der ersten Veröffentlichung noch optimistisch darauf hingewiesen, dass der stützende Faktor für die Zukunft der wieder steigenden Einkommen der privaten Haushalte (Real disposable income) seien. Das war damals auch sehr richtig, weil ein deutliches Plus von 2,1% ausgewiesen wurde. Davon sind aber jetzt nur noch 1,0% übrig geblieben. Auch in dieser Hinsicht ist die dritte Veröffentlichung "unter der Haube" wesentlich schwächer als die erste. Das unterstützt die Vermutung, dass das Wachstum dieses Jahr nicht mehr mit 5% oder gar mehr gemeldet wird.
BEA.gov: Gross Domestic Product: Fourth Quarter 2009 (Third Estimate) and Corporate Profits, 4th quarter 2009
BEA.gov: Langversion BIP Q04/09 (PDF!)
Labels: US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 1 Kommentare
Hypo Alpe Adria verbietet Nachrichtenmagazin News
Da bringt das österreichische Nachrichtenmagazin "News" einen kritischen Artikel zur Hypo Alpe Adria (HGAA) und schon klagt die Hypo Alpe Adria dagegen. Und zwar nicht nur, um eine Gegendarstellung zu erreichen oder ähnliches, sondern direkt um einen kompletten Vertriebsverbot zu erreichen.
Und die Hypo Alpe Adria bekommt sogar noch Recht!
Jetzt wüsste ich nur zu gerne, was denn so unglaublich Schlimmes im Artikel stand ...
Berichterstattung zu Hypo Alpe Adria verboten
Update (17:46):
News: Ein geheimer Blick in die Akte Hypo: Ex-Chef Kulterer und seine brisanten Aussagen
Da bringt das österreichische Nachrichtenmagazin "News" einen kritischen Artikel zur Hypo Alpe Adria (HGAA) und schon klagt die Hypo Alpe Adria dagegen. Und zwar nicht nur, um eine Gegendarstellung zu erreichen oder ähnliches, sondern direkt um einen kompletten Vertriebsverbot zu erreichen.
Und die Hypo Alpe Adria bekommt sogar noch Recht!
Jetzt wüsste ich nur zu gerne, was denn so unglaublich Schlimmes im Artikel stand ...
Berichterstattung zu Hypo Alpe Adria verboten
Update (17:46):
News: Ein geheimer Blick in die Akte Hypo: Ex-Chef Kulterer und seine brisanten Aussagen
Labels: bankenpleite, Freiheit, wirtschaft, österreich 0 Kommentare
EEG nur 10% runter?
Warten wir ab. Wahrscheinlich geht es eh nur darum, die Senkung um 16% so lange zu verzögern, bis sie angesichts des allgemeinen Preisverfalls niemandem mehr weh tut ... Weder den Herstellern der Fotovoltaik-Module, noch den Bauern, die sich wahrscheinlich schon (ansonsten leere) Scheunen bauen, nur um sich nachher eine Solaranlage auf's Dach bauen zu können ;-)
Handelsblatt: Bundesrat will Solarförderung weniger stark kürzen
Warten wir ab. Wahrscheinlich geht es eh nur darum, die Senkung um 16% so lange zu verzögern, bis sie angesichts des allgemeinen Preisverfalls niemandem mehr weh tut ... Weder den Herstellern der Fotovoltaik-Module, noch den Bauern, die sich wahrscheinlich schon (ansonsten leere) Scheunen bauen, nur um sich nachher eine Solaranlage auf's Dach bauen zu können ;-)
Handelsblatt: Bundesrat will Solarförderung weniger stark kürzen
Labels: deutschland, solarenergie, wirtschaft 1 Kommentare
Zahl des Tages (25.03.10): 9.500.000.000
Ja Dubai. Heute gab es einen entscheidenden Schritt (eigentlich schon gestern Nacht) bei der Lösung der Problem rund um Dubai World und der Baufirma Nakheel, die sich mit den riesigen Projekten in Dubai kräftig übernommen haben. Die Finanzierung immer größerer Projekte ging so lange gut, wie die Preise immer weiter stiegen. Aber mit dem Umkehr des Preistrends klappte auch wenige Monate später die Finanzierung zusammen.
Nun hat das Emirat Dubai dank der finanziellen Hilfe des Nachbaremirats Abu Dhabi einen Rettungsplan ausarbeiten können. Dieser sieht Hilfen für Dubai World und Nakheel vor. Die direkten Geldzusagen belaufen sich auf
9.500.000.000 (9,5) Mrd. Dollar.
Dubai World erhält 1,5 Mrd. Dollar, Nakheel 8 Mrd.
Aber das ist noch nicht das gesamte Volumen des Rettungspakets. Denn Dubai wandelt auch Schulden der beiden Firmen in Anteile um. Bei Dubai World sind es 8,9 Mrd. Dollar, bei Nakheel 1,2 Mrd. Dollar Schulden, die in Anteile umgewandelt werden. Da später auch die 8 Mrd. Cash an Nakheel in Anteile umgewandelt werden sollen, wird Nakheel danach eine 100%ige Tochter des Emirats Dubai sein und nicht mehr zu Dubai World gehören.
Die Schuldner der Anleihen müssen auch bluten. Zwar sollen diese wie vereinbart ihr Geld bekommen, allerdings wird die Rückzahlung verschoben. Die Meldungen sind hier etwas widersprüchlich, was die Zeitdauer angeht. Gestern war von 9 Jahren die Rede, im Handelsblatt stehen heute 5 bis 8 Jahre, aber auch das scheint nicht für alle Bonds zu gelten. Zumindest 2 Anleihen islamischen Typs von Nakheel, die dieses und nächstes Jahr fällig sind, sprangen von gut 60 auf etwa 80 (2011) bzw. fast 100 Punkte (2010er Anleihe). Diese werden also scheinbar wie geplant getilgt.
Die Märkte zeigten sich sehr zufrieden. Die Kosten für die Kreditausfallversicherungen auf die Schulden des Emirats sanken drastisch um 54 auf 369 Basispunkte. Auch der Aktienmarkt legte über 4% zu.
FTD: Märkte feiern Umbaupläne für Dubai World
FAZ: Dubai stützt Staatskonzern mit Finanzspritze
FT Alphaville: CDS report: Dubai, Greece push spreads tighter
Marketwatch: Dubai commits 95 Bln to Dubai World
Ja Dubai. Heute gab es einen entscheidenden Schritt (eigentlich schon gestern Nacht) bei der Lösung der Problem rund um Dubai World und der Baufirma Nakheel, die sich mit den riesigen Projekten in Dubai kräftig übernommen haben. Die Finanzierung immer größerer Projekte ging so lange gut, wie die Preise immer weiter stiegen. Aber mit dem Umkehr des Preistrends klappte auch wenige Monate später die Finanzierung zusammen.
Nun hat das Emirat Dubai dank der finanziellen Hilfe des Nachbaremirats Abu Dhabi einen Rettungsplan ausarbeiten können. Dieser sieht Hilfen für Dubai World und Nakheel vor. Die direkten Geldzusagen belaufen sich auf
9.500.000.000 (9,5) Mrd. Dollar.
Dubai World erhält 1,5 Mrd. Dollar, Nakheel 8 Mrd.
Aber das ist noch nicht das gesamte Volumen des Rettungspakets. Denn Dubai wandelt auch Schulden der beiden Firmen in Anteile um. Bei Dubai World sind es 8,9 Mrd. Dollar, bei Nakheel 1,2 Mrd. Dollar Schulden, die in Anteile umgewandelt werden. Da später auch die 8 Mrd. Cash an Nakheel in Anteile umgewandelt werden sollen, wird Nakheel danach eine 100%ige Tochter des Emirats Dubai sein und nicht mehr zu Dubai World gehören.
Die Schuldner der Anleihen müssen auch bluten. Zwar sollen diese wie vereinbart ihr Geld bekommen, allerdings wird die Rückzahlung verschoben. Die Meldungen sind hier etwas widersprüchlich, was die Zeitdauer angeht. Gestern war von 9 Jahren die Rede, im Handelsblatt stehen heute 5 bis 8 Jahre, aber auch das scheint nicht für alle Bonds zu gelten. Zumindest 2 Anleihen islamischen Typs von Nakheel, die dieses und nächstes Jahr fällig sind, sprangen von gut 60 auf etwa 80 (2011) bzw. fast 100 Punkte (2010er Anleihe). Diese werden also scheinbar wie geplant getilgt.
Die Märkte zeigten sich sehr zufrieden. Die Kosten für die Kreditausfallversicherungen auf die Schulden des Emirats sanken drastisch um 54 auf 369 Basispunkte. Auch der Aktienmarkt legte über 4% zu.
FTD: Märkte feiern Umbaupläne für Dubai World
FAZ: Dubai stützt Staatskonzern mit Finanzspritze
FT Alphaville: CDS report: Dubai, Greece push spreads tighter
Marketwatch: Dubai commits 95 Bln to Dubai World
Labels: dubai, staatspleite, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare
EZB schont Griechenland ...
Damit ist natürlich eigentlich schon erklärt, warum so entschieden wurde (es geht gar nicht anders, ansonsten gäbe es Kernschmelze). Es gibt auch noch einen weiteren Grund, der angeführt wurde: Bei der EZB müssen alle Mitgliedsländer gleich behandelt werden. Einem Land die Hinterlegung der eigenen Staatsanleihen zu verbieten, wäre also ein Verstoß gegen diese Grundregel. Naja, egal. Ist jetzt wie erwartet eh vom Tisch.
Marketwatch: ECB to extend looser collateral requirement beyond 2010
vgl auch GRIECHENLAND UND PORTUGAL VOR HERABSTUFUNG?
Update (15:44):
FTD: Trichet schafft Lex Griechenland
Damit ist natürlich eigentlich schon erklärt, warum so entschieden wurde (es geht gar nicht anders, ansonsten gäbe es Kernschmelze). Es gibt auch noch einen weiteren Grund, der angeführt wurde: Bei der EZB müssen alle Mitgliedsländer gleich behandelt werden. Einem Land die Hinterlegung der eigenen Staatsanleihen zu verbieten, wäre also ein Verstoß gegen diese Grundregel. Naja, egal. Ist jetzt wie erwartet eh vom Tisch.
Marketwatch: ECB to extend looser collateral requirement beyond 2010
vgl auch GRIECHENLAND UND PORTUGAL VOR HERABSTUFUNG?
Update (15:44):
FTD: Trichet schafft Lex Griechenland
Labels: bankenpleite, euro, europa, griechenland, staatspleite, wirtschaft 6 Kommentare
Zahl des Tages (24.03.10): 39.000.000.000.000
Es geht um ein Interview mit dem Insolvenzverwalter/Abwickler von Lehman Brothers, der größten Pleite ever.
Spannend darin schon allein die Aussage, dass sich nach Meinung vom Marsal eine solche Pleite jederzeit wiederholen könne. Aber nicht genug: Er bezeichnet eine Wiederholung sogar als höchstwahrscheinlich. Schluck. So klar hat das noch niemand gesagt, zumindest niemand, der es von innen beurteilen könnte.
Es wäre noch nichts Entscheidendes bei der Kontrolle passiert und es hätte auch noch niemand von den Aufsichtsbehörden nachgefragt, ob aus der Pleite irgendwelche Erkenntnisse gezogen werden könnten. Die Banken würden weiterhin mit viel zu wenig Eigenkapital ein viel zu großes Rad drehen.
Tjoah.
Auch sonst sind einige interessante Zahlen dabei. So sind die Schulden, die beim Insolvenzverwalter angemeldet wurden, überraschend gering. Sie liegen im Bereich von 200 bis 240 Milliarden Dollar, was bei ursprünglich eingegangenen Forderungen von etwa 1 Billionen Dollar oder der Bilanzsumme von etwa 700 Mrd. Dollar doch vergleichsweise wenig ist. Vieles seien Doppel- und Dreifachanmeldungen gewesen, bei der Hauptgesellschaft und einer oder mehrerer Töchter. Aus Deutschland sollen etwa 20 Mrd. Dollar stammen.
Aber zur Zahl des Tages:
Lehman soll Garantien (also die Haftung für Anleihen und Geschäfte unter anderem von Töchtern) im Gesamtwert von
39.000.000.000.000 (39 Billionen) Dollar
vergeben haben.
Ich glaube, besser kann man den Irrsinn nicht in Worte (oder Zahlen fassen). Mit einem Eigenkapital von weniger als 20 Milliarden Dollar werden Garantien in Höhe 39 Billionen vergeben, also etwa das Tausendfache. Unfassbar. Immer noch.
Ein Lob übrigens an das Handelsblatt, das einen zusammenfassenden Artikel und das Originalinterview veröffentlicht hat.
Handelsblatt: Lehman-Chef warnt vor weiteren großen Bankpleiten
Es geht um ein Interview mit dem Insolvenzverwalter/Abwickler von Lehman Brothers, der größten Pleite ever.
Spannend darin schon allein die Aussage, dass sich nach Meinung vom Marsal eine solche Pleite jederzeit wiederholen könne. Aber nicht genug: Er bezeichnet eine Wiederholung sogar als höchstwahrscheinlich. Schluck. So klar hat das noch niemand gesagt, zumindest niemand, der es von innen beurteilen könnte.
Es wäre noch nichts Entscheidendes bei der Kontrolle passiert und es hätte auch noch niemand von den Aufsichtsbehörden nachgefragt, ob aus der Pleite irgendwelche Erkenntnisse gezogen werden könnten. Die Banken würden weiterhin mit viel zu wenig Eigenkapital ein viel zu großes Rad drehen.
