Durchschnittseinkommen an der Wall Street vs. New York

Wow! Was'ne Grafik!

Ich kann in diesem Posting nicht viel Kontext hinzufügen, aber die Grafik spricht auch wirklich für sich ...


Der durchschnittliche Angestellte an der Wall Street verdient mit 361.000 Dollar fast sechsmal so viel wie der durchschnittliche Angestellte in New York City, der außerhalb der Wall Street arbeitet (66.000$).

Ich hänge diesen Artikel mal ziemlich hoch in mein Hauptblog, weil erstens der Unterschied extrem ist und zweitens nicht aus irgendeiner obskuren Quelle stammt, sondern direkt aus der (Steuer?)Verwaltung der Stadt New York kommt. Die Zahlen sind also absolut glaubwürdig.

The Securities Industry in New York City (PDF)

Update (13.10.11):

Jammern auf hohem Niveau neu definiert:
Bankers aren’t optimistic about those gains. Options Group’s Karp said he met last month over tea at the Gramercy Park Hotel in New York with a trader who made $500,000 last year at one of the six largest U.S. banks.
The trader, a 27-year-old Ivy League graduate, complained that he has worked harder this year and will be paid less. The headhunter told him to stay put and collect his bonus.
“This is very demoralizing to people,” Karp said. “Especially young guys who have gone to college and wanted to come onto the Street, having dreams of becoming millionaires.”
Ach du meine Güte! Da haben die Trader davon geträumt, Millionäre zu werden und jetzt müssen sie härter arbeiten und bekommen weniger Geld dafür. So dass sie womöglich ganze 4 Jahre statt nur 3 Jahre arbeiten müssen, bis sie dann endlich Millionär sind. Das ist schon sehr demoralisierend ...

Wall Street Sees ‘No Exit’ From Financial Decline as Bankers Fret Future - Bloomberg

Krugman meint dazu nur: Das wäre eigentlich alles unglaublich komisch, wenn das nicht die genau die Leute wären, die die Welt zerstören.

Krugman: Hard Times On Wall Street

Update 2:

10.000 Jobs an der Wall Street in Gefahr. Bei realistischen Gehältern und vernünftigen Arbeitszeiten könnten es auch deutlich weniger sein.


Wall Street Shrinkage - WSJ.com

Kommentare :

  1. Dazu via Krugman gerade eben:
    http://krugman.blogs.nytimes.com/2011/10/12/hard-times-on-wall-street/

    Bloomberg: Wall Street Sees ‘No Exit’ From Financial Decline as Bankers Fret Future
    http://www.bloomberg.com/news/2011-10-12/wall-street-sees-no-exit-from-financial-woes-as-bankers-fret.html

    Options Group’s Karp said he met last month over tea at the Gramercy Park Hotel in New York with a trader who made $500,000 last year at one of the six largest U.S. banks.

    The trader, a 27-year-old Ivy League graduate, complained that he has worked harder this year and will be paid less. The headhunter told him to stay put and collect his bonus.

    “This is very demoralizing to people,” Karp said. “Especially young guys who have gone to college and wanted to come onto the Street, having dreams of becoming millionaires.”

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  2. Danke für den Hinweis. Habe das als Update hinter den Artikel gepackt.

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  3. Wahnsinn! Irgendwas habe ich in meinem Leben falsch gemacht. o.O

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  4. Diejenigen, die an der Wall Street arbeiten und mehrere hunderttausend Dollar verdienen, glauben zudem, dass sie intelligenter als der Rest der Welt sind. Alles Quatsch!

    Kein Wunder, dass die Menschen protestieren. Ich sehe die Demonstranten fast jeden Tag an der Wall Street. Ich kann die zum Teil durchaus verstehen. Die Rettungspakete, die von der US-Regierung während der Krise vor 3 Jahren flossen, gingen zum Großteil an die Banken. Der Bürger hatte nichts davon.

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  5. Unglaublich!

    Interessant wäre es in diesem Zusammenhang auch noch zu wissen, wie viel (mehr) die Wall Street im Vergleich zum durchschnittlichen Angestellten in New York City arbeitet.

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  6. Damals in der Krise 1.0 ging die FAZ diesem Phänomen aber mal so richtig auf den Grund:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/boni-debatte-warum-verdienen-banker-so-irre-viel-geld-1843590.html

    Vielleicht was für die "Occupy Wall Street" Library, mannmannmann

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