50% der Deutschen pro Eurohilfe an Portugal ...

... und nur 45% dagegen.

Schau an! So eindeutig, wie manche (u.a. auch die Bild) die Ablehnung der Eurohilfen für Griechenland, Irland und Portugal darstellen, scheint sie gar nicht zu sein.

In einer EMNID Umfrage, die die Bild am Sonntag in Auftrag gegeben hat und die repräsentativ sein soll, haben 50% der Befragten für die Hilfe ausgesprochen und 45% dagegen. Komisch, das erschien mir zumindest im Fall von Griechenland anders zu sein, da hätte ich eher auf eine breite Ablehnung in der Bevölkerung getippt.

Übrigens erwarten satte

90%,

dass Portugal nicht das letzte Land sein wird, das auf die EU-Hilfen zugreifen muss. Die Frage scheint da nur zu sein: Spanien oder Belgien.

Sorgen um den Euro machen sich übrigens auch die Mehrheit: 20% "sehr große", 38% "eher große". Relativ optimistisch ist der Rest: 32% machen sicher "eher weniger", 11% "keine" Sorgen.

Allerdings zeigen die letzten beiden Abschnitte schon, wie viel man von der Meinung der Bevölkerung in Deutschland, die ja von Wirtschaftsdingen nicht wirklich viel Ahnung hat, halten soll. Wenn 90% von weiteren Ländern ausgehen, die Hilfe brauchen, sollten eigentlich auch mehr Leute Angst vor einer Eurokrise haben ...

Emnid-Umfrage Euro-Rettungsfond: Mehrheit der Deutschen zeigt sich solidarisch - Wirtschaft - Bild.de

(Ausnahmsweise mal ein Link auf Bild.de, aber wenn die die Umfrage schon bezahlen ...)

Kommentare :

  1. 90% wissen, daß der Karren an die Wand gefahren ist. Die Hälfte davon denkt, daß Portugal den Braten auch nicht mehr fett macht.

    Ich denke spätestens mit der Krise hat sich die Ohnmacht/Apathie/Hilfslosigkeit auch in vormals daueroptimistische Zirkel verbreitet.

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  2. *So* kann man das natürlich auch erklären ...

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  3. Das erklärt aber nicht die "nur" 58%, die sich Sorgen um den Euro machen ....

    Oder willst du sagen, dass er Punkt "Euro ist mir egal, ich hab eh nur noch Gold" als Antwortmöglichkeit fehlte ...

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  4. Schade, dass die Gründe für diese Einschätzungen nicht auch erhoben (oder zumindest nicht angeführt) wurden.

    Vielleicht haben diese 50 % zwischenzeitig verstanden, dass sich aus dem EURO nicht so einfach aussteigen lässt, jedenfalls wenn massive Verwerfungen vermieden werden sollen.

    Wir haben Jahre gebraucht, um den EURO einzuführen, wobei das Volk diese Phase mehr oder weniger in stoischer Ruhe über sich hat ergehen lassen.

    Oder kann sich irgendjemand einen realistischen "Fahrplan zurück zur DMneu" vorstellen?

    lg - urriegel

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  5. Vermutlich bestellen die 42% einfach nix bei amazon.co(m|.uk) und wohnen nicht an der Grenze zur Schweiz.
    Sprich, die "Sorgen" schließen den abschmierenden Wechselkurs nicht ein. Denn wenn der Urlaub in Italien, das Gemüse aus Holland und die Südfrüchte aus Spanien nicht teurer werden, ist "Angst" nur noch ein "mein Geld ist weg"/ Der Euro wird aufgelöst.

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