US-Arbeitslosenquote 05/11: 9,1% (+0,1)

Ich habe leider in den letzten zwei Monaten keine Zeit gefunden, hier die US-Arbeitslosenzahlen in der üblichen Form zu bringen. Die Zahlen für den Mai waren aber der Höhepunkt, bzw. Tiefpunkt in einer Serie von schwachen Wirtschaftszahlen aus den USA. Und wenn dazu noch die Zahlen für die Vormonate nach unten korrigiert haben, muss ich das auch an einem so sonnigen Wochenendtag mal nachholen ...

Zu den offiziellen Zahlen für den Mai 2011:

Household Data, per Umfrage erhoben:

Anzahl der Arbeitslosen: +167.000 auf 13,914 Millionen. Anzahl der Arbeitenden: +105.000 auf 139,779 Millionen ---> Arbeitslosenquote:

9,1% (+0,1).

Vor zwei Monaten lag die US-Arbeitslosenquote noch bei 8,8%.

Positiv, dass die Zahl der Umbuchungen in die Gruppe "Not in Labor Force" ausnahmsweise mal nicht negativ war. Es waren 105.000 weniger als im April. Das ist aber die seltene Ausnahme. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl 2,358 Millionen höher. Diese 2,358 Millionen zählen nicht mehr zum Arbeitskräfteangebote der USA, gehen also auch nicht mehr in die Berechnung der Arbeitslosenquote ein.

Die Erwerbstätigenquote (Anzahl Arbeitskräfte auf die Gesamtbevölkerung gesehen) blieb konstant bei 58,4%, gegenüber dem Vorjahresmonat ist das aber schon wieder ein Plus von 0,3 Prozentpunkten. Die Erholung des Arbeitsmarkts spiegelt sich in der Erwerbstätigenquote immer noch nicht wider. Ein großer Teil der Verbesserung in der Arbeitslosenquote geht halt allein auf die Umbuchungen von mehr als 2 Millionen Amerikaner in die NILF-Schublade zurück.

Establishment Data:

Die Daten aus der Establishment Data, die als genauer gelten, waren die eigentliche Enttäuschung.

Anzahl der Jobs: +54.000 gegenüber April 2011 auf 131,043 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr liegt das Plus bei mageren 242.000.

Für die beiden vergangenen Monate gab es relativ kräftige Abwärtskorrekturen: Der März 2011 wurde von +221.000 auf +194.000, der April 2011 von 244.000 auf 232.000 korrigiert, zusammen also um 39.000.

Die Anzahl der gearbeiteten Stunden pro Woche blieb im Februar bei 34,4 die Anzahl der Überstunden blieb unverändert bei 3,2 Stunden.

Fasst man die Zahlen zusammen, war nicht nur der Mai eine Enttäuschung, mit den Abwärtskorrekturen der Vormonate muss man eigentlich auch die beiden Monate als schwach bewerten. Insbesondere zeigt sich, dass eigentlich nur im Winter die Zahl der Arbeitsplätze wirklich stieg und die Arbeitslosenquote aus diesem Grund sank. Mein Optimismus im Winter hat sich nicht bestätigt, wobei ich bei der überlegten Wette (US-Arbeitslosenquote sinkt) ja tendenziell richtig gelegen hätte, auch wenn fast nur wegen den NILFs.

Übrigens ist die am breitesten ausgelegte Arbeitslosenquote U-6 ist um 0,1 Prozentpunkte auf 15,8% gesunken. Das ist immerhin eine deutlich Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (16,5%), allerdings ist die einzige logische Erklärung die NILF-Schublade ...

BLS.GOV: THE EMPLOYMENT SITUATION – MAY 2011 (PDF)

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