USA: Arbeitslosenquote 02/13: 7,7% (-0,2 Vm, -0,6 Vj)

(Nach einigen Monaten Pause mal wieder ein US-Arbeitsmarktposting von mir ... )

Für den Februar gab es einen positiven Arbeitsmarktbericht.

Zu den offiziellen Zahlen für den Februar 2013:

Household Data, per Umfrage erhoben:

Anzahl der Arbeitslosen: -250.000 auf 12,032 Millionen.
Anzahl der Arbeitenden: +170.000 auf 143,492 Millionen

---> Arbeitslosenquote: 7,7% (-0,2 zum Vormonat, -1,0 unter dem Vorjahresmonat).

Weniger Arbeitslose, mehr Arbeitsplätze. Alles fein.

Die Erhöhung der NILFs ("not in labor force", suchen keinen Job mehr, warum auch immer) um 296.000 ist relativ kräftig. Aber selbst wenn man diese komplett in der "labor force" gelassen hätte, wäre die Arbeitslosenquote auf 7,7% gefallen. Trotz der Verbesserung am US-Arbeitsmarkt gibt es im Vergleich zum Februar 2012 noch etwa 1,7 Millionen NILFs mehr. (Wobei diese Differenz auch schon deutlich über 2 Millionen lag).

Ein guter Check ist die Erwerbstätigenquote (Anzahl Arbeitskräfte gesehen auf die Gesamtbevölkerung). Diese blieb stabil bei 58,6% und liegt damit wieder genau auf dem Vorjahreswert (und übrigens auch auf dem Wert von Dezember und Januar).
Wir sehen damit weiterhin einen deutlichen Rückgang bei der Arbeitslosenquote, wodurch sich aber der Anteil der Arbeitenden an der Bevölkerung nicht verbessert. Es entstehen zwar neue Arbeitsplätze, aber gerade einmal so viele, wie angesichts der wachsenden Bevölkerung der nötig sind, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten.

Establishment Data:

Die Daten aus der Establishment Data, die als genauer gelten, sind im Februar ebenfalls enttäuschend.

Anzahl der Jobs: +236.000 gegenüber dem Vormonat auf 135,046 Millionen. Dem Plus von 246.000 neuen Jobs im privaten Sektor steht ein Verlust von 10.000 Jobs im öffentlichen Sektor gegenüber. Der Staat muss halt sparen.

Die Korrekturen der Vormonate für die neu geschaffenen Arbeitsplätze zeigen ebenfalls solide nach oben: Der Dezember wurde um 23.000 auf +219.000 nach oben korrigiert, der Januar um 38.000 auf 157.000. Insgesamt sind durch die Korrekturen also 61.000 Jobs nachträglich neu hinzugekommen. Inklusive der Korrekturen gab es also 297.000 neue Arbeitsplätze (236.000+23.000+38.000).

Die Anzahl der gearbeiteten Stunden pro Woche erhöhte sich  im Vergleich zum Vormonat minimal auf 34,5 Stunden, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es ein Minus von 0,1 Stunden. Die Zahl der Überstunden stieg gegenüber dem Vormonat und Vorjahresmonat um 0,1 auf 3,4 Stunden. Das deckt die Interpretation der leichten, aber stabilen Verbesserung auf dem US-Arbeitsmarkt.

Ein weiterer Punkt, an dem man die Gesamtverfassung des US-Arbeitsmarkts ablesen kann, ist die am breitesten ausgelegte Arbeitslosenquote U-6 (darin stecken z.B. auch alle, die zwar einen Teilzeitjob haben, aber eigentlich Vollzeit arbeiten wollen, etc). Diese sank von 14,4 auf 14,3%. Das ist auch weiterhin spürbar besser als im Vorjahr (15,0%), wenn auch historisch immer noch hoch.

Zusammenfassend: Ein guter Bericht vom US-Arbeitsmarkt. Nach einer gewissen Stagnation im Spätsommer letzten Jahres, wächst die Zahl der Beschäftigten und sinkt die Zahl der Arbeitslosen wieder. Zwar stagniert die Anzahl der Beschäftigten betrachtet auf die (wachsende) Gesamtbevölkerung weiterhin (58,6%), aber immerhin hält der Arbeitsmarkt mit der wachsenden Bevölkerung der USA wieder Schritt.


BLS.GOV: THE EMPLOYMENT SITUATION – February 2013

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