Ich meckere ja schon länger darüber, dass wir als Reaktion auf die größte Krise der Weltwirtschaft seit etwa 80 Jahren einen Haufen neuer Regulierungen bekommen haben, die vor allem populistisch sind, Aktivität vortäuschen, aber kaum dazu beitragen werden, die nächste Krise zu verhindern (Bonibesteuerung, Bankenabgabe). An die Sachen, die wirklich wichtig sind, traut man sich aber nicht ran.
Schau'n wir kurz zurück: Das wirkliche Risiko in der Krise bestand doch aus den unbeherrschbaren Folgen, die aus der Pleite einer großen Bank entstehen könnten.
Tja, und wie könnte man da vorsorgen? Genau auf zwei Arten:
a) Die Folgen überschaubar machen, in dem man die Größe der Banken beschränkt (Too-Big-To-Fail Banken verbieten/zerschlagen). Der heute erreichte Status ist aber das Gegenteil: Da die Pleiteinstitute von anderen Banken übernommen wurden, haben wir heute noch größere Banken als zuvor.
b) Die Wahrscheinlichkeit einer Bankenpleite senken. Dazu möchte ich heute etwas mehr schreiben.
Banken arbeiten mit einem relativ geringen Eigenkapital und verleihen dieses mehrfach weiter. Das ist der so genannte Hebel. Aus 50 Milliarden Eigenkapital wird dann schnell eine Bilanzsumme von 500, 1.000 oder gar 2.000 Milliarden. Lehman hatte vor der Pleite einen Hebel auf das Kerneigenkapital von etwa 40, die UBS agierte sogar teilweise mit einer Kerneigenkapitalquote von 0,9% (in der Umkehr ein Hebel von über 50).
Wenn eine solche Bank wie die UBS jetzt Abschreibungen in Höhe von 0,9%
ihres Eigenkapitals ihrer Bilanzsumme vornehmen muss, ist sie überschuldet. Dann braucht sie neues Eigenkapital (was ihr aber in einer Krise niemand gibt, es sei denn, der Staat springt ein). Oder es ist Schicht.
Abschreibungen in Höhe von 0,9% der Bilanzsumme sind aber nicht sooo außergewöhnlich, sondern stellen einen Fall dar, auf den die Kapitalstruktur einer Bank vorbereitet sein muss. Und je größer dieser Puffer ist, desto unwahrscheinlicher wird eine Rettungsaktion für eine Bank.
Die Investmentbanken in den USA waren übrigens bis 2004 zu einer Eigenkapitalquote von 8% (also einem maximalen Hebel von 12,5) verpflichtet. Dann hat man dieses Gesetz (welch grandioser Fehler!) unter viel Lobbydruck aufgehoben. Sofort begannen sich die Bilanzen der Investmentbanken immer weiter aufzublähen und die Eigenkapitalquote( = Risikopuffer) wurde immer geringer. Und dann reichten vergleichsweise kleine Abschreibungen, um die ganze Bank in die Pleite zu stürzen.
Für sowas gibt es natürlich eigentlich Regeln. Diese werden mit der Zeit weiterentwickelt. Diskutiert wird gerade Basel III, aktuell gültig sind die Regeln nach Basel II. Diese schreiben eine Eigenkapitalhinterlegung vor, die von der Qualität der Assets abhängt. Für eine Staatsanleihe mit einem Rating von AAA muss z.B. gar keine Sicherheit hinterlegt werden, für eine Staatsanleihe mit einem Junkrating von B jedoch 150% der angestrebten 8% (also 12%) Eigenkapitalquote. Bei Unternehmensanleihen, Verbraucherkrediten und ähnlichen kritischeren Papieren sind die Sätze quer durch alle Qualitätsstufen wesentlich höher. Ein ABS (Asset Backed Security) mit einem Rating von B muss z.B. mit 100%(!) Eigenkapital hinterlegt werden.
