Ursache des Anstiegs der Übernachtgeschäfte bei der EZB wohl klar

Der von mir am Freitag verbloggte seltsame Anstieg der Übernachtgeschäfte bei der EZB (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Droht allen irischen Banken der "Mastbruch"?, vor allem die Updates) scheint sich aufgeklärt zu haben.

Es steckten (wie vermutet) die irischen Banken dahinter, allerdings aus einem anderen Grund wie von mir spekuliert. Es war weder ein Fat-Finger (also eine Fehleingabe), noch hat es was mit einer Änderung der Zuteilungs- oder Hinterlegungsregeln der EZB zu tun.

Reuters nennt unter Berufung auf informierte Kreise einen einfacheren Grund. Es sollen die Anglo Irish Bank und die Irish Nationwide Building Society hinter dem Anstieg stecken. Diese hatten Assets bei der EZB für die normalen Refinanzierungsgeschäfte (also nicht die Übernachtgeschäfte) hinterlegt, die jetzt aber im Rahmen der Abwicklung verkauft werden soll. Dazu mussten diese Sicherheiten zurückgerufen werden, damit sie für den Verkauf frei sind. Jetzt werden diese Sicherheiten für die Übernachtgeschäfte hinterlegt, womit man sie jederzeit (außer nachts ...) verkaufen kann.

Am Ende also scheinbar ein einfacher Deal: Die Verkäufer bekommen mehr Flexibilität und nehmen dafür höhere Kosten (1,75% statt 1,0%) in Kauf.

Reuters: Irish deposit sales cause ECB borrowing spike: source

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