Tjoah.
Auch sonst sind einige interessante Zahlen dabei. So sind die Schulden, die beim Insolvenzverwalter angemeldet wurden, überraschend gering. Sie liegen im Bereich von 200 bis 240 Milliarden Dollar, was bei ursprünglich eingegangenen Forderungen von etwa 1 Billionen Dollar oder der Bilanzsumme von etwa 700 Mrd. Dollar doch vergleichsweise wenig ist. Vieles seien Doppel- und Dreifachanmeldungen gewesen, bei der Hauptgesellschaft und einer oder mehrerer Töchter. Aus Deutschland sollen etwa 20 Mrd. Dollar stammen.
Aber zur Zahl des Tages:
Lehman soll Garantien (also die Haftung für Anleihen und Geschäfte unter anderem von Töchtern) im Gesamtwert von
39.000.000.000.000 (39 Billionen) Dollar
vergeben haben.
Ich glaube, besser kann man den Irrsinn nicht in Worte (oder Zahlen fassen). Mit einem Eigenkapital von weniger als 20 Milliarden Dollar werden Garantien in Höhe 39 Billionen vergeben, also etwa das Tausendfache. Unfassbar. Immer noch.
Ein Lob übrigens an das Handelsblatt, das einen zusammenfassenden Artikel und das Originalinterview veröffentlicht hat.
Handelsblatt: Lehman-Chef warnt vor weiteren großen Bankpleiten
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft, zahldestages 5 Kommentare
EEG-Umlage für 2010 2,0 Cent/KWh nach 1,1 Cent
Leider hat die Tagesschau die Zahlen nicht aufgedröselt (mir ist nichtmal klar, wo die 2 Cent herkommen, ich finde die nämlich nicht im Schreiben des BMU) und es ist nicht klar, wie viel der 0,9 Cent auf die Fotovoltaik zurückgeht. Es wird ziemlich viel sein, was angesichts der weiterhin kleinen Menge Solarstroms umso erschreckender ist. Man sieht das auch am Durchschnittspreis pro Killowattstunde Strom aus regenerativen Quellen, der wieder gestiegen ist (13,30 Cent nach 12,25 in 2008), obwohl die Vergütung für alle einzelnen "Stromarten" (Wind, Solar, Biomasse, ...) gesunken sind, aber sich der Anteil von immer weiter von Wind auf Fotovoltaik verschiebt.
Eine grobe Herleitung: Die 6,2 Gigawattstunden, die aus der Fotovoltaik stammen, kosten mind. 40 Cent die KWh, Davon muss man 6,9 Cent pro KWh konventionellen Stroms abziehen. Windkraft hingegen bringt nur noch etwa 8 Cent. Allein dadurch ist klar, dass selbst große Mengen zusätzlicher Windenergie nicht mehr zu stark steigenden Kosten führen, aber kleine Menge an Solarstrom schon. Der große Teil der 0,9 Cent je KWh geht also direkt auf die Fotovoltaik zurück.
Der regenerative Energien machen inzwischen 10% des gesamten Energieverbrauchs aus. Im Teilbereich Strom stammen 16% aus regenerativen Quellen. Die Fotovoltaik springt 2009 erstmals über die 1% Marke (jaja, fantastischer Erfolg!). 2010 wird es übrigens auch ohne eine neue Anlage weiter nach oben gehen, weil ein großer Teil des Anlagen ja erst zum Ende des Jahres in Betrieb ging.
Auf der Habenseite stehen 300.000 Arbeitsplätze, davon knapp 80.000 in der Fotovoltaik. Darin sind allerdings auch die Arbeitsplätzen enthalten, die aus dem Export stammen, also eigentlich nicht direkt als Erfolg der deutschen Vergütung angerechnet werden können.
Tagesschau: Ökostrom gefragt wie nie - mehr zahlen müssen alle
Oder direkt von der Quelle: BMU: Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2009 (PDF!)
Update (22:17)
Die FAZ hat auch was dazu: FAZ: Höhere Kosten durch Öko-Energie Update (25.03.10): Wer schon immer wissen wollte, warum die CSU auf einmal Öko ist und gegen die Senkung der Einspeisevergütung ist. 40% der Solar-EEG-Gelder fließen nach Bayern, zum großen Teil an Landwirte ... FAZ: Bayerns Bauern verdienen gut am Solarstrom
Leider hat die Tagesschau die Zahlen nicht aufgedröselt (mir ist nichtmal klar, wo die 2 Cent herkommen, ich finde die nämlich nicht im Schreiben des BMU) und es ist nicht klar, wie viel der 0,9 Cent auf die Fotovoltaik zurückgeht. Es wird ziemlich viel sein, was angesichts der weiterhin kleinen Menge Solarstroms umso erschreckender ist. Man sieht das auch am Durchschnittspreis pro Killowattstunde Strom aus regenerativen Quellen, der wieder gestiegen ist (13,30 Cent nach 12,25 in 2008), obwohl die Vergütung für alle einzelnen "Stromarten" (Wind, Solar, Biomasse, ...) gesunken sind, aber sich der Anteil von immer weiter von Wind auf Fotovoltaik verschiebt.
Eine grobe Herleitung: Die 6,2 Gigawattstunden, die aus der Fotovoltaik stammen, kosten mind. 40 Cent die KWh, Davon muss man 6,9 Cent pro KWh konventionellen Stroms abziehen. Windkraft hingegen bringt nur noch etwa 8 Cent. Allein dadurch ist klar, dass selbst große Mengen zusätzlicher Windenergie nicht mehr zu stark steigenden Kosten führen, aber kleine Menge an Solarstrom schon. Der große Teil der 0,9 Cent je KWh geht also direkt auf die Fotovoltaik zurück.
Der regenerative Energien machen inzwischen 10% des gesamten Energieverbrauchs aus. Im Teilbereich Strom stammen 16% aus regenerativen Quellen. Die Fotovoltaik springt 2009 erstmals über die 1% Marke (jaja, fantastischer Erfolg!). 2010 wird es übrigens auch ohne eine neue Anlage weiter nach oben gehen, weil ein großer Teil des Anlagen ja erst zum Ende des Jahres in Betrieb ging.
Auf der Habenseite stehen 300.000 Arbeitsplätze, davon knapp 80.000 in der Fotovoltaik. Darin sind allerdings auch die Arbeitsplätzen enthalten, die aus dem Export stammen, also eigentlich nicht direkt als Erfolg der deutschen Vergütung angerechnet werden können.
Tagesschau: Ökostrom gefragt wie nie - mehr zahlen müssen alle
Oder direkt von der Quelle: BMU: Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2009 (PDF!)
Update (22:17)
Die FAZ hat auch was dazu: FAZ: Höhere Kosten durch Öko-Energie Update (25.03.10): Wer schon immer wissen wollte, warum die CSU auf einmal Öko ist und gegen die Senkung der Einspeisevergütung ist. 40% der Solar-EEG-Gelder fließen nach Bayern, zum großen Teil an Landwirte ... FAZ: Bayerns Bauern verdienen gut am Solarstrom
Labels: deutschland, politik, solarenergie, wirtschaft 4 Kommentare
Lesetipp zu Bubble Machine Goldman Sachs
Dieser fasst den Ursprungsartikel nicht nur gut zusammen, sondern ergänzt ihn noch mit einigen Anmerkungen und Kritikpunkten. Der Artikel lohnt sich daher auch für alle, die das Original damals verschlungen haben, aber natürlich erst recht für alle, denen das Original zu lang und/oder Englisch war:
Herdentrieb: Goldman Sachs, die “Bubble Machine”
Und wem der Ursprungsartikel nicht zu Englisch und/oder lang war, den kann ich noch schnell noch auf ein Buch zum Thema hinweisen, das
Amazon: 13 Bankers: The Wall Street Takeover and the Next Financial Meltdown
Disclaimer: Ich bekomme wie immer knapp 98% des Verkaufspreises als Provision von Amazon und werde das Geld sinnlos verprassen.
Dieser fasst den Ursprungsartikel nicht nur gut zusammen, sondern ergänzt ihn noch mit einigen Anmerkungen und Kritikpunkten. Der Artikel lohnt sich daher auch für alle, die das Original damals verschlungen haben, aber natürlich erst recht für alle, denen das Original zu lang und/oder Englisch war:
Herdentrieb: Goldman Sachs, die “Bubble Machine”
Und wem der Ursprungsartikel nicht zu Englisch und/oder lang war, den kann ich noch schnell noch auf ein Buch zum Thema hinweisen, das
Amazon: 13 Bankers: The Wall Street Takeover and the Next Financial Meltdown
Disclaimer: Ich bekomme wie immer knapp 98% des Verkaufspreises als Provision von Amazon und werde das Geld sinnlos verprassen.
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Fitch senkt Rating von Portugal
Heute senkt die kleinste der drei Ratingagenturen Fitch das Rating von Portugal um eine Stufe von AA auf AA- (vierthöchste Stufe nach AAA,AA+ und AA). Der Ausblick bleibt auch nach der Herabstufung auf negativ.
Hmm, dem Euro tut das heute nicht gut ... 1,33irgendwas zum Dollar, über 1% Minus zum Vortag, ein neues Jahrestief zum Dollar und sogar ein Allzeittief zum Schweizer Franken.
Mal schauen, was die CDS auf die anderen PIGS heute so machen ... Da dürfte wieder kräftig Unsicherheit in den Markt zurückkehren und auch Griechenland und Spanien unter Druck geraten.
FT Alphaville: Speaking of Portugal and sovereign risk: a downgrade
Update (12:27):
Wer etwas mehr über den Vergleich Griechenland - Portugal lesen möchte, für den hat FT Alphaville heute morgen (scheinbar in weiser Voraussicht) einen schönen Artikel zusammengestellt:
FT Alphaville: Portugal vs Greece on sovereign risk
Update (13:30)
Die Fitchmeldung gibt's übrigens hier, allerdings nur für angemeldete Nutzer (kostet aber nix):
Fitch: Fitch Downgrades Portugal to 'AA-'; Outlook Negative
Update (22:32):
Die CDS von Portugal gingen übrigens leicht nach oben. Aber nicht dramatisch, denn am Nachmittag ging das Plus wieder deutlich zurück. Im Chart ist kein Peak zu erkennen ...
Heute senkt die kleinste der drei Ratingagenturen Fitch das Rating von Portugal um eine Stufe von AA auf AA- (vierthöchste Stufe nach AAA,AA+ und AA). Der Ausblick bleibt auch nach der Herabstufung auf negativ.
Hmm, dem Euro tut das heute nicht gut ... 1,33irgendwas zum Dollar, über 1% Minus zum Vortag, ein neues Jahrestief zum Dollar und sogar ein Allzeittief zum Schweizer Franken.
Mal schauen, was die CDS auf die anderen PIGS heute so machen ... Da dürfte wieder kräftig Unsicherheit in den Markt zurückkehren und auch Griechenland und Spanien unter Druck geraten.
FT Alphaville: Speaking of Portugal and sovereign risk: a downgrade
Update (12:27):
Wer etwas mehr über den Vergleich Griechenland - Portugal lesen möchte, für den hat FT Alphaville heute morgen (scheinbar in weiser Voraussicht) einen schönen Artikel zusammengestellt:
FT Alphaville: Portugal vs Greece on sovereign risk
Update (13:30)
Die Fitchmeldung gibt's übrigens hier, allerdings nur für angemeldete Nutzer (kostet aber nix):
Fitch: Fitch Downgrades Portugal to 'AA-'; Outlook Negative
Update (22:32):
Die CDS von Portugal gingen übrigens leicht nach oben. Aber nicht dramatisch, denn am Nachmittag ging das Plus wieder deutlich zurück. Im Chart ist kein Peak zu erkennen ...
Griechenlandhilfe nur mit IWF
Die Rettungsaktionen von Ländern nicht ausschließlich in die Hände der Europäer zu legen, sondern den IWF dazuzuziehen, der ja in solchen Dingen Erfahrung hat, halte ich für sehr sinnvoll. Außerdem halte ich fast alles für sinnvoll, was außerhalb der ziemlich unfähigen europäischen Institutionen entschieden wird ...
Spiegel: Merkel vor Sieg im Griechenland-Poker
Die Frage, warum nicht einfach der IWF dazugezogen wird, haben sich auf der anderen Seite des Atlantiks sowieso schon viele. Allerdings nicht nur dort, auch hier gab es doch einige, die das von Anfang für einen sinnvollen Weg gehalten haben. Wieso die Griechen zwischendurch mit der Lösung "gedroht" haben, konnte ich nicht nachvollziehen. Das war einer der verwirrenderen Aussagen aus Griechenland. Neben der Idee, Hilfe aus China zu holen und der Aussage, dass man eigentlich gar keine Hilfe benötige. Wenn ich hier über Merkel und die scheinbar täglichen neuen Ideen gemeckert habe (wobei ich die Lösung, die sich jetzt abzeichnet, durchaus begrüße), waren die Reaktionen aus Griechenland an Wirrheit kaum zu übertreffen.
Eigentlich nur noch durch sowas: Deine tägliche Dosis Verschwörungstheorie für heute:
The Bilderbergers, Greece and the IMF: is an EU investigation required?
