USA: Arbeitslosenquote 02/12: 8,3% (unv. Vm, -0,7 Vj)

Erneut ein Bericht vom US-Arbeitsmarkt, der eher positiv überrascht. Zum zweiten Mal in 2012. Die Arbeitslosenquote blieb zwar (nur) unverändert, aber die anderen Zahl waren klar positiv..

Zu den offiziellen Zahlen für den Februar 2012:

Household Data, per Umfrage erhoben:

Anzahl der Arbeitslosen: +48.000 auf 12,806 Millionen.
Anzahl der Arbeitenden: +428.000 auf 142,065 Millionen

---> Arbeitslosenquote: 8,3% (unverändert zum Vormonat, -0,7 unter dem Vorjahresmonat).

Die Zahl der NILFs sank im Februar ausnahmsweise um 310.000. Damit wurden diesen Monat nicht wie so oft üblich, Personen aus dem Arbeitsmarkt "ausgebucht", sondern deren Zahl sank sogar.

Die Erwerbstätigenquote (Anzahl Arbeitskräfte auf die Gesamtbevölkerung), die für mich immer ein guter Crosscheck zur politisch optimierten Arbeitslosenquote darstellt, zeigt das auch gut: Sie stieg im Februar auf 58,6% (+0,1) und liegt nun 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 58,4%. Man sollte aus den letzten zwei Monaten nicht voreilig Schlüsse ziehen, aber eines steht fest: Es wächst nun nicht mehr nur die Zahl der Beschäftigten (was natürlich an sich auch schon positiv ist), sondern die Zahl wächst nun schneller als die Gesamtbevölkerung, wenn auch nur ganz behutsam.

Establishment Data:

Die Daten aus der Establishment Data, die als genauer gelten, decken sich mit den "bereinigten" Arbeitslosenzahlen.

Anzahl der Jobs: +227.000 gegenüber dem Vormonat auf 132,679 Millionen. 233.000 neuen Jobs im privaten Sektor stand ein Verlust von 6.000 Jobs im öffentlichen Sektor gegenüber.

Stark wurde der zweite Teil des Arbeitsmarktberichts durch die Korrekturen der Vormonate: Das Plus aus dem Dezember wurde von 203.000 auf 223.000 nach oben korrigiert, der Januar von +243.000 auf +284.000. Das sind 61.000 weitere Arbeitsplätze, die man eigentlich auf das Monatsplus von 227.000 rechnen müsste. Damit setzt sich die Reihe kräftiger Aufwärtskorrekturen aus den Vormonaten fort.

Die Anzahl der gearbeiteten Stunden pro Woche blieb im Vergleich zum Januar stabil bei 34,5 Stunden, im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt das Plus 0,2 Stunden. Die Zahl der Überstunden blieb ebenfalls stabil bei 3,4 Stunden, ebenfalls 0,2 Stunden über dem Februar 2011. Beides deckt die Aussage von steigender Nachfrage nach Arbeit.

Ein guter Punkt, an dem man die Gesamtverfassung des US-Arbeitsmarkts ablesen kann, ist die am breitesten ausgelegte Arbeitslosenquote U-6. Diese sank wiederum leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 14,9%. Das ist weiterhin deutlich besser als im Vorjahr (15,9%).

Zusammenfassend: Ein stimmiger Arbeitsmarktbericht. Die Verbesserungen sind nicht dramatisch, sondern weiterhin eher zögerlich. Aber immerhin wächst die Nachfrage nach dem Faktor Arbeit wieder (und auch etwas schneller als die Gesamtbevölkerung), was den Wirtschaftsaufschwung in den USA weiter stabilisieren dürfte.

BLS.GOV: THE EMPLOYMENT SITUATION – February 2012

Kommentare :

  1. Auf dradio Kultur gab es in dieser Woche einen Beitrag nach dem Super-Tuesday: Noch nie wurde ein Präsident wiedergewählt, wenn die Arbeitslosenquote höher als 8 % war.

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    1. Wird dieses Mal wohl auch so sein. Ergo: Ich rechne damit, dass die 0,3% noch verschwinden.

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    2. (Ah, endlich gehen die gethreadeten Kommentare. cool.)

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    3. (ah nur zwei Tiefen. Naja, besser als wie vorher)

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