Bei diesem System gibt es direkt zwei große Probleme:
a) Man macht die Eigenkapitalausstattung der Banken vom Rating der Ratingagenturen abhängig. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Politiker haben genau diesen Ratingagenturen, die sie jetzt gerne und häufig kritisieren, die Macht verliehen. Nach Basel II sind Banken dazu verpflichtet, die Ratings der Agenturen zu berücksichtigen.
b) Das System ist sehr prozyklisch. In einer Krise sinkt logischerweise die Qualität der Assets in der Bilanz einer Bank. Das war natürlich schon immer so und die Bank musste dann Abschreibungen vornehmen und unter Umständen neues Eigenkapital besorgen. Nach Basel II muss die Bank nun aber nicht mehr nur das alte Eigenkapital ersetzen, sondern
noch mehr besorgen, weil das herabgeratete Papier jetzt nicht mehr mit 4%, sondern mit 12% hinterlegt werden muss. Und das alles mitten in einer Krise, in der Eigenkapital eh knapp ist und allein durch die Abschreibungen schon erhöhter Eigenkapitalbedarf besteht.
Daneben gibt es noch ein paar andere Probleme, u.a. die extrem weiche Definition von Eigenkapital, die nicht nur klassisches Eigenkapital berücksichtigt, sondern auch Wandelanleihen, nachrangig haftendes Kapital und ähnliche "Zwitterkonstruktionen", die irgendwo zwischen Fremd- und Eigenkapital liegen.
Ich habe daher schonmal vor einiger Zeit gefordert:
1.) die Ratingabhängigkeit abzuschaffen, also alle Assets mit dem gleichen Prozentsatz zu hinterlegen.
2.) ein Minimum an hartem Eigenkapital zu verlangen und Zwitterkonstrukte nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze. Also z.B. mindestens 4% hartes Eigenkapital + x% weiches Eigenkapital = insgesamt mindestens 8% Eigenkapital. (Man könnte übrigens auch einen Teil der 8% in einem gemeinsamen Pool aller Banken sammeln, der dann im Pleitefall einspringt).
Damit müssten die Bankbilanzen einen ausreichend großen Puffer für die nächste Krise haben. Was nicht bedeutet, dass man gegen "too-big-to-fail" nicht noch zusätzlich vorgehen sollte.
Die Banken müssten in der Folge natürlich massiv Eigenkapital einsammeln und die Anteile der Altaktionäre würden ziemlich verwässert. Aber das ist ehrlich gesagt nicht mein Problem, liebe Banker!
Interessanterweise hat es einer meiner Vorschläge sogar in die Regeln für Basel III geschafft und zwar die 4% Untergrenze für hartes Eigenkapital. Wow, dachte ich, so neben der Spur bin ich ja gar nicht ...
Handelsblatt: Banken müssen künftig mehr Eigenkapital vorhalten
Tja aber dann kam die Lobbykratie. Viel zu viel, viel zu hoch, nicht zu leisten. 9,7 Millionen Arbeitsplätze ständen auf dem Spiel (Ackermann). Deutschland machte Druck.
Und es kam zu einem (vorläufigen) Kompromiss. Aus 4% wurden 3%.
Und neben einem Haufen von Aufweichungen in Randgebieten (die ich hier jetzt nicht diskutieren möchte) wurde auch der zeitliche Rahmen gestreckt. Die neuen Regeln sollen erst 2018 (statt 2013) gelten. (Und das ist auch noch nicht das Ende der Verhandlungen).
Die Reaktion der Börsianer war eindeutig - Jubel! 8 der 10 besten Aktien am Dienstag waren Bankaktien.
Aber gut "für uns alle" ist das nicht. Die Banken haben in unserer Volkswirtschaft eine Aufgabe (Kreditvergabe) und haben daher (über den Hebel) ein Gelderzeugungsprivileg bekommen. Daher bin ich der Meinung, dass die Banken gerne auf das Privileg des billigen Zentralbankgeldes, der Haftungsgarantie für die Konten und Ähnliches verzichten können und dann als Hedgefonds weitermachen können. Oder aber sie wollen weiterhin billiges Zentralbankgeld haben, dann sollten sie aber nach unseren Regeln spielen. Und die müssen anders aussehen als bisher.