Update (23.03.10):
Beim Herdentrieb finden sie die Lösung schlecht. Sogar als schlechteste von allen:
Herdentrieb: Kohls Mädchen auf Abwegen
Die Rettungsaktionen von Ländern nicht ausschließlich in die Hände der Europäer zu legen, sondern den IWF dazuzuziehen, der ja in solchen Dingen Erfahrung hat, halte ich für sehr sinnvoll. Außerdem halte ich fast alles für sinnvoll, was außerhalb der ziemlich unfähigen europäischen Institutionen entschieden wird ...
Spiegel: Merkel vor Sieg im Griechenland-Poker
Die Frage, warum nicht einfach der IWF dazugezogen wird, haben sich auf der anderen Seite des Atlantiks sowieso schon viele. Allerdings nicht nur dort, auch hier gab es doch einige, die das von Anfang für einen sinnvollen Weg gehalten haben. Wieso die Griechen zwischendurch mit der Lösung "gedroht" haben, konnte ich nicht nachvollziehen. Das war einer der verwirrenderen Aussagen aus Griechenland. Neben der Idee, Hilfe aus China zu holen und der Aussage, dass man eigentlich gar keine Hilfe benötige. Wenn ich hier über Merkel und die scheinbar täglichen neuen Ideen gemeckert habe (wobei ich die Lösung, die sich jetzt abzeichnet, durchaus begrüße), waren die Reaktionen aus Griechenland an Wirrheit kaum zu übertreffen.
Eigentlich nur noch durch sowas: Deine tägliche Dosis Verschwörungstheorie für heute:
The Bilderbergers, Greece and the IMF: is an EU investigation required?
Update (23.03.10):
Beim Herdentrieb finden sie die Lösung schlecht. Sogar als schlechteste von allen:
Herdentrieb: Kohls Mädchen auf Abwegen
Labels: euro, europa, griechenland, politik, staatspleite 4 Kommentare
Zahl des Tages (23.03.10): 8,6
Heute gab es die neben dem Case-Shiller-Index wichtigste Zahl vom US-Immobilienmarkt (Case-Shiller kommt am Freitag): Der Anzahl der Verkäufe von existierenden Immobilien. Diese macht den mit Abstand größten Anteil an den Hausverkäufen in den USA aus (Die Anzahl der Verkäufe von neuen Immobilien liegt nur bei ganz grob einem Zehntel).
Die Zahlen für den Februar waren eher schwach. Es wurden 5,02 (annualisiert) umgesetzt. Das waren 0,6% weniger als im Januar, allerdings 7% mehr als im Februar 2009. Die Schwäche lässt sich zum Teil mit den Winterstürmen im Februar erklären, allerdings auch nur zum Teil, denn zwei der wichtigsten Märkte (Florida, Kalifornien) waren davon ja nicht betroffen. Außerdem waren die vom Schneesturm betroffenen Regionen Nordosten und mittlerer Westen die einzigen beiden Regionen, die einen Zuwachs zu verzeichnen hatten. Mit der Erklärung betreibt die NAR (National Association of Realtors, also der Immobilienmaklerverband) die für eine Branchenvertretung übliche Schönfärberei.
Der wirkliche Schwachpunkt der Februarzahlen ist der Lagerbestand. Dieser stieg von Ende Januar bis Ende Februar um 9,5% auf jetzt 3,59 Millionen Einheiten. Damit hat sich der wichtigste Indikator, der Lagerbestand in Monatsumsätzen, deutlich von 7,8 auf
8,6 Monate
verschlechtert.
Der Anstieg hat nun schon wieder fast die Hälfte der Abwärtsbewegung wieder zunichte gemacht (es ging von gut 11 auf 7 Monate nach unten).
Ein Teil des Anstiegs lässt sich durch die Tatsache erklären, dass die Lagerbestände nicht saisonbereinigt sind, die Verkäufe aber schon. Da die Umsätze in der ersten Jahreshälfte steigen, können auch die Lagerbestände steigen, ohne dass sich die Monatszahl verschlechtert. Wenn denn beide Zahlen um den saisonalen Einfluss bereinigt würden (oder beide nicht). Verzerrend ist die Berechnung dann, wenn die eine Zahl bereinigt wird und die andere nicht, so wie es jetzt der Fall ist.
Negativ muss man anmerken, dass die Lagerbestände wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit zeigen. Denn es gibt weiterhin jede Menge Häuser, die von den schon insolventen Ex-Besitzern weiter bewohnt werden, solange sie der Bank eine kleine Miete zahlen, und - noch wichtiger - die Steuern und Heizkosten übernehmen und das Haus in Schuss halten. Auch ist es für die Preise der Immobilien in der Nähe besser, wenn nicht die gesamte Nachbarschaft leer steht ...
Die Schwäche des Markts kann übrigens nicht auf die Erstkäufer, die ja als einzige die Steuergutschrift kassieren können, zurückgeführt werden. Die Erstkäufer machen weiterhin über 40% (im Februar 42%) der Käufer aus (und das ist mehr als in Normalzeiten).
Calculated Rsik: Existing Home Sales Decline in February
oder direkt von der Quelle: NAR: February Existing-Home Sales Ease with Mixed Conditions Around the Country
Update (17:23)
Wie immer auch noch der Hinweis auf das zweite Posting bei Calculated Risk mit noch ein paar schönen Grafiken:
More on Existing Home Sales and Inventory
Heute gab es die neben dem Case-Shiller-Index wichtigste Zahl vom US-Immobilienmarkt (Case-Shiller kommt am Freitag): Der Anzahl der Verkäufe von existierenden Immobilien. Diese macht den mit Abstand größten Anteil an den Hausverkäufen in den USA aus (Die Anzahl der Verkäufe von neuen Immobilien liegt nur bei ganz grob einem Zehntel).
Die Zahlen für den Februar waren eher schwach. Es wurden 5,02 (annualisiert) umgesetzt. Das waren 0,6% weniger als im Januar, allerdings 7% mehr als im Februar 2009. Die Schwäche lässt sich zum Teil mit den Winterstürmen im Februar erklären, allerdings auch nur zum Teil, denn zwei der wichtigsten Märkte (Florida, Kalifornien) waren davon ja nicht betroffen. Außerdem waren die vom Schneesturm betroffenen Regionen Nordosten und mittlerer Westen die einzigen beiden Regionen, die einen Zuwachs zu verzeichnen hatten. Mit der Erklärung betreibt die NAR (National Association of Realtors, also der Immobilienmaklerverband) die für eine Branchenvertretung übliche Schönfärberei.
Der wirkliche Schwachpunkt der Februarzahlen ist der Lagerbestand. Dieser stieg von Ende Januar bis Ende Februar um 9,5% auf jetzt 3,59 Millionen Einheiten. Damit hat sich der wichtigste Indikator, der Lagerbestand in Monatsumsätzen, deutlich von 7,8 auf
8,6 Monate
verschlechtert.
Der Anstieg hat nun schon wieder fast die Hälfte der Abwärtsbewegung wieder zunichte gemacht (es ging von gut 11 auf 7 Monate nach unten).
Ein Teil des Anstiegs lässt sich durch die Tatsache erklären, dass die Lagerbestände nicht saisonbereinigt sind, die Verkäufe aber schon. Da die Umsätze in der ersten Jahreshälfte steigen, können auch die Lagerbestände steigen, ohne dass sich die Monatszahl verschlechtert. Wenn denn beide Zahlen um den saisonalen Einfluss bereinigt würden (oder beide nicht). Verzerrend ist die Berechnung dann, wenn die eine Zahl bereinigt wird und die andere nicht, so wie es jetzt der Fall ist.
Negativ muss man anmerken, dass die Lagerbestände wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit zeigen. Denn es gibt weiterhin jede Menge Häuser, die von den schon insolventen Ex-Besitzern weiter bewohnt werden, solange sie der Bank eine kleine Miete zahlen, und - noch wichtiger - die Steuern und Heizkosten übernehmen und das Haus in Schuss halten. Auch ist es für die Preise der Immobilien in der Nähe besser, wenn nicht die gesamte Nachbarschaft leer steht ...
Die Schwäche des Markts kann übrigens nicht auf die Erstkäufer, die ja als einzige die Steuergutschrift kassieren können, zurückgeführt werden. Die Erstkäufer machen weiterhin über 40% (im Februar 42%) der Käufer aus (und das ist mehr als in Normalzeiten).
Calculated Rsik: Existing Home Sales Decline in February
oder direkt von der Quelle: NAR: February Existing-Home Sales Ease with Mixed Conditions Around the Country
Update (17:23)
Wie immer auch noch der Hinweis auf das zweite Posting bei Calculated Risk mit noch ein paar schönen Grafiken:
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Zahl des Tages (22.03.10): -8.900.000.000
Ich habe schon an mehreren Stellen geschrieben, dass ich diese Meinung nicht teile. Denn es ist ziemlich schwierig zu sagen, ob die Griechen die Löhne zu stark (+32% von 2001- 2008) oder die Deutschen zu wenig (+3,x%) erhöht haben. An was will man das festmachen?
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, die Frage ist nur wo.
Einen IMHO guten Anhaltspunkt liefert die Außenhandelsbilanz der Eurozone. Denn hier zeigt sich, ob die Eurozone wettbewerbsfähig ist oder nicht. Und hier bieten die Januardaten ein wenig eindeutiges Bild. Die Handelsbilanz ist nämlich negativ. Zwar war das Loch im Januar 2010 mit
8.900.000.000 (8,9 Milliarden) Euro
nicht sonderlich groß, aber es ist halt ein Minus.
Wenn nun so getan wird, als sei Deutschland Schuld, dass die Griechen nach 30% Lohnerhöhung und einem äußerst komfortables Rentensystem an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit geraten sind, komme ich da nicht ganz mit. Auch wenn nun gefordert wird, Deutschland solle seine Löhne erhöhen, um damit den Griechen quasi eine Chance zu geben, ist das im Hinblick auf das Handelsbilanzminus an den Grenzen der Eurozone eine ziemlich gewagte Forderung. Soll am Ende etwa der Euro als Nachfolger der Drachme oder der Lira in die Geschichte eingehen?
Eurostat: Euro area external trade deficit 8.9 bn euro
Update (23.03.10):
Zahlen popahlen:
Ich habe schon an mehreren Stellen geschrieben, dass ich diese Meinung nicht teile. Denn es ist ziemlich schwierig zu sagen, ob die Griechen die Löhne zu stark (+32% von 2001- 2008) oder die Deutschen zu wenig (+3,x%) erhöht haben. An was will man das festmachen?
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, die Frage ist nur wo.
Einen IMHO guten Anhaltspunkt liefert die Außenhandelsbilanz der Eurozone. Denn hier zeigt sich, ob die Eurozone wettbewerbsfähig ist oder nicht. Und hier bieten die Januardaten ein wenig eindeutiges Bild. Die Handelsbilanz ist nämlich negativ. Zwar war das Loch im Januar 2010 mit
8.900.000.000 (8,9 Milliarden) Euro
nicht sonderlich groß, aber es ist halt ein Minus.
Wenn nun so getan wird, als sei Deutschland Schuld, dass die Griechen nach 30% Lohnerhöhung und einem äußerst komfortables Rentensystem an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit geraten sind, komme ich da nicht ganz mit. Auch wenn nun gefordert wird, Deutschland solle seine Löhne erhöhen, um damit den Griechen quasi eine Chance zu geben, ist das im Hinblick auf das Handelsbilanzminus an den Grenzen der Eurozone eine ziemlich gewagte Forderung. Soll am Ende etwa der Euro als Nachfolger der Drachme oder der Lira in die Geschichte eingehen?
Eurostat: Euro area external trade deficit 8.9 bn euro
Update (23.03.10):
Zahlen popahlen:
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Ein kleines Quiz ...
Was ist das? (kleiner Tipp: Berge ich nicht die richtige Antwort. Es steckt etwas mehr dahinter)
Nach der Zahl des Tages kläre ich auf. Viel Spaß.
Update (23:55):
Auflösung: Es ist der DAX mit Doppeltop 2000 und 2008.
Auf der Website des Fotografen/Photoshoplers gibt es noch ein paar andere, u.a. die NASDAQ oder (sicherlich auch beliebt) Lehman ...
Michael Najjar
Gefunden bei Kottke.org: Mountain ranges as stock market infographics
Was ist das? (kleiner Tipp: Berge ich nicht die richtige Antwort. Es steckt etwas mehr dahinter)
Nach der Zahl des Tages kläre ich auf. Viel Spaß.
Update (23:55):
Auflösung: Es ist der DAX mit Doppeltop 2000 und 2008.
Auf der Website des Fotografen/Photoshoplers gibt es noch ein paar andere, u.a. die NASDAQ oder (sicherlich auch beliebt) Lehman ...
Michael Najjar
Gefunden bei Kottke.org: Mountain ranges as stock market infographics
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FDIC verkauft Anleihenpaket für 1,8 Mrd. $
Diese ganzen problematischen Papiere will die FDIC natürlich eigentlich gar nicht haben und versucht jetzt, diese zu verkaufen.
Das erste Paket konnte die FDIC jetzt losgeschlagen. Dabei erlöste die FDIC 1,8 Milliarden Dollar. Das hört sich erstmal gut an. Wenn ich die Pressemitteilung richtig verstehe, lag der ursprüngliche Wert der Papiere aber bei 3,6 Milliarden. Man kann also schön sehen, dass die Verluste bei diesen hypothekenbesicherten Papieren nicht das Ergebnis böser Shortseller-Attacken waren, sondern scheinbar so fundiert, dass sich auch 2010 kein Käufer findet, der mehr als die Hälfte des Nennwerts bezahlen möchte.
