GR: Arbeitslosenquote 09/13: 27,4% (+0,1 Vm, +1,4 Vj)

Jugendarbeitslosigkeit 51,9% (-4,8 Vj). (Disclaimer zur Aussagekraft dieser Zahl).

Der Trend der letzten Monate setzt sich fort: Die Geschwindigkeit des Anstiegs nimmt ab, es scheint sich langsam ein Plateau zu bilden.

Das leider auf einem erschreckend hohem Niveau, das einer Volkswirtschaft nicht gut tun kann.

LABOUR FORCE SURVEY: September 2013

Inzwischen sollte man meiner Meinung nach nicht mehr allein die Arbeitslosenquote als Konjunktur- bzw. Krisenindikator heranziehen, sondern zusätzlich das breit sinkende Lohnniveau berücksichtigen. Die Summe Geld, die in der Volkswirtschaft ankommt, kann sich ja aus zwei Gründen ändern:

a) Die Anzahl der Beschäftigten ändert sich
b) Die Höhe der Löhne ändert sich
(OK, zusätzlich kann der Staat noch die Besteuerung ändern).

In Griechenland war der maßgebliche Effekt in den ersten Jahren der Krise der Rückgang der Beschäftigtenzahl (umgekehrt die Arbeitslosenquote). Zwischen September 2009 und 2013 sank die Anzahl der Beschäftigen von 4,5 auf 3,6 Millionen. Die kräftigsten Rückgänge gab es dabei 2011 und 2012. Zwar wurde dieser Rückgang in den letzten Monate schwächer, dafür sinken jetzt aber die Löhne stärker. Im ersten Quartal sanken die Löhne im Jahresvergleich um 10,2%, im zweiten Quartal um 7,5%.

Man sieht schön, dass die sich stabilisierende Arbeitslosenquote nur die halbe Wahrheit ist. Solange die Löhne weiter so stark sinken, kann es kaum zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Wirtschaft in Griechenland kommen.

Elstat: INDEX OF WAGES OF THE WHOLE ECONOMY: 2006 – 2nd quarter 2013 (PDF)

Update (13:30):

Zur Stabilisierungsthese vielleicht noch ein Lesehinweis:

Jens Bastian – Trendwende am griechischen Arbeitsmarkt? |

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