Die FTD fordert in einem Leitartikel auch eine Diskussion über die Eigenkapitalanforderungen und nicht über Schwachsinn wie Bonisteuern. Ich erkläre hiermit meine Pflicht erfüllt ;-)
FTD: Das Beste kommt noch
Aber ich würde eben noch weitergehen: Es muss nicht nur das Eigenkapital raus, es muss auch die Gewichtung nach Ratings weg. Keep it simple stupid. KISS. Die Komplexität des Finanzsektors ist in allen Details viel zu hoch. Und das ist auch ein Grund für die Krise. Man hat sich mit Hilfe von mathematischen Modellen eingeredet, man habe das alles im Griff und muss (bei fairer Betrachtung) eigentlich zugeben, dass man nix im Griff hatte. Geändert daran wird allerdings nichts (im Gegenteil: In Basel 3 wird noch über jede Menge weiterer komplexer Sachen wie zum Beispiel dynamischer Risikopuffer diskutiert).
Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der solche (angeblich) radikale Regeln fordert. Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium fordert das Gleiche!
Handelsblatt: Wissenschaftlicher Beirat macht radikale Vorschläge
Als ich das vor ein paar Wochen gelesen habe, bin ich fast einem Optimismusschock erlegen. Nach den faulen Kompromissen von Anfang der Woche weiss ich aber wieder, dass alles so bleibt wie gehabt:
a) Die Lobbyisten siegen, u.a. weil mit (unhaltbaren) Untergangsprognosen Stimmung gemacht wird.
b) Das was ein wissenschaftlicher Beirat empfiehlt und was die Politiker dann umsetzen, hat nur in Ausnahmefällen was miteinander zu tun ... Manchmal stellen sie sogar das exakte Gegenteil dar.
Update (18:09):
Es sollte natürlich "0,9% der Bilanzsumme" statt Eigenkapital heißen ...
Ich meckere ja schon länger darüber, dass wir als Reaktion auf die größte Krise der Weltwirtschaft seit etwa 80 Jahren einen Haufen neuer Regulierungen bekommen haben, die vor allem populistisch sind, Aktivität vortäuschen, aber kaum dazu beitragen werden, die nächste Krise zu verhindern (Bonibesteuerung, Bankenabgabe). An die Sachen, die wirklich wichtig sind, traut man sich aber nicht ran.
Schau'n wir kurz zurück: Das wirkliche Risiko in der Krise bestand doch aus den unbeherrschbaren Folgen, die aus der Pleite einer großen Bank entstehen könnten.
Tja, und wie könnte man da vorsorgen? Genau auf zwei Arten:
a) Die Folgen überschaubar machen, in dem man die Größe der Banken beschränkt (Too-Big-To-Fail Banken verbieten/zerschlagen). Der heute erreichte Status ist aber das Gegenteil: Da die Pleiteinstitute von anderen Banken übernommen wurden, haben wir heute noch größere Banken als zuvor.
b) Die Wahrscheinlichkeit einer Bankenpleite senken. Dazu möchte ich heute etwas mehr schreiben.
Banken arbeiten mit einem relativ geringen Eigenkapital und verleihen dieses mehrfach weiter. Das ist der so genannte Hebel. Aus 50 Milliarden Eigenkapital wird dann schnell eine Bilanzsumme von 500, 1.000 oder gar 2.000 Milliarden. Lehman hatte vor der Pleite einen Hebel auf das Kerneigenkapital von etwa 40, die UBS agierte sogar teilweise mit einer Kerneigenkapitalquote von 0,9% (in der Umkehr ein Hebel von über 50).
Wenn eine solche Bank wie die UBS jetzt Abschreibungen in Höhe von 0,9%
ihres Eigenkapitals ihrer Bilanzsumme vornehmen muss, ist sie überschuldet. Dann braucht sie neues Eigenkapital (was ihr aber in einer Krise niemand gibt, es sei denn, der Staat springt ein). Oder es ist Schicht.