FDIC: FDIC Closes on Sale of $1.8 Billion of Notes Backed by Mortgage-Backed Securities
(Das sollte eigentlich eine Zahl des Tages werden, aber die noch länger in der Queue zu lassen, macht wenig Sinn und bevor die ganz vergessen wird, mach ich lieber schnell einen Artikel dazu ...)
Diese ganzen problematischen Papiere will die FDIC natürlich eigentlich gar nicht haben und versucht jetzt, diese zu verkaufen.
Das erste Paket konnte die FDIC jetzt losgeschlagen. Dabei erlöste die FDIC 1,8 Milliarden Dollar. Das hört sich erstmal gut an. Wenn ich die Pressemitteilung richtig verstehe, lag der ursprüngliche Wert der Papiere aber bei 3,6 Milliarden. Man kann also schön sehen, dass die Verluste bei diesen hypothekenbesicherten Papieren nicht das Ergebnis böser Shortseller-Attacken waren, sondern scheinbar so fundiert, dass sich auch 2010 kein Käufer findet, der mehr als die Hälfte des Nennwerts bezahlen möchte.
FDIC: FDIC Closes on Sale of $1.8 Billion of Notes Backed by Mortgage-Backed Securities
(Das sollte eigentlich eine Zahl des Tages werden, aber die noch länger in der Queue zu lassen, macht wenig Sinn und bevor die ganz vergessen wird, mach ich lieber schnell einen Artikel dazu ...)
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Credit Suisse verbietet Reisen nach Deutschland?!?
Hintergrund ist natürlich die CD mit den Daten von 1.100 Kunden der Credit Suisse, die die Steuerverwaltung Nordrhein-Westfalens gekauft hat. Das Volumen der Guthaben dieser 1.100 Kunden soll übrigens 1,2 Milliarden Euro betragen. Das muss natürlich nicht alles illegal in die Schweiz gekommen sein, aber der Anteil des hinterzogenen Gelds wird schon spürbar sein.
FAZ: Gegen 1100 mutmaßliche Steuersünder wird ermittelt
Tagesschau: 1100 Verfahren wegen Steuerhinterziehung
Hintergrund ist natürlich die CD mit den Daten von 1.100 Kunden der Credit Suisse, die die Steuerverwaltung Nordrhein-Westfalens gekauft hat. Das Volumen der Guthaben dieser 1.100 Kunden soll übrigens 1,2 Milliarden Euro betragen. Das muss natürlich nicht alles illegal in die Schweiz gekommen sein, aber der Anteil des hinterzogenen Gelds wird schon spürbar sein.
FAZ: Gegen 1100 mutmaßliche Steuersünder wird ermittelt
Tagesschau: 1100 Verfahren wegen Steuerhinterziehung
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Zahl des Tages (21.03.10): 3.000.000.000.000
Ich schicke heute mal den Disclaimer vorweg. Es ist eine Worst Case Szenario. Es gibt Schätzungen, die viel niedriger liegen. Aber der Reihe nach.
Ich habe es zwar vorgehabt, aber glaube ich nie was dazu geschrieben:
Es gibt schon länger jede Menge Berechnungen, wie groß und tief die Löcher in den amerikanischen Pensionskassen sind. Eine aktuelle Studie kam im Februar und errechnete ein Loch von 1 Billionen Dollar:
Mish's Global Economic Analysis: PEW Study Shows Trillion Dollar State Pension Gap; Can Anything Be Done?
Bereits im letzten Herbst kam eine Studie auf 1,2 Billionen Dollar Pensionslücke:
ZAHL DES TAGES (12.10.09): 1.000.000.000.000
In der letzten Woche wurde eine weitere Zahl in die Diskussion geworfen. In einem Artikel des Institutional Investors wurde die Lücke auf
3.000.000.000.000 (3 Billionen) Dollar
geschätzt.
Dabei wird die Kernlücke auf etwa 2 Billionen Dollar beziffert. Dazu kommen noch etwa 1 Billionen Dollar an zusätzlichen Verpflichtungen vor allem aus der Gesundheitsvorsorge der ehemaligen Mitarbeiter.
Institutional Investor: Trillion-Dollar Pension Crisis Looms Large Over America
Ob die Zahlen realistischer sind als die offiziell genannten 500 Mrd. Dollar kann man als Laie natürlich abschließend nicht beurteilen. Aber allein die Renditeannahmen von durchschnittlich 8 Prozent in den Pensionskassen lässt an den offiziellen Zahlen berechtigte Zweifel aufkommen.
Wer sich für die Herleitung interessiert, kann sich den Artikel gerne selber durchlesen. Interessanter finde ich ehrlich gesagt die Beispiele für Pensionsverpflichtungen, wie sie im extremsten Fall bei General Motors üblich waren. Aber auch einige Bundesstaaten waren nicht schlecht. So war es möglich, mit 49 in Pension zu gehen und während der Arbeitszeit mit 124.000 Dollar Zahlungen in die Pensionskasse Ansprüche von 3,3 Millionen plus 500.000 Gesundheitsvorsorge erworben zu haben. Woppah. Da fiel mir direkt Griechenland ein ...
Ich schicke heute mal den Disclaimer vorweg. Es ist eine Worst Case Szenario. Es gibt Schätzungen, die viel niedriger liegen. Aber der Reihe nach.
Ich habe es zwar vorgehabt, aber glaube ich nie was dazu geschrieben:
Es gibt schon länger jede Menge Berechnungen, wie groß und tief die Löcher in den amerikanischen Pensionskassen sind. Eine aktuelle Studie kam im Februar und errechnete ein Loch von 1 Billionen Dollar:
Mish's Global Economic Analysis: PEW Study Shows Trillion Dollar State Pension Gap; Can Anything Be Done?
Bereits im letzten Herbst kam eine Studie auf 1,2 Billionen Dollar Pensionslücke:
ZAHL DES TAGES (12.10.09): 1.000.000.000.000
In der letzten Woche wurde eine weitere Zahl in die Diskussion geworfen. In einem Artikel des Institutional Investors wurde die Lücke auf
3.000.000.000.000 (3 Billionen) Dollar
geschätzt.
Dabei wird die Kernlücke auf etwa 2 Billionen Dollar beziffert. Dazu kommen noch etwa 1 Billionen Dollar an zusätzlichen Verpflichtungen vor allem aus der Gesundheitsvorsorge der ehemaligen Mitarbeiter.
Institutional Investor: Trillion-Dollar Pension Crisis Looms Large Over America
Ob die Zahlen realistischer sind als die offiziell genannten 500 Mrd. Dollar kann man als Laie natürlich abschließend nicht beurteilen. Aber allein die Renditeannahmen von durchschnittlich 8 Prozent in den Pensionskassen lässt an den offiziellen Zahlen berechtigte Zweifel aufkommen.
Wer sich für die Herleitung interessiert, kann sich den Artikel gerne selber durchlesen. Interessanter finde ich ehrlich gesagt die Beispiele für Pensionsverpflichtungen, wie sie im extremsten Fall bei General Motors üblich waren. Aber auch einige Bundesstaaten waren nicht schlecht. So war es möglich, mit 49 in Pension zu gehen und während der Arbeitszeit mit 124.000 Dollar Zahlungen in die Pensionskasse Ansprüche von 3,3 Millionen plus 500.000 Gesundheitsvorsorge erworben zu haben. Woppah. Da fiel mir direkt Griechenland ein ...
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Jon Stewart zu Neuregulierung des Finanzsektors - In Dodd we Trust
| The Daily Show With Jon Stewart | Mon - Thurs 11p / 10c | |||
| In Dodd We Trust | ||||
| www.thedailyshow.com | ||||
| ||||
gefunden bei
Each Trading Day: Jon Stewart – The Daily Show Video
| The Daily Show With Jon Stewart | Mon - Thurs 11p / 10c | |||
| In Dodd We Trust | ||||
| www.thedailyshow.com | ||||
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Each Trading Day: Jon Stewart – The Daily Show Video
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Zahl des Tages (20.03.10): 201
Interessant, dass für die größte mit 1,6 Milliarden Assets kein Käufer gefunden werden konnte und die FDIC die Guthaben (natürlich nur bis zur versicherten Obergrenze) auszahlt und die Bank schließt. Überraschend auch, dass die Todesliste die Bank nicht hatte (was an sich schon selten ist) und trotzdem fast 40% der Assets als zu deckende Lücke für die FDIC übrig bleiben.
US-Bankenpleite Nr. 195
Name: American National Bank
Sitz: Parma, Ohio
Assets: 70 Millionen Dollar
Käufer: Centennial Bank, Conway, Arkansas
Schaden für die FDIC: 17 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 253 (rot)
FDIC: The National Bank and Trust Company, Wilmington, Ohio, Assumes All of the Deposits of American National Bank, Parma, Ohio
US-Bankenpleite Nr. 196
Name: Century Security Bank
Sitz: Duluth, Georgia
Assets: 82 Millionen Dollar
Käufer: Bank of Upson, Thomaston, Georgia
Schaden für die FDIC: 30 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 16 (rot)
FDIC: Bank of Upson, Thomaston, Georgia, Assumes All of the Deposits of Century Security Bank, Duluth, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 197
Name: Advanta Bank Corp.
Sitz: Draper, Utah
Assets: 1,6 Milliarden Dollar
Käufer: niemand, die FDIC zahlt die Guthaben aus
Schaden für die FDIC: 636 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Kein Treffer!
FDIC: FDIC Approves the Payout of the Insured Deposits of Advanta Bank Corp., Draper, Utah
US-Bankenpleite Nr. 198
Name: Appalachian Community Bank
Sitz: Ellijay, Georgia
Assets: 1,01 Milliarden Dollar
Käufer: Community & Southern Bank, Carrollton, Georgia
Schaden für die FDIC: 419 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 33 (rot)
FDIC: Community & Southern Bank, Carrollton, Georgia, Assumes All of the Deposits of Appalachian Community Bank, Ellijay, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 199
Name: Bank of Hiawassee
Sitz: Hiawassee, Georgia
Assets: 378 Millionen Dollar
Käufer: Citizens South Bank, Gastonia, North Carolina
Schaden für die FDIC: 138 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 53 (rot)
FDIC: Citizens South Bank, Gastonia, North Carolina, Assumes All of the Deposits of Bank of Hiawassee, Hiawassee, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 200
Name: First Lowndes Bank
Sitz: Fort Deposit, Alabama
Assets: 137 Millionen Dollar
Käufer: First Citizens Bank, Luverne, Alabama
Schaden für die FDIC: 38 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 200 (rot)
FDIC: First Citizens Bank, Luverne, Alabama, Assumes All of the Deposits of First Lowndes Bank, Fort Deposit, Alabama
US-Bankenpleite Nr. 201
Name: State Bank of Aurora
Sitz: Aurora, Minnesota
Assets: 28 Millionen Dollar
Käufer: Northern State Bank, Ashland, Wisconsin
Schaden für die FDIC: 4 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 146 (rot)
FDIC: Northern State Bank, Ashland, Wisconsin, Assumes All of the Deposits of State Bank of Aurora, Aurora, Minnesota
Interessant, dass für die größte mit 1,6 Milliarden Assets kein Käufer gefunden werden konnte und die FDIC die Guthaben (natürlich nur bis zur versicherten Obergrenze) auszahlt und die Bank schließt. Überraschend auch, dass die Todesliste die Bank nicht hatte (was an sich schon selten ist) und trotzdem fast 40% der Assets als zu deckende Lücke für die FDIC übrig bleiben.
US-Bankenpleite Nr. 195
Name: American National Bank
Sitz: Parma, Ohio
Assets: 70 Millionen Dollar
Käufer: Centennial Bank, Conway, Arkansas
Schaden für die FDIC: 17 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 253 (rot)
FDIC: The National Bank and Trust Company, Wilmington, Ohio, Assumes All of the Deposits of American National Bank, Parma, Ohio
US-Bankenpleite Nr. 196
Name: Century Security Bank
Sitz: Duluth, Georgia
Assets: 82 Millionen Dollar
Käufer: Bank of Upson, Thomaston, Georgia
Schaden für die FDIC: 30 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 16 (rot)
FDIC: Bank of Upson, Thomaston, Georgia, Assumes All of the Deposits of Century Security Bank, Duluth, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 197
Name: Advanta Bank Corp.
Sitz: Draper, Utah
Assets: 1,6 Milliarden Dollar
Käufer: niemand, die FDIC zahlt die Guthaben aus
Schaden für die FDIC: 636 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Kein Treffer!
FDIC: FDIC Approves the Payout of the Insured Deposits of Advanta Bank Corp., Draper, Utah
US-Bankenpleite Nr. 198
Name: Appalachian Community Bank
Sitz: Ellijay, Georgia
Assets: 1,01 Milliarden Dollar
Käufer: Community & Southern Bank, Carrollton, Georgia
Schaden für die FDIC: 419 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 33 (rot)
FDIC: Community & Southern Bank, Carrollton, Georgia, Assumes All of the Deposits of Appalachian Community Bank, Ellijay, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 199
Name: Bank of Hiawassee
Sitz: Hiawassee, Georgia
Assets: 378 Millionen Dollar
Käufer: Citizens South Bank, Gastonia, North Carolina
Schaden für die FDIC: 138 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 53 (rot)
FDIC: Citizens South Bank, Gastonia, North Carolina, Assumes All of the Deposits of Bank of Hiawassee, Hiawassee, Georgia
US-Bankenpleite Nr. 200
Name: First Lowndes Bank
Sitz: Fort Deposit, Alabama
Assets: 137 Millionen Dollar
Käufer: First Citizens Bank, Luverne, Alabama
Schaden für die FDIC: 38 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 200 (rot)
FDIC: First Citizens Bank, Luverne, Alabama, Assumes All of the Deposits of First Lowndes Bank, Fort Deposit, Alabama
US-Bankenpleite Nr. 201
Name: State Bank of Aurora
Sitz: Aurora, Minnesota
Assets: 28 Millionen Dollar
Käufer: Northern State Bank, Ashland, Wisconsin
Schaden für die FDIC: 4 Millionen Dollar
Kleiner Check auf die Todesliste Nr.2: Kein Treffer!
