Die volle Zahlendröhnung aus Griechenland I - Neue Schuldenstandsprognose

Drei interessante Zahlen zu Griechenland, die wenig gute Laune machen ... In drei Teilen, damit ich die Zahlen auch wiederfinde, wenn ich sie später mal verlinken möchte ...

Die erste Zahl dreht sich um die Schulden Griechenlands. Den Schuldenstand in Prozent des BIPs habe ich schon einige Male verbloggt (zuletzt hier: Griechenlands Schuldenstand jetzt bei 157%/BIP - egghat's not so micro blog), das kann aber quasi dauernd aktualisieren ... Aus den beim letzten Mal geschätzten 166% Schuldenstand als Hoch in 2012 sind jetzt schon

172%

geworden. Das meldete jetzt der IWF. Na gut, die alte Schätzung war auch schon satte 2 Monate alt ... Mich würde es nicht wundern, wenn die Zahl nochmal nach oben korrigiert wird und der Gipfel auch erst 2013 oder 2014 erreicht würde. Im Moment lösen die Griechen noch fleissig alte, niedrig verzinste Anleihen durch vergleichsweise teure aus dem EU-Rettungsfonds ab, wodurch sich die Zinslast immer weiter erhöht und die Sparanstrengungen ins Leere laufen.

Hauptgrund für die Erhöhung der Schuldenstandsprognose war allerdings die neue BIP-Schätzung für 2011, die von -3,0 auf -3,8% gesenkt wurde.

Heftige Zahlen allesamt, wobei man bedenken muss, dass im Frühling 2010 noch von einem Top der Verschuldung bei gut 130% des BIPs ausgegangen wurde. Aber dann verhagelten sowohl Korrekturen der Zahlen aus der Vergangenheit wie auch die schwächere Entwicklung der Konjunktur plus die nicht nicht anschlagenden Sparprogramme die ursprünglichen Prognosen komplett ...

Und ich möchte gar nicht mehr daran erinnern, dass auch mal aus dem IWF heraussickerte, dass man Schuldenstände von mehr als 150% des BIPs für nicht mehr beherrschbar halte und daher dann lieber zur Umschuldung greife ...

Griechen-Rettung: Papandreou drängt EU und IWF zur Eile | FTD.de

1 Kommentar :

  1. Die totale Rettung – ein Fake
    http://www.querschuesse.de/die-totale-rettung-ein-fake/

    In den ersten 6 Monaten 2011:
    -8,3% Steuereinnahmen
    +8,8% Ausgaben
    +22,3% Zinszahlungen
    +27,5% Staatsdefizit

    autsch

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