Abschreibungen in Höhe von 0,9% der Bilanzsumme sind aber nicht sooo außergewöhnlich, sondern stellen einen Fall dar, auf den die Kapitalstruktur einer Bank vorbereitet sein muss. Und je größer dieser Puffer ist, desto unwahrscheinlicher wird eine Rettungsaktion für eine Bank.
Die Investmentbanken in den USA waren übrigens bis 2004 zu einer Eigenkapitalquote von 8% (also einem maximalen Hebel von 12,5) verpflichtet. Dann hat man dieses Gesetz (welch grandioser Fehler!) unter viel Lobbydruck aufgehoben. Sofort begannen sich die Bilanzen der Investmentbanken immer weiter aufzublähen und die Eigenkapitalquote( = Risikopuffer) wurde immer geringer. Und dann reichten vergleichsweise kleine Abschreibungen, um die ganze Bank in die Pleite zu stürzen.
Für sowas gibt es natürlich eigentlich Regeln. Diese werden mit der Zeit weiterentwickelt. Diskutiert wird gerade Basel III, aktuell gültig sind die Regeln nach Basel II. Diese schreiben eine Eigenkapitalhinterlegung vor, die von der Qualität der Assets abhängt. Für eine Staatsanleihe mit einem Rating von AAA muss z.B. gar keine Sicherheit hinterlegt werden, für eine Staatsanleihe mit einem Junkrating von B jedoch 150% der angestrebten 8% (also 12%) Eigenkapitalquote. Bei Unternehmensanleihen, Verbraucherkrediten und ähnlichen kritischeren Papieren sind die Sätze quer durch alle Qualitätsstufen wesentlich höher. Ein ABS (Asset Backed Security) mit einem Rating von B muss z.B. mit 100%(!) Eigenkapital hinterlegt werden.
Bei diesem System gibt es direkt zwei große Probleme:
a) Man macht die Eigenkapitalausstattung der Banken vom Rating der Ratingagenturen abhängig. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Politiker haben genau diesen Ratingagenturen, die sie jetzt gerne und häufig kritisieren, die Macht verliehen. Nach Basel II sind Banken dazu verpflichtet, die Ratings der Agenturen zu berücksichtigen.
b) Das System ist sehr prozyklisch. In einer Krise sinkt logischerweise die Qualität der Assets in der Bilanz einer Bank. Das war natürlich schon immer so und die Bank musste dann Abschreibungen vornehmen und unter Umständen neues Eigenkapital besorgen. Nach Basel II muss die Bank nun aber nicht mehr nur das alte Eigenkapital ersetzen, sondern
noch mehr besorgen, weil das herabgeratete Papier jetzt nicht mehr mit 4%, sondern mit 12% hinterlegt werden muss. Und das alles mitten in einer Krise, in der Eigenkapital eh knapp ist und allein durch die Abschreibungen schon erhöhter Eigenkapitalbedarf besteht.
Daneben gibt es noch ein paar andere Probleme, u.a. die extrem weiche Definition von Eigenkapital, die nicht nur klassisches Eigenkapital berücksichtigt, sondern auch Wandelanleihen, nachrangig haftendes Kapital und ähnliche "Zwitterkonstruktionen", die irgendwo zwischen Fremd- und Eigenkapital liegen.
Ich habe daher schonmal vor einiger Zeit gefordert:
1.) die Ratingabhängigkeit abzuschaffen, also alle Assets mit dem gleichen Prozentsatz zu hinterlegen.
2.) ein Minimum an hartem Eigenkapital zu verlangen und Zwitterkonstrukte nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze. Also z.B. mindestens 4% hartes Eigenkapital + x% weiches Eigenkapital = insgesamt mindestens 8% Eigenkapital. (Man könnte übrigens auch einen Teil der 8% in einem gemeinsamen Pool aller Banken sammeln, der dann im Pleitefall einspringt).
Damit müssten die Bankbilanzen einen ausreichend großen Puffer für die nächste Krise haben. Was nicht bedeutet, dass man gegen "too-big-to-fail" nicht noch zusätzlich vorgehen sollte.
Die Banken müssten in der Folge natürlich massiv Eigenkapital einsammeln und die Anteile der Altaktionäre würden ziemlich verwässert. Aber das ist ehrlich gesagt nicht mein Problem, liebe Banker!
Interessanterweise hat es einer meiner Vorschläge sogar in die Regeln für Basel III geschafft und zwar die 4% Untergrenze für hartes Eigenkapital. Wow, dachte ich, so neben der Spur bin ich ja gar nicht ...
Handelsblatt: Banken müssen künftig mehr Eigenkapital vorhalten
Tja aber dann kam die Lobbykratie. Viel zu viel, viel zu hoch, nicht zu leisten. 9,7 Millionen Arbeitsplätze ständen auf dem Spiel (Ackermann). Deutschland machte Druck.
Und es kam zu einem (vorläufigen) Kompromiss. Aus 4% wurden 3%.
Und neben einem Haufen von Aufweichungen in Randgebieten (die ich hier jetzt nicht diskutieren möchte) wurde auch der zeitliche Rahmen gestreckt. Die neuen Regeln sollen erst 2018 (statt 2013) gelten. (Und das ist auch noch nicht das Ende der Verhandlungen).
Die Reaktion der Börsianer war eindeutig - Jubel! 8 der 10 besten Aktien am Dienstag waren Bankaktien.
Aber gut "für uns alle" ist das nicht. Die Banken haben in unserer Volkswirtschaft eine Aufgabe (Kreditvergabe) und haben daher (über den Hebel) ein Gelderzeugungsprivileg bekommen. Daher bin ich der Meinung, dass die Banken gerne auf das Privileg des billigen Zentralbankgeldes, der Haftungsgarantie für die Konten und Ähnliches verzichten können und dann als Hedgefonds weitermachen können. Oder aber sie wollen weiterhin billiges Zentralbankgeld haben, dann sollten sie aber nach unseren Regeln spielen. Und die müssen anders aussehen als bisher.
Die FTD fordert in einem Leitartikel auch eine Diskussion über die Eigenkapitalanforderungen und nicht über Schwachsinn wie Bonisteuern. Ich erkläre hiermit meine Pflicht erfüllt ;-)
FTD: Das Beste kommt noch
Aber ich würde eben noch weitergehen: Es muss nicht nur das Eigenkapital raus, es muss auch die Gewichtung nach Ratings weg. Keep it simple stupid. KISS. Die Komplexität des Finanzsektors ist in allen Details viel zu hoch. Und das ist auch ein Grund für die Krise. Man hat sich mit Hilfe von mathematischen Modellen eingeredet, man habe das alles im Griff und muss (bei fairer Betrachtung) eigentlich zugeben, dass man nix im Griff hatte. Geändert daran wird allerdings nichts (im Gegenteil: In Basel 3 wird noch über jede Menge weiterer komplexer Sachen wie zum Beispiel dynamischer Risikopuffer diskutiert).
Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der solche (angeblich) radikale Regeln fordert. Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium fordert das Gleiche!
Handelsblatt: Wissenschaftlicher Beirat macht radikale Vorschläge
Als ich das vor ein paar Wochen gelesen habe, bin ich fast einem Optimismusschock erlegen. Nach den faulen Kompromissen von Anfang der Woche weiss ich aber wieder, dass alles so bleibt wie gehabt:
a) Die Lobbyisten siegen, u.a. weil mit (unhaltbaren) Untergangsprognosen Stimmung gemacht wird.
b) Das was ein wissenschaftlicher Beirat empfiehlt und was die Politiker dann umsetzen, hat nur in Ausnahmefällen was miteinander zu tun ... Manchmal stellen sie sogar das exakte Gegenteil dar.
Update (18:09):
Es sollte natürlich "0,9% der Bilanzsumme" statt Eigenkapital heißen ...
Die Reaktion auf die Krise - dokumentiert an einem Beispiel