Lesetipp zum Wochenende: Wenn irische Augen weinen

Sind neun Seiten, aber zumindest bis Seite 4 (wo ich gerade bin) sehr lesenswert ... Nicht weil der Artikel voll mit neuen Fakten ist, sondern weil er einfach gut geschrieben ist und die Dimension der irischen Probleme deutlich macht ("einfach mal 100 nehmen und dann ist es die US-Version") ...

Oder die Erwähnung, dass in den USA die Banker fast alle ohne große Schäden davon gekommen sind, während die irischen Banker mit ihren Banken untergegangen sind ("The Irish nouveau riche may have created a Ponzi scheme, but it was a Ponzi scheme in which they themselves believed.")

Oder die Anekdote, dass der irische Ministerpräsident Brian Cohen das Fax für das 440 Mrd. Euro Rettungspaket aus einem Pub abgeschickt haben soll ...

Außerdem kommt ein "crazy egghead" drin vor ;-) Also Lesebefehl ...

Vanity Fair: When Irish Eyes Are Crying

Update (07.02.11)

Auf den Seiten 5 und 6 kommt auch noch eine schöne Geschichte über einen Merrill Lynch Analysten, der  die Vergabepraxis der irischen Banken bei gewerblichen Hypotheken recherchiert und darüber berichtet hat. Danach waren die drei großen irischen Banken in Großbritannien als großzügige Kreditgeber bekannt (heisst: sie finanzierten auch Projekte, die sonst niemand finanzieren wollte). In Irland sollen sie noch großzügiger gewesen sein.
Der Bericht machte in London eine ziemliche Welle, wurde aber nur wenige Stunden später zurückgezogen. Und jetzt ratet mal, wer zu Merrill Lynchs größten Kunden gehörte ...

FT Alphaville hat versucht, den Report aufzutreiben, aber bis auf einen kurze Nachricht von Reuters über den Report ist nichts mehr zu finden. Der Analyst ist Ende 2008 übrigens auch rausgeflogen ...

FT Alphaville » Merrill’s missing Ireland note

Update 2 (08.02.11):

Der Bericht von Merrill Lynch über die irischen Banken aus 2008 ist doch online:

Scribd: Henriettea Baldock Merrrill Memo IRELAND BANKS

gefunden über Irish Bank Memo, Merrill Lynch 9.28.08 | The Big Picture

Update 3:

Der Bericht von Merrill Lynch war auch gestern bei FT Alphaville online, da hatte Merrill aber was dagegen:

FT Alphaville » Merrill’s scrubbed Ireland note

Fracksausen? Wie der Scribd Link oben zeigt, macht das Vorgehen von Merrill Lynch keinen Sinn. Die müssen wohl erst mal "gewikileakt" werden, bevor die verstehen, was es heutzutage kostet, ein Bit zu kopieren und ins Netz zu stellen ... Wenn die halbe City den Report hatte, wird das Teil immer und immer wieder auftauchen ...

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