Kleiner Check auf die aktualisierte Version der Todesliste: Treffer! Platz 146 (rot)
FDIC: Northern State Bank, Ashland, Wisconsin, Assumes All of the Deposits of State Bank of Aurora, Aurora, Minnesota
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Musik zum Wochenende: Hot Chip
gefunden hier: Boing Boing: Hot Chip, "I Feel Better," directed by Peter Serafinowicz
gefunden hier: Boing Boing: Hot Chip, "I Feel Better," directed by Peter Serafinowicz
Labels: diverses, Musik 4 Kommentare
Merrill Lynch soll SEC vor Lehman Bilanzierungstricks gewarnt haben ...
Die Financial Times meldet heute unter Berufung auf einen Manager von Merrill Lynch, dass die amerikanischen Börsenaufsicht SEC auf die Unstimmigkeiten in der Lehman Bilanz hingewiesen wurde. Passiert ist wie im Fall Madoff nix.
Handelsblatt: Merrill Lynch soll vor Lehmans Zaubertricks gewarnt haben
Die Financial Times meldet heute unter Berufung auf einen Manager von Merrill Lynch, dass die amerikanischen Börsenaufsicht SEC auf die Unstimmigkeiten in der Lehman Bilanz hingewiesen wurde. Passiert ist wie im Fall Madoff nix.
Handelsblatt: Merrill Lynch soll vor Lehmans Zaubertricks gewarnt haben
Labels: bankenpleite, US-Immo, usa, wirtschaft 1 Kommentare
Zahl des Tages (19.03.10): 45%
Thema ist Japan und die Staatsverschuldung. Japan ist direkt aus mehreren Gesichtspunkten interessant: Das Land hatte Anfang der 90er eine riesige kreditfinanzierte Immobilienblase, die dann platzte. In der Folge sanken die Werte der Immobilien (auch auch der Aktien) und die Bilanzen der Banken und Versicherungen wurden immer immer weiter ausgehöhlt. Es kam zu Pleiten und Zwangszusammenschlüssen. Die Notenbank senkte die Zinsen auf Null, der Wirtschaft nutzte das wenig. Es wurde Konjunkturprogramm nach Konjunkturprogramm aufgelegt, aber mit Auslaufen des Programms sackte auch prompt die Wirtschaft wieder weg. Die einzige Folge der ganzen Politik: Das Wirtschaftswachstum eiert immer noch um die Nulllinie, die Staatsschulden sind aber auf mehr als 200% des BIPs explodiert. (Wer jetzt noch keine Parallelen zu den USA und Europa sieht ...). Die hihen Staatsschulden sind in Japan aber noch nicht das ganz große Problem, weil die Schulden nur zu 4% im Ausland liegen. Trotzdem finde ich folgende Zahl schon bemerkenswert.
Im aktuellen Finanzjahr muss Japan 2,4 Billionen Dollar Staatsanleihen neu finanzieren (also Neuverschuldung plus Refinanzierung alter Anleihen). Das entspricht
45%
des japanischen BIPs.
Im Fall von Griechenland und einem höheren Auslandsschuldenanteil (er liegt irgendwo bei 30%, die oft berichteten ca. 100% sind erstens brutto und enthalten zweitens auch die privaten Schulden) wäre ein Refinanzierungsbedarf von 45% des BIPs ziemlich kritisch. Japan ist aber noch ziemlich unabhängig vom ausländischen Geld.
Das könnte sich jetzt aber ändern. Denn die Sparrate der japanischen Haushalte ist von sehr hohen Niveaus über 15% inzwischen auf unter 3% gefallen (vgl. auch ZAHL DES TAGES (30.11.09): 2). Japan hat aber im aktuellen Haushalt ein Defizit in Höhe von 7,8% des BIPs, was bei einer Sparquote von knapp 3% des Haushalte nicht mehr allein aus der inländischen Ersparnis finanzierbar ist. Die Abhängigkeit von Auslandsgeld wird sich in Japan bei anhaltenden Staatsdefiziten also immer weiter erhöhen.
Dummerweise ist Japan eines der Länder, das als erstes die demografischen Effekte einer alternden Gesellschaft spüren wird. Und die spürt Japan schon, denn die Demografie ist einer der Gründe für die sinkende Sparquote. Jedem Beschäftigten, der arbeitet und für's Alter spart, stehen mehr Rentner gegenüber, die ihre Ersparnisse aufbrauchen. Insgesamt sinkt dadurch logischerweise die Sparquote der Gesamtbevölkerung, selbst wenn ein Arbeiter bei Toshiba heute genauso 20% seines Lohns sparen würde wie es die Arbeiter vor 20 Jahren getan haben (was ich nicht weiss, aber es ehrlich gesagt nicht glaube).
Japan werden die oben beschriebenen Effekte wohl im laufende Jahrzehnt eine Abwertung in der Kreditqualität bringen und auch in Deutschland droht - auch wenn die demografischen Effekte hier ein paar Jahre später zuschlagen - wohl Ähnliches.
Economist: Apocalypse, not now
Thema ist Japan und die Staatsverschuldung. Japan ist direkt aus mehreren Gesichtspunkten interessant: Das Land hatte Anfang der 90er eine riesige kreditfinanzierte Immobilienblase, die dann platzte. In der Folge sanken die Werte der Immobilien (auch auch der Aktien) und die Bilanzen der Banken und Versicherungen wurden immer immer weiter ausgehöhlt. Es kam zu Pleiten und Zwangszusammenschlüssen. Die Notenbank senkte die Zinsen auf Null, der Wirtschaft nutzte das wenig. Es wurde Konjunkturprogramm nach Konjunkturprogramm aufgelegt, aber mit Auslaufen des Programms sackte auch prompt die Wirtschaft wieder weg. Die einzige Folge der ganzen Politik: Das Wirtschaftswachstum eiert immer noch um die Nulllinie, die Staatsschulden sind aber auf mehr als 200% des BIPs explodiert. (Wer jetzt noch keine Parallelen zu den USA und Europa sieht ...). Die hihen Staatsschulden sind in Japan aber noch nicht das ganz große Problem, weil die Schulden nur zu 4% im Ausland liegen. Trotzdem finde ich folgende Zahl schon bemerkenswert.
Im aktuellen Finanzjahr muss Japan 2,4 Billionen Dollar Staatsanleihen neu finanzieren (also Neuverschuldung plus Refinanzierung alter Anleihen). Das entspricht
45%
des japanischen BIPs.
Im Fall von Griechenland und einem höheren Auslandsschuldenanteil (er liegt irgendwo bei 30%, die oft berichteten ca. 100% sind erstens brutto und enthalten zweitens auch die privaten Schulden) wäre ein Refinanzierungsbedarf von 45% des BIPs ziemlich kritisch. Japan ist aber noch ziemlich unabhängig vom ausländischen Geld.
Das könnte sich jetzt aber ändern. Denn die Sparrate der japanischen Haushalte ist von sehr hohen Niveaus über 15% inzwischen auf unter 3% gefallen (vgl. auch ZAHL DES TAGES (30.11.09): 2). Japan hat aber im aktuellen Haushalt ein Defizit in Höhe von 7,8% des BIPs, was bei einer Sparquote von knapp 3% des Haushalte nicht mehr allein aus der inländischen Ersparnis finanzierbar ist. Die Abhängigkeit von Auslandsgeld wird sich in Japan bei anhaltenden Staatsdefiziten also immer weiter erhöhen.
Dummerweise ist Japan eines der Länder, das als erstes die demografischen Effekte einer alternden Gesellschaft spüren wird. Und die spürt Japan schon, denn die Demografie ist einer der Gründe für die sinkende Sparquote. Jedem Beschäftigten, der arbeitet und für's Alter spart, stehen mehr Rentner gegenüber, die ihre Ersparnisse aufbrauchen. Insgesamt sinkt dadurch logischerweise die Sparquote der Gesamtbevölkerung, selbst wenn ein Arbeiter bei Toshiba heute genauso 20% seines Lohns sparen würde wie es die Arbeiter vor 20 Jahren getan haben (was ich nicht weiss, aber es ehrlich gesagt nicht glaube).
Japan werden die oben beschriebenen Effekte wohl im laufende Jahrzehnt eine Abwertung in der Kreditqualität bringen und auch in Deutschland droht - auch wenn die demografischen Effekte hier ein paar Jahre später zuschlagen - wohl Ähnliches.
Economist: Apocalypse, not now
Labels: japan, staatspleite, wirtschaft, zahldestages 0 Kommentare
Bereits ein paar Hunderttausend iPads verkauft
Labels: apple, diverses 3 Kommentare
Zahl des Tages (18.03.10): 632.189.842
Ich war vor ein paar Monaten ziemlich überrascht, dass der Fußballverein, der lange als wirtschaftlich stärkster in Europa galt, nun unter etwa 800 Millionen Euro Schulden leidet. Wohlgemerkt bei Umsätzen von etwa 330 Millionen.
Bei Real Madrid überraschen solche Schulden nicht wirklich. Auch wenn die sich erst vor ein paar Jahren durch den Verkauf ihres alten Vereinsgeländes und Stadions komplett entschuldet haben. Wahrscheinlich war der Käufer die Stadt Madrid, die Real im Gegenzug das neue Gelände (OK, liegt ungünstiger) für n'Apple und n'Ei verkauft hat. Und den gleichen Deal machen die in ein paar Jahren nochmal ...
In Spanien sieht die Lage übrigens allgemein schlimm aus. Denn neben den normalen Schulden haben die spanischen Profivereine noch hohe Schulden bei den Steuer- und Sozialbehörden und zwar zusammen
632.189.842 (632 Millionen) Euro.
Diese werden komischerweise nicht eingetrieben. Die Politik hat wohl Angst vor dem Volksaufstand, wenn die Vereine dann reihenweise Pleitegehen ...
Allerdings habe ich die Zahl nur ausgewählt, weil im Telepolis Artikel steht, dass die spanischen Profivereine allein der Sozialversicherung 5 Milliarden Euro schulden würden. Beim Durchlesen des PDF finde ich aber den Ausschnitt oben und da sehe ich selbst mit meinen nicht vorhandenen Spanisch 4.912.121,35 Euro und Seguridad Social. Das müssten also 5 Millionen, nicht Milliarden Schulden an die Sozialversicherung sein. Dummerweise ist es jetzt zu spät, um noch eine neue Zahl zu suchen. Aber 632 Millionen Euro sind sooo schlecht auch nicht.
Irgendwann wird diese Fußballkreditblase platzen (mit Portsmouth ist in der englischen Premier League der erste Verein Pleite gegangen) und dann werden die wirtschaftlich seriösen Vereine endlich auch sportlich vorne sein. Bayern und Barcelona fallen mir da als erstes ein. In England durchschaue ich die Lage nicht. Arsenal? Liverpool?
Telepolis: Der Pleitegeier kreist über europäischen Fußballstadien
Ich kann mir als Fußballfan eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, wenn zwei der unseriösesten Vereine (FC Chelsky und Irreal Madrid) auch diese Jahr schon wieder aus der Champions League rausgeflogen sind ...
Update (22:52)
Jetzt habe ich Idiot doch vergessen, den zweiten Grund für die Auswahl zur Zahl des Tages glatt vergessen, hier reinzustellen. Und zwar war das ein Kommentar bei Telepolis, der Vorschläge machte, wie man das Finanzgebaren der Fußballclubs noch verbessern könne:
Wenn ich das richtig verstehe, nehmen die Clubs Kredite auf, umSpieler zu kaufen, in der Hoffnung, dass durch die Erfolge ihrerMannschaft der Wert des Spielers steigt und sie ihn teuer weiterverkaufen können. Was hat das mit Sport zu tun? Richtig, nichts, der Sport verkommt an dieser Stelle zur reinen Staffage, weil der Vereinals solcher ja eigentlich gar keine sportliche Leistung mehr erbringt, sondern sie sich zukauft, als würde ein Kleintierzüchterverein nicht mehr aus Kleintierzüchtern bestehen, sondern Leuten, die andere Menschen dafür bezahlen, dass sie Kleintiere züchten.
Wie dem auch sei, das ist prinzipiell ausbaufähig, es sollte eineSpielerbörse geben, wo man mit Spielern handeln kann. Dann hat man auch da die Errungenschaften des modernen Kapitalismus verwirklicht:
-Leerverkäufe (man verkauft Spieler, die man gar nicht hat)
-Spekulation (man kauft Spieler, die man gar nicht braucht)
-Insiderhandel (man verkauft Spieler, bevor rauskommt, dass sie zwischenzeitlich gestorben sind)
-Politikerbestechung (man kauft alle schwarzen Spieler am Markt, lässt sich von Politikern ein Gesetz machen, das allen weissen Spielern die Berufsausübung verbietet ('blah blah Sicherheit blah blahGesundheit blah blah Umwelt'), verkauft dann die schwarzen Spieler, beteiligt die Politiker am Gewinn, kauft die wertlos gewordenen weissen Spieler und wartet, bis das Verfassungsgericht das Gesetz aufhebt
-CDOs (man kauft Leute, die gar kein Fußball spielen können, bündelt sie mit ein paar Profifußballern und verkauft sie weiter, und sie werden solange weiterverkauft, bis jemand merkt, dass die Bündel mittlerweile hauptsächlich tote Katzen enthalten)
Etwas gutes hat die Sache zwischendurch aber doch: die Anzahl der Profifußballer wird drastisch ansteigen, bestimmt bis an die 60Milliarden, was angesichts der Gesamtbevölkerung der Erde ein Wunderund ein Zeichen für die Überlegenheit und die Innovationskraft des Kapitalismus ist.
Copyright by Marasek gefunden hier: Das ist noch ausbaufähig
Also ich fand das lustig ...
Update (19.03.10):
Da kommt passend noch ein Erfahrungsbericht von Timo Hildebrand, der mal beim FC Valencia gespielt hat, ein Verein, der heute etwa eine halbe Milliarde Euro Schulden hat. Ob da die inoffiziellen Schulden an den Staat schon drin sind, weiss ich aber nicht.
11Freunde: »Ich habe mentale Narben«
Ich war vor ein paar Monaten ziemlich überrascht, dass der Fußballverein, der lange als wirtschaftlich stärkster in Europa galt, nun unter etwa 800 Millionen Euro Schulden leidet. Wohlgemerkt bei Umsätzen von etwa 330 Millionen.
Bei Real Madrid überraschen solche Schulden nicht wirklich. Auch wenn die sich erst vor ein paar Jahren durch den Verkauf ihres alten Vereinsgeländes und Stadions komplett entschuldet haben. Wahrscheinlich war der Käufer die Stadt Madrid, die Real im Gegenzug das neue Gelände (OK, liegt ungünstiger) für n'Apple und n'Ei verkauft hat. Und den gleichen Deal machen die in ein paar Jahren nochmal ...
In Spanien sieht die Lage übrigens allgemein schlimm aus. Denn neben den normalen Schulden haben die spanischen Profivereine noch hohe Schulden bei den Steuer- und Sozialbehörden und zwar zusammen
632.189.842 (632 Millionen) Euro.
Diese werden komischerweise nicht eingetrieben. Die Politik hat wohl Angst vor dem Volksaufstand, wenn die Vereine dann reihenweise Pleitegehen ...
Allerdings habe ich die Zahl nur ausgewählt, weil im Telepolis Artikel steht, dass die spanischen Profivereine allein der Sozialversicherung 5 Milliarden Euro schulden würden. Beim Durchlesen des PDF finde ich aber den Ausschnitt oben und da sehe ich selbst mit meinen nicht vorhandenen Spanisch 4.912.121,35 Euro und Seguridad Social. Das müssten also 5 Millionen, nicht Milliarden Schulden an die Sozialversicherung sein. Dummerweise ist es jetzt zu spät, um noch eine neue Zahl zu suchen. Aber 632 Millionen Euro sind sooo schlecht auch nicht.
Irgendwann wird diese Fußballkreditblase platzen (mit Portsmouth ist in der englischen Premier League der erste Verein Pleite gegangen) und dann werden die wirtschaftlich seriösen Vereine endlich auch sportlich vorne sein. Bayern und Barcelona fallen mir da als erstes ein. In England durchschaue ich die Lage nicht. Arsenal? Liverpool?
Telepolis: Der Pleitegeier kreist über europäischen Fußballstadien
Ich kann mir als Fußballfan eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, wenn zwei der unseriösesten Vereine (FC Chelsky und Irreal Madrid) auch diese Jahr schon wieder aus der Champions League rausgeflogen sind ...
Update (22:52)
Jetzt habe ich Idiot doch vergessen, den zweiten Grund für die Auswahl zur Zahl des Tages glatt vergessen, hier reinzustellen. Und zwar war das ein Kommentar bei Telepolis, der Vorschläge machte, wie man das Finanzgebaren der Fußballclubs noch verbessern könne:
Wenn ich das richtig verstehe, nehmen die Clubs Kredite auf, umSpieler zu kaufen, in der Hoffnung, dass durch die Erfolge ihrerMannschaft der Wert des Spielers steigt und sie ihn teuer weiterverkaufen können. Was hat das mit Sport zu tun? Richtig, nichts, der Sport verkommt an dieser Stelle zur reinen Staffage, weil der Vereinals solcher ja eigentlich gar keine sportliche Leistung mehr erbringt, sondern sie sich zukauft, als würde ein Kleintierzüchterverein nicht mehr aus Kleintierzüchtern bestehen, sondern Leuten, die andere Menschen dafür bezahlen, dass sie Kleintiere züchten.
Wie dem auch sei, das ist prinzipiell ausbaufähig, es sollte eineSpielerbörse geben, wo man mit Spielern handeln kann. Dann hat man auch da die Errungenschaften des modernen Kapitalismus verwirklicht:
-Leerverkäufe (man verkauft Spieler, die man gar nicht hat)
-Spekulation (man kauft Spieler, die man gar nicht braucht)
-Insiderhandel (man verkauft Spieler, bevor rauskommt, dass sie zwischenzeitlich gestorben sind)
-Politikerbestechung (man kauft alle schwarzen Spieler am Markt, lässt sich von Politikern ein Gesetz machen, das allen weissen Spielern die Berufsausübung verbietet ('blah blah Sicherheit blah blahGesundheit blah blah Umwelt'), verkauft dann die schwarzen Spieler, beteiligt die Politiker am Gewinn, kauft die wertlos gewordenen weissen Spieler und wartet, bis das Verfassungsgericht das Gesetz aufhebt
-CDOs (man kauft Leute, die gar kein Fußball spielen können, bündelt sie mit ein paar Profifußballern und verkauft sie weiter, und sie werden solange weiterverkauft, bis jemand merkt, dass die Bündel mittlerweile hauptsächlich tote Katzen enthalten)
Etwas gutes hat die Sache zwischendurch aber doch: die Anzahl der Profifußballer wird drastisch ansteigen, bestimmt bis an die 60Milliarden, was angesichts der Gesamtbevölkerung der Erde ein Wunderund ein Zeichen für die Überlegenheit und die Innovationskraft des Kapitalismus ist.
Copyright by Marasek gefunden hier: Das ist noch ausbaufähig
Also ich fand das lustig ...
Update (19.03.10):
Da kommt passend noch ein Erfahrungsbericht von Timo Hildebrand, der mal beim FC Valencia gespielt hat, ein Verein, der heute etwa eine halbe Milliarde Euro Schulden hat. Ob da die inoffiziellen Schulden an den Staat schon drin sind, weiss ich aber nicht.
11Freunde: »Ich habe mentale Narben«
Labels: fußball, wirtschaft, zahldestages 7 Kommentare
In eigener Sache: Kachingle Micropayment Versuch
Ich glaube viel eher, dass das große Problem des Journalismus in der Zukunft die Finanzierungsseite ist. Wie bekommt man hin, dass der Schreiber mehr bekommt als die 0,1 Cent pro Seitenaufruf, die z.B. ich im Moment bekomme?
Ich glaube nicht an Paywalls, bei denen nur Abonnenten an den Inhalt kommen. Das mag ein Modell sein, dass unter Umständen für die richtig Großen sinnvoll sein kann (WSJ, Handelsblatt, FAZ, Spiegel, Sueddeutsche, Focus, etc.), weil diese die nötige Marktmacht haben. Für kleinere Verlage und Blogger wird das aber scheitern.
Besser finde ich persönlich die Idee des Micropayments. Allerdings will ich auch nicht dauernd überlegen, ob ich vor dem Lesen des Artikels 50 Cent überweise, weil er es wert sein könnte, aber andersherum glaube ich auch nicht, dass genügend Leser nach dem Lesen Geld überweisen würden, wenn ihnen der Artikel gefallen hat. Die Verhältnis Spender zu Leser in meinem Blog ist desaströs. Und das ist nicht nur hier so, sondern auch woanders. Das liegt sicher aber auch daran, dass niemand Lust hat, für kleinere Beträge sich bei Paypal oder seiner Bank einzuloggen.
Aus meiner Sicht braucht man eine Mischung aus Abo oder von mir aus GEZ, bei der das Geld aber dahin geht, wo die Leser es auch haben wollen. Und wo kann man das besser machen, als direkt im Artikel? Und tja, genau diese Idee gibt es jetzt in Software gegossen.
Das Dingen heisst Kachingle. Kachingle bucht über das Paypal Konto (das dann per Kreditkarte oder Lastschrift glatt gestellt wird) 5 Dollar pro Monat ab. Diese 5 Dollar kann der Leser dann mit einem Klick auf den Kachingle Button (bei mir oben ganz rechts) auf die Blogs, die mitmachen, verteilen. Der Button verändert dann die Farbe von lila nach grün und man weiss, dass man schon bezahlt hat. Ab diesem Moment zählt Kachingle die Tage, an denen man das Blog besucht. Findet der Leser ein Blog nicht mehr spannend, kommt er nicht mehr vorbei und zahlt dann auch kein Geld mehr. Nach diesen Visits werden dann die 5 Dollar prozentual auf die besuchten Blogs verteilt. Effektiv landen (u.a wegen der Paypal-Gebühren) etwa 80% der 5 Dollar beim Blogger.
Der Leser hat mit Kachingle nicht mehr das Problem, dass er für jedes Blog, in dem er was Spannendes gefunden hat, eine eigene Überweisung starten muss. Das ist schlicht zu umständlich. Gleichzeitig hat der Leser über die monatlich 5 Dollar auch eine definierte Obergrenze, er muss also nie überlegen, ob er jetzt die Seite noch liest oder nicht, wie es z.B. bei den 10 Seiten pro Monat Abos der Financial Times der Fall ist.
Ich weiss, es ist vieles noch unschön. Große Teile des Angebots sind noch ausschließlich Englisch (z.B. die Buttons), Paypal ist im Moment die einzige Bezahlmöglichkeit, die 5 Dollar sind fix (warum?), über die Verteilung nach täglichen Visits kann man auch diskutieren (es gibt Blogs, die selten, aber dann sehr guten Content posten), Leser in RSS-Feeds werden gar nicht gezählt und am wichtigsten: Es macht bisher kaum jemand mit. Sowohl auf der Blog- wie auch auf der Leserseite. Kachingle ist halt noch jung.
Ich muss allerdings sagen, dass ich die Idee im Kern SO GUT finde, dass ich da gerne vorwegrenne. Und ich alles tun werde, meine Leser und auch die Bloggerkollegen zu überzeugen, das System ebenfalls einzusetzen.
Der Journalismus der Zukunft braucht eine Paymentmöglichkeit. Dass die großen Verlage ein System bauen, das funktioniert, bezweifle ich. Sie schielen ja auch deshalb auf das iPad, weil das die Möglichkeit eines Payment-Kanals eröffnet, den die Mainstreampresse schlicht ein komplettes Jahrzehnt nicht hinbekommen hat. Und selbst wenn die eingesessenen Verlage ein vernünftig konzipiertes Payment-System hinbekommen sollten, wird das kaum so offen sein, dass da jeder - also auch der gemeine Blogger - mitmachen darf. Vielleicht sollte einfach mal die Blogosphäre ein Zeichen setzen und zeigen, wie Journalismus und die Bezahlung in Zukunft aussehen kann.
Was meint ihr?
Ich glaube viel eher, dass das große Problem des Journalismus in der Zukunft die Finanzierungsseite ist. Wie bekommt man hin, dass der Schreiber mehr bekommt als die 0,1 Cent pro Seitenaufruf, die z.B. ich im Moment bekomme?
Ich glaube nicht an Paywalls, bei denen nur Abonnenten an den Inhalt kommen. Das mag ein Modell sein, dass unter Umständen für die richtig Großen sinnvoll sein kann (WSJ, Handelsblatt, FAZ, Spiegel, Sueddeutsche, Focus, etc.), weil diese die nötige Marktmacht haben. Für kleinere Verlage und Blogger wird das aber scheitern.
Besser finde ich persönlich die Idee des Micropayments. Allerdings will ich auch nicht dauernd überlegen, ob ich vor dem Lesen des Artikels 50 Cent überweise, weil er es wert sein könnte, aber andersherum glaube ich auch nicht, dass genügend Leser nach dem Lesen Geld überweisen würden, wenn ihnen der Artikel gefallen hat. Die Verhältnis Spender zu Leser in meinem Blog ist desaströs. Und das ist nicht nur hier so, sondern auch woanders. Das liegt sicher aber auch daran, dass niemand Lust hat, für kleinere Beträge sich bei Paypal oder seiner Bank einzuloggen.
Aus meiner Sicht braucht man eine Mischung aus Abo oder von mir aus GEZ, bei der das Geld aber dahin geht, wo die Leser es auch haben wollen. Und wo kann man das besser machen, als direkt im Artikel? Und tja, genau diese Idee gibt es jetzt in Software gegossen.
Das Dingen heisst Kachingle. Kachingle bucht über das Paypal Konto (das dann per Kreditkarte oder Lastschrift glatt gestellt wird) 5 Dollar pro Monat ab. Diese 5 Dollar kann der Leser dann mit einem Klick auf den Kachingle Button (bei mir oben ganz rechts) auf die Blogs, die mitmachen, verteilen. Der Button verändert dann die Farbe von lila nach grün und man weiss, dass man schon bezahlt hat. Ab diesem Moment zählt Kachingle die Tage, an denen man das Blog besucht. Findet der Leser ein Blog nicht mehr spannend, kommt er nicht mehr vorbei und zahlt dann auch kein Geld mehr. Nach diesen Visits werden dann die 5 Dollar prozentual auf die besuchten Blogs verteilt. Effektiv landen (u.a wegen der Paypal-Gebühren) etwa 80% der 5 Dollar beim Blogger.
Der Leser hat mit Kachingle nicht mehr das Problem, dass er für jedes Blog, in dem er was Spannendes gefunden hat, eine eigene Überweisung starten muss. Das ist schlicht zu umständlich. Gleichzeitig hat der Leser über die monatlich 5 Dollar auch eine definierte Obergrenze, er muss also nie überlegen, ob er jetzt die Seite noch liest oder nicht, wie es z.B. bei den 10 Seiten pro Monat Abos der Financial Times der Fall ist.
Ich weiss, es ist vieles noch unschön. Große Teile des Angebots sind noch ausschließlich Englisch (z.B. die Buttons), Paypal ist im Moment die einzige Bezahlmöglichkeit, die 5 Dollar sind fix (warum?), über die Verteilung nach täglichen Visits kann man auch diskutieren (es gibt Blogs, die selten, aber dann sehr guten Content posten), Leser in RSS-Feeds werden gar nicht gezählt und am wichtigsten: Es macht bisher kaum jemand mit. Sowohl auf der Blog- wie auch auf der Leserseite. Kachingle ist halt noch jung.
Ich muss allerdings sagen, dass ich die Idee im Kern SO GUT finde, dass ich da gerne vorwegrenne. Und ich alles tun werde, meine Leser und auch die Bloggerkollegen zu überzeugen, das System ebenfalls einzusetzen.
Der Journalismus der Zukunft braucht eine Paymentmöglichkeit. Dass die großen Verlage ein System bauen, das funktioniert, bezweifle ich. Sie schielen ja auch deshalb auf das iPad, weil das die Möglichkeit eines Payment-Kanals eröffnet, den die Mainstreampresse schlicht ein komplettes Jahrzehnt nicht hinbekommen hat. Und selbst wenn die eingesessenen Verlage ein vernünftig konzipiertes Payment-System hinbekommen sollten, wird das kaum so offen sein, dass da jeder - also auch der gemeine Blogger - mitmachen darf. Vielleicht sollte einfach mal die Blogosphäre ein Zeichen setzen und zeigen, wie Journalismus und die Bezahlung in Zukunft aussehen kann.
Was meint ihr?
Labels: blogosphäre, diverses, web2.0 18 Kommentare
Lesehinweis: Deutschlands Zukunft muss vom Finanzmarkt her gedacht werden
Eine Zusammenfassung macht wenig Sinn, weil die Zusammenfassung kaum kürzer würde als das Original. Als kleines Appetithäppchen vielleicht noch die Überschrift der Schlussfolgerungen: "Deutschland braucht im Finanzsektor mehr Markt und mehr Steuerung".
Wie wahr. Ich betone ja immer, dass fast alles zwei Seiten hat. Leider gibt es nur wenige Leute, die auch beide Seiten beleuchten. Die einen schreien permanent nach mehr Markt und die anderen nach mehr Kontrolle. Dass beides gleichzeitig sinnvoll sein könnte, scheint den geistigen Horizont der meisten zu übersteigen.
Finpol: Irrfahrt durch die Finanzwelt: Deutschlands Zukunft muss vom Kapitalmarkt her gedacht werden (.doc, bäh)
gefunden bei Rebellmarkt: Viel Gutes lesen und
Germany’s Bank-Asset-Berg
Eine Zusammenfassung macht wenig Sinn, weil die Zusammenfassung kaum kürzer würde als das Original. Als kleines Appetithäppchen vielleicht noch die Überschrift der Schlussfolgerungen: "Deutschland braucht im Finanzsektor mehr Markt und mehr Steuerung".
Wie wahr. Ich betone ja immer, dass fast alles zwei Seiten hat. Leider gibt es nur wenige Leute, die auch beide Seiten beleuchten. Die einen schreien permanent nach mehr Markt und die anderen nach mehr Kontrolle. Dass beides gleichzeitig sinnvoll sein könnte, scheint den geistigen Horizont der meisten zu übersteigen.
Finpol: Irrfahrt durch die Finanzwelt: Deutschlands Zukunft muss vom Kapitalmarkt her gedacht werden (.doc, bäh)
gefunden bei Rebellmarkt: Viel Gutes lesen und
Germany’s Bank-Asset-Berg
Labels: deutschland, euro, europa, politik, US-Immo, wirtschaft 0 Kommentare
Zahl des Tages (17.03.10): 50.000.000.000
Vor allem wenn das einen Blick auf die unglaublichen Wahrnehmungsschwierigkeiten bestimmter Menschen wirft ... Wir haben uns an Victory-Zeichen gewöhnt, an Investmentbanker, die schon im Jahr 1 nach der Krise wieder so viel verdienen wie zuvor. Und an so vieles andere.
Aber dass ein Verantwortlicher von Lehman in London (wohin die Repo105-Geschäfte ja verlagert werden mussten, weil in New York die Geschäfte niemand mehr wollte (ZAHL DES TAGES (14.03.10): 105) die Summe von
50.000.000.000 (50 Milliarden) Dollar
als "Tropfen im Ozean" bezeichnet, ist der bisherige Höhepunkt. Oder besser Tiefpunkt.
50 Mrd. Dollar einfach so als "quasi nix" abzutun, hat schon eine gewisse Abgebrühtheit.
New York Observer: The Repo Men’s New Lehman Shrug
gefunden über FT Alphaville: ‘$50bn is a drop in the ocean’
Dazu passt auch die Verteidigungsstrategie des ehemaligen IKB Chefs Ortseifen, der seit gestern vor Gericht steht. Er ist natürlich NICHTS Schuld. Er ist nicht Schuld, dass die IKB 17 Mrd. Euro - mehr als das Zehnfache des Eigenkapitals - in Zweckgesellschaften außerbilanziell verwaltet hat und dieses Geld der Kontrolle der BAFin entzogen. Er ist nicht Schuld, dass 10 Tage nach der Meldung, dass die IKB nur mit weniger als 10 Millionen Schaden durch die Finanzkrise getroffen sei, die Bank komplett zusammengeklappt ist. Und weil die Geschäftspolitik der IKB so seriös war, mussten nachher auch Milliarden Staatsgelder in die Bank geschoben werden.
Wo kamen die Löcher auf einmal her? Ach ja Finanzkrise. Und die Deutsche Bank, die der IKB einfach kein Geld mehr gegeben hat. So eine Frechheit aber auch ...
Schuld sind immer die anderen.
Ich dachte bisher, Steve Jobs hätte als Einziger ein Reality Distortion Field, in dem Schlechtes gut wird. Oder Lügen wahr. Oder eigene Fehler zu Fehlern anderer. Aber das scheint doch weiter verbreitet zu sein ... London, Düsseldorf, ...
FTD: Ex-IKB-Chef gibt Deutscher Bank Schuld an Beinahepleite
Spiegel: Kursmanipulation im Wintergarten
Spiegel: "Mich trifft keine Schuld"
Update (18.03.10):
Dieter Nuhr kann auch NICHTS dafür und ist nichts Schuld:
WDR2 Kabarett: Dieter Nuhr - Verantwortung und Leistung
Update 2 (18.03.10):
Die Vorwürfe der IKB in Richtung Deutscher Bank sind nicht neu. @alex13wetterau (oder hier: blinderpassagier.tumblr.com (Danke fpr den Hinweis!)) hat mich auf einen alten Artikel in der FAZ hingewiesen, der auf die Vorwürfe detaillierter eingeht: FAZ: Bank gegen Bank.
Im Kern geht es darum, dass die Deutsche Bank der IKB Schrottpapiere angedreht haben soll und nachher - natürlich im vollen Wissen, dass das Schrott war - die Kreditlinie gekürzt bzw. gestrichen haben. Schlimmer noch: Zu den Ausverkaufskursen soll die Deutsche Bank die Schrottpapiere wieder zurückgekauft haben.
Eigentlich dürfte nichts von dem passieren, weil die sogenannten chinesischen Mauern dafür sorgen sollten, das die Abteilung, die die Kreditlinien gewährt nichts von den Informationen enthält, die der IKB die Schrottpapiere verkauft hat.
Wieder mal ein tolles Beispiel dafür, dass Investmentbanking und normales Banking nicht unter ein Dach gehören. Das gibt nicht nur Probleme im Kleinen (wie hier), sondern auch Probleme im Großen (wenn Notenbak Geld billig an die Banken vergeben, ist völlig unklar, ob die Banken das in den spekulativen Bereich pumpen (Investmentbanking) oder es - wie von den Notenbanken gewünscht - der Realwirtschaft zu Verfügung stellen (normales Banking). Paul Volcker hat mit der Idee, diese Trennung, wie sie schon mal im Glass-Steagall-Act realisiert war, wieder aufleben zu lassen, völlig Recht.
Vor allem wenn das einen Blick auf die unglaublichen Wahrnehmungsschwierigkeiten bestimmter Menschen wirft ... Wir haben uns an Victory-Zeichen gewöhnt, an Investmentbanker, die schon im Jahr 1 nach der Krise wieder so viel verdienen wie zuvor. Und an so vieles andere.
Aber dass ein Verantwortlicher von Lehman in London (wohin die Repo105-Geschäfte ja verlagert werden mussten, weil in New York die Geschäfte niemand mehr wollte (ZAHL DES TAGES (14.03.10): 105) die Summe von
50.000.000.000 (50 Milliarden) Dollar
als "Tropfen im Ozean" bezeichnet, ist der bisherige Höhepunkt. Oder besser Tiefpunkt.
50 Mrd. Dollar einfach so als "quasi nix" abzutun, hat schon eine gewisse Abgebrühtheit.
New York Observer: The Repo Men’s New Lehman Shrug
gefunden über FT Alphaville: ‘$50bn is a drop in the ocean’
Dazu passt auch die Verteidigungsstrategie des ehemaligen IKB Chefs Ortseifen, der seit gestern vor Gericht steht. Er ist natürlich NICHTS Schuld. Er ist nicht Schuld, dass die IKB 17 Mrd. Euro - mehr als das Zehnfache des Eigenkapitals - in Zweckgesellschaften außerbilanziell verwaltet hat und dieses Geld der Kontrolle der BAFin entzogen. Er ist nicht Schuld, dass 10 Tage nach der Meldung, dass die IKB nur mit weniger als 10 Millionen Schaden durch die Finanzkrise getroffen sei, die Bank komplett zusammengeklappt ist. Und weil die Geschäftspolitik der IKB so seriös war, mussten nachher auch Milliarden Staatsgelder in die Bank geschoben werden.
Wo kamen die Löcher auf einmal her? Ach ja Finanzkrise. Und die Deutsche Bank, die der IKB einfach kein Geld mehr gegeben hat. So eine Frechheit aber auch ...
Schuld sind immer die anderen.
Ich dachte bisher, Steve Jobs hätte als Einziger ein Reality Distortion Field, in dem Schlechtes gut wird. Oder Lügen wahr. Oder eigene Fehler zu Fehlern anderer. Aber das scheint doch weiter verbreitet zu sein ... London, Düsseldorf, ...
FTD: Ex-IKB-Chef gibt Deutscher Bank Schuld an Beinahepleite
Spiegel: Kursmanipulation im Wintergarten
Spiegel: "Mich trifft keine Schuld"
Update (18.03.10):
Dieter Nuhr kann auch NICHTS dafür und ist nichts Schuld:
WDR2 Kabarett: Dieter Nuhr - Verantwortung und Leistung
Update 2 (18.03.10):
Die Vorwürfe der IKB in Richtung Deutscher Bank sind nicht neu. @alex13wetterau (oder hier: blinderpassagier.tumblr.com (Danke fpr den Hinweis!)) hat mich auf einen alten Artikel in der FAZ hingewiesen, der auf die Vorwürfe detaillierter eingeht: FAZ: Bank gegen Bank.
Im Kern geht es darum, dass die Deutsche Bank der IKB Schrottpapiere angedreht haben soll und nachher - natürlich im vollen Wissen, dass das Schrott war - die Kreditlinie gekürzt bzw. gestrichen haben. Schlimmer noch: Zu den Ausverkaufskursen soll die Deutsche Bank die Schrottpapiere wieder zurückgekauft haben.
Eigentlich dürfte nichts von dem passieren, weil die sogenannten chinesischen Mauern dafür sorgen sollten, das die Abteilung, die die Kreditlinien gewährt nichts von den Informationen enthält, die der IKB die Schrottpapiere verkauft hat.
Wieder mal ein tolles Beispiel dafür, dass Investmentbanking und normales Banking nicht unter ein Dach gehören. Das gibt nicht nur Probleme im Kleinen (wie hier), sondern auch Probleme im Großen (wenn Notenbak Geld billig an die Banken vergeben, ist völlig unklar, ob die Banken das in den spekulativen Bereich pumpen (Investmentbanking) oder es - wie von den Notenbanken gewünscht - der Realwirtschaft zu Verfügung stellen (normales Banking). Paul Volcker hat mit der Idee, diese Trennung, wie sie schon mal im Glass-Steagall-Act realisiert war, wieder aufleben zu lassen, völlig Recht.
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AIG bekommt neues Geld
Inzwischen bekommt sogar eine Tochter der AIG wieder Geld am Kapitalmarkt. Die Tochter ILFC muss zwar einen Zinsaufschlag von etwa 500 Basispunkten bezahlen, aber dass überhaupt eine Firma aus dem AIG-Geflecht wieder kapitalmarktfähig ist und eine unbesicherte Anleihe ohne Staatshilfe platzieren kann, ist schon ein gute Nachricht.
AIG's ILFC gets access to new financing - MarketWatch
Inzwischen bekommt sogar eine Tochter der AIG wieder Geld am Kapitalmarkt. Die Tochter ILFC muss zwar einen Zinsaufschlag von etwa 500 Basispunkten bezahlen, aber dass überhaupt eine Firma aus dem AIG-Geflecht wieder kapitalmarktfähig ist und eine unbesicherte Anleihe ohne Staatshilfe platzieren kann, ist schon ein gute Nachricht.
AIG's ILFC gets access to new financing - MarketWatch
Labels: US-Immo, usa, wirtschaft 0 Kommentare
TV-Tipp heute nach 0:35 im ZDF: HRE - Verzockt, verloren, verstaatlicht ...
Update: Der Artikel ist schon live in der Mediathek. Update Ende.
Immerhin ist die Hyporealestate bisher die Bank, die am meisten Staatsgeld bekommen hat und auch die, die als einzige verstaatlicht wurde. Gegen den Willen der Aktionäre. Außerdem war der ehemalige Vorstand der HRE Georg Funke der erste Verlierer des Jahres, den ich gekürt habe (VERLIERER DES JAHRES 2008) ;-)
Aus der Programmbeschreibung: "[Insider] berichten, dass die Risiken vor der Pleite erkannt und ignoriert worden seien. Es sei nur darum gegangen, den maximalen Gewinn zu erzielen."
ZDF: Verzockt, verloren, verstaatlicht ...
Bevor jetzt wieder jemand in den Kommentaren fragt, wie ich die Sendung schon vor der Ausstrahlung empfehle könne: Ich habe sie nicht gesehen und empfehle sie auch nicht, sondern weise darauf hin. Ich nehme das dann auf und warte bis morgen und wenn dann alle in den Kommentaren sagen, dass die Sendung Mist war, lösche ich die wieder ;-) Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man tagtäglich wie ein Irrer bloggt ;-)
Update: Der Artikel ist schon live in der Mediathek. Update Ende.
Immerhin ist die Hyporealestate bisher die Bank, die am meisten Staatsgeld bekommen hat und auch die, die als einzige verstaatlicht wurde. Gegen den Willen der Aktionäre. Außerdem war der ehemalige Vorstand der HRE Georg Funke der erste Verlierer des Jahres, den ich gekürt habe (VERLIERER DES JAHRES 2008) ;-)
Aus der Programmbeschreibung: "[Insider] berichten, dass die Risiken vor der Pleite erkannt und ignoriert worden seien. Es sei nur darum gegangen, den maximalen Gewinn zu erzielen."
ZDF: Verzockt, verloren, verstaatlicht ...
Bevor jetzt wieder jemand in den Kommentaren fragt, wie ich die Sendung schon vor der Ausstrahlung empfehle könne: Ich habe sie nicht gesehen und empfehle sie auch nicht, sondern weise darauf hin. Ich nehme das dann auf und warte bis morgen und wenn dann alle in den Kommentaren sagen, dass die Sendung Mist war, lösche ich die wieder ;-) Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man tagtäglich wie ein Irrer bloggt ;-)
Labels: deutschland, tv, US-Immo, wirtschaft 9 Kommentare
Zahl des Tages (16.03.10): 67.549
Im Kontrakt Pfund gegen Dollar sind laut CTFC (Commodity Futures Trading Commission , einer Aufsichtsbehörde für den Options- und Futureshandel in den USA)
67.549
Kontrakte offen sein. Das ist so viel wie nie zu vor.
Ich habe mich allerdings schon bei der von den Hedgefonds angeblich angestrebten Spekulation gegen den Euro gefragt, ob eine Spekulation gegen das Pfund nicht viel aussichtsreicher ist. Großbritannien hat ein ähnlich hohes Haushaltsdefizit wie Griechenland, wenngleich der absolute Schuldenstand noch etwas niedriger ist. Der wirklich große Vorteil der Spekulation gegen das Pfund: Der Markt ist viel kleiner. Hier kann ein Hedgefonds etwas erreichen, im Euro-Dollar-Markt (oder Euro-Yen) dürfte jede spekulative Attacke doch nahezu verpuffen.
Aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Bloomberg meldet, dass die Spekulation mit 67.549 Kontrakten etwa achtmal so groß ist wie 1992, als George Soros mit seiner spekulativen Attacke das Pfund aus dem ECU (bzw. dem Wechselkursmechanismus) getrieben hat. Nur frage ich mich, ob hier nicht Äpfel und Birnen verglichen werden. Soros hat doch damals Pfund gegen Euro (oder ECU oder D-Mark) gehandelt, nicht gegen den Dollar. Dann aber wäre ein Vergleich dieses Kontrakts doch ziemlicher Murks, oder? Macht Bloomberg so einen Quatsch? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Weiss da jemand mehr?
FTD: Anti-Pfund-Wette achtmal so groß wie zu Soros-Zeiten
Update (17.03.10):
Gestern und heute gibt es einen heftigen Shortsqueeze beim Pfund. Auslöser waren Arbeitsmarktzahlen, die deutlich besser als erwartet ausfielen. Die Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung sanken um 32.000 und damit so stark wie seit 13 Jahren nicht mehr.
Marketwatch: U.K. jobless claims post largest drop since Nov. 1997
Marketwatch: 'Short squeeze' lifts pound after strong U.K. labor data
Es zeigt sich sehr schön, dass die Spekulanten durchaus hohes Risiko fahren. Den Markt nach unten treiben kann man nur solange es keine guten Nachrichten gibt und noch neue Anleger auf den Zug aufspringen. Kommt die gute Nachricht aber doch, reichen ein paar Leute auf der Gegenseite aus und die Stop-Loss-Trigger werden gezogen und der Kurs geht massiv in die "falsche" Richtung.
Bereits gestern erholte sich das Pfund gegen den Dollar von etwa 1,50 auf 1,52. Danach stiegen wohl einige Spekulanten aus, weil die 1,50 hielt. Dann kam heute noch die gute Nachricht vom Arbeitsmarkt hinzu und es gab nochmal einen Sprung um gut einen Cent. Das dürfte einige viel Geld gekostet haben ...
Im Kontrakt Pfund gegen Dollar sind laut CTFC (Commodity Futures Trading Commission , einer Aufsichtsbehörde für den Options- und Futureshandel in den USA)
67.549
Kontrakte offen sein. Das ist so viel wie nie zu vor.
Ich habe mich allerdings schon bei der von den Hedgefonds angeblich angestrebten Spekulation gegen den Euro gefragt, ob eine Spekulation gegen das Pfund nicht viel aussichtsreicher ist. Großbritannien hat ein ähnlich hohes Haushaltsdefizit wie Griechenland, wenngleich der absolute Schuldenstand noch etwas niedriger ist. Der wirklich große Vorteil der Spekulation gegen das Pfund: Der Markt ist viel kleiner. Hier kann ein Hedgefonds etwas erreichen, im Euro-Dollar-Markt (oder Euro-Yen) dürfte jede spekulative Attacke doch nahezu verpuffen.
Aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Bloomberg meldet, dass die Spekulation mit 67.549 Kontrakten etwa achtmal so groß ist wie 1992, als George Soros mit seiner spekulativen Attacke das Pfund aus dem ECU (bzw. dem Wechselkursmechanismus) getrieben hat. Nur frage ich mich, ob hier nicht Äpfel und Birnen verglichen werden. Soros hat doch damals Pfund gegen Euro (oder ECU oder D-Mark) gehandelt, nicht gegen den Dollar. Dann aber wäre ein Vergleich dieses Kontrakts doch ziemlicher Murks, oder? Macht Bloomberg so einen Quatsch? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Weiss da jemand mehr?
FTD: Anti-Pfund-Wette achtmal so groß wie zu Soros-Zeiten
Update (17.03.10):
Gestern und heute gibt es einen heftigen Shortsqueeze beim Pfund. Auslöser waren Arbeitsmarktzahlen, die deutlich besser als erwartet ausfielen. Die Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung sanken um 32.000 und damit so stark wie seit 13 Jahren nicht mehr.
Marketwatch: U.K. jobless claims post largest drop since Nov. 1997
Marketwatch: 'Short squeeze' lifts pound after strong U.K. labor data
Es zeigt sich sehr schön, dass die Spekulanten durchaus hohes Risiko fahren. Den Markt nach unten treiben kann man nur solange es keine guten Nachrichten gibt und noch neue Anleger auf den Zug aufspringen. Kommt die gute Nachricht aber doch, reichen ein paar Leute auf der Gegenseite aus und die Stop-Loss-Trigger werden gezogen und der Kurs geht massiv in die "falsche" Richtung.
Bereits gestern erholte sich das Pfund gegen den Dollar von etwa 1,50 auf 1,52. Danach stiegen wohl einige Spekulanten aus, weil die 1,50 hielt. Dann kam heute noch die gute Nachricht vom Arbeitsmarkt hinzu und es gab nochmal einen Sprung um gut einen Cent. Das dürfte einige viel Geld gekostet haben ...
Labels: devisen, euro, großbritannien, hedgefonds, wirtschaft, zahldestages 5 Kommentare
S&P bestätigt Rating von Griechenland
Die lange Version in der FTD ;-) :
FTD: S&P nimmt Last von Griechenland
Die lange Version in der FTD ;-) :
FTD: S&P nimmt Last von Griechenland
Labels: euro, europa, griechenland, staatspleite, US-Immo, wirtschaft 0 Kommentare
EEG Förderung runter um x % im y-ember oder auch nicht
Jetzt hat die CSU/CDU Fraktion den schon mehrfach überarbeiteten (FLASHNEWS: EEG SOLL BEREITS IM APRIL UM 16-17% RUNTER, EEG FÖRDERUNG UM 16% RUNTER - ABER ERST IM JUNI) Kompromiss zur Senkung der Einspeisevergütung von Solarstrom abgelehnt. Nachdem sich Horst Seehofer schon auffallend spät in die Diskussion einmischte (#Lobbyismus am Beispiel #FDP und #EEG) und am Wochenende Gerüchte aufkamen, dass die Vergütung für Freilandanlagen jetzt erst im Herbst gesenkt (bzw. abgeschafft) werden soll, ist der Kompromiss jetzt ganz geplatzt.
Ich bin gespannt, was da jetzt nach den Neuverhandlungen rauskommt: 15,34561 % Senkung am 17.8? Und Freiflächen um 12,92% ab 4.7 mit kompletter Streichung am 28.10 um 13:24? Aber nur wenn da vorher keine subventionierten Milchkühe draufstanden. Oder so.
Das wirkt wie so oft nur noch wie eine peinliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der politische Klasse (und der Lobbyisten). Warum nicht erstmal die Daten sammeln (gibt's nämlich noch nicht) und dann einfach automatisch nach unten mit den Vergütungen?
VORSCHLAG: EINSPEISEVERGÜTUNG FÜR EEG DYNAMISCH UND AUTOMATISCH ANPASSEN
Handelsblatt: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt werden
Update (15:39)
Ach so, ein Gedanke noch zum Abschluss: Das Platzen kann natürlich genau der gewünschte Ausgang für die Lobbyisten gewesen sein. Denn jetzt wird es wahrscheinlich nicht mehr zu einer Einigung kommen, die im Juni (oder gar April) in Kraft tritt ...
Jetzt hat die CSU/CDU Fraktion den schon mehrfach überarbeiteten (FLASHNEWS: EEG SOLL BEREITS IM APRIL UM 16-17% RUNTER, EEG FÖRDERUNG UM 16% RUNTER - ABER ERST IM JUNI) Kompromiss zur Senkung der Einspeisevergütung von Solarstrom abgelehnt. Nachdem sich Horst Seehofer schon auffallend spät in die Diskussion einmischte (#Lobbyismus am Beispiel #FDP und #EEG) und am Wochenende Gerüchte aufkamen, dass die Vergütung für Freilandanlagen jetzt erst im Herbst gesenkt (bzw. abgeschafft) werden soll, ist der Kompromiss jetzt ganz geplatzt.
Ich bin gespannt, was da jetzt nach den Neuverhandlungen rauskommt: 15,34561 % Senkung am 17.8? Und Freiflächen um 12,92% ab 4.7 mit kompletter Streichung am 28.10 um 13:24? Aber nur wenn da vorher keine subventionierten Milchkühe draufstanden. Oder so.
Das wirkt wie so oft nur noch wie eine peinliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der politische Klasse (und der Lobbyisten). Warum nicht erstmal die Daten sammeln (gibt's nämlich noch nicht) und dann einfach automatisch nach unten mit den Vergütungen?
VORSCHLAG: EINSPEISEVERGÜTUNG FÜR EEG DYNAMISCH UND AUTOMATISCH ANPASSEN
Handelsblatt: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt werden
Update (15:39)
Ach so, ein Gedanke noch zum Abschluss: Das Platzen kann natürlich genau der gewünschte Ausgang für die Lobbyisten gewesen sein. Denn jetzt wird es wahrscheinlich nicht mehr zu einer Einigung kommen, die im Juni (oder gar April) in Kraft tritt ...
Labels: politik, solarenergie, wirtschaft 5 Kommentare





