Portugal will jetzt doch/endlich EU-Hilfsgeld ...

Das kündigte der portugiesische Finanzminister heute Abend an. Es ist allerdings unklar, ob die Übergangsregierung diese Entscheidung überhaupt treffen darf (wobei ich schon drauf tippen würde ... Wieso sollte die das nicht dürfen?)

Die Entscheidung kommt jetzt doch etwas überraschend, denn die Versteigerung der portugiesischen Anleihen lief heute eigentlich halbwegs zufriedenstellend. OK, der Zins war hoch, aber es gab immerhin Käufer ... (siehe 5,9% Rendite für neue portugiesische Anleihe - egghat's not so micro blog).

Naja, theoretische Diskussion ab heute. Nach Griechenland und Irland haben wir jetzt die Nummer drei in den diversen EU-Rettungsfonds. Jetzt können sich die Hedgefonds auf Spanien konzentrieren ... Feuer frei.

FAZ: Finanzminister kündigt Hilfsantrag an

Kommentare :

  1. Eigentlich darf eine geschäftsführende Regierung wirklich nicht mehr als die laufenden Geschäfte führen. Anscheinend braucht es für einen Hilfsantrag auch gar keine Abstimmung oder irre ich mich da?

    Laut Spiegel aber alles kein Problem:
    "Bei ihrer Bitte kann sich die Sócrates-Regierung auf die portugiesische Verfassung stützen. Darin steht in Artikel 188, Absatz 5 ausdrücklich, dass eine Übergangsregierung Entscheidungen fällen darf, die für das Wohl des Landes absolut nötig sind. Die Bitte um EU-Hilfen ist so ein Fall"

    Hm, wenns jemand drauf anlegt, könnte das aber gegebenfalls anfechtbar sein. Der Zeitpunkt scheint mir ja ein wenig schräg.
    Und Spargesetze kriegen sie wahrscheinlich mit der Übergangsregierung nicht hin.

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  2. Ich sehe darin kein Problem. Wir kassieren 5% Zins und machen mal wieder "ein gutes Geschäft" wie Vollidioten der Couleur Bofinger&Hickel uns schon bei Griechenland weis zu machen versuchten

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  3. @Matsch

    Noch ein paar so gute Geschäfte und wir sind auch Pleite ;).

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  4. Hmm ... drei sind schon im Sack, jetzt jagen wir mal Spanien ...

    Irgendwie sehe ich da morbide Parallelen zu Fukushima. Die wissen jetzt auch, dass bei der Konstruktion ein paar Eventualitäten nicht berücksichtigt wurden, zwischendurch hat es auch dort Warnungen gegeben. Jetzt wird mit verzweifelter Improvisation versucht, den Super-Gau zu verhindern. In einem Punkt ist man dort allerdings schon weiter: Die wissen schon, dass diese Fehlkonstruktion keine Zukunft mehr hat ... beim EURO gehen unsere Staatenlenker noch immer davon aus, dass in ein paar Jahren wieder der Normal-Modus anspringt.

    lg - urriegel

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  5. Ich habe euren Kommentaren nichts hinzuzufügen.

    Stimmt alles.

    Es ist alles suuupi. Man muss halt nur etwas sparen und dann haben die Länder, die jetzt dank dem Euro eine Hartwährung haben, auf einmal ausgeglichene Bilanzen. Also das, was sie selbst bei Rückenwind durch eine Schwachwährung nie(!) übe einen längeren hinbekommen haben.

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