Bundesliga Tippspiel 12/13 - Die Abrechnung

Das Kicktipp Tippspiel ist ja relativ fix abgerechnet. Das steht ja alles schon online.

Gewonnen hat den Preis - die Schlussausgabe der FTD - megapol, der sich am 21. Spieltag an die Spitze setzen konnte und diese dann nicht mehr abgegeben hat. Ouzoalex, der vom 2. Spieltag bis zum 20. führte, erholte sich von seiner Schwächephase zur Mitte der Saison am Ende des Tippspiels wieder und wurde am Schluss 2.

Die beiden Relegationsspiele habe ich übrigens nicht mehr mitgezählt. Ich wusste gar nicht, dass man die noch tippen muss (wobei das in der Vorsaison wohl auch so war) Da ich nicht per Mail dran erinnert habe und nur die Hälfte der aktiven Spieler getippt haben (ich selber gefühlte 3 Sekunden vor Anpfiff), finde ich das fairer ...

Bei den Sonderpunkten hat niemand mehr als 4 der 7 möglichen Treffer gelandet. Den Torschützenkonig Kießling von Leverkusen hat z.B. niemand auf dem Radar. Auch bei der ersten Trainerentlassung der Saison (Felix Magath in Wolfsburg) lag niemand richtig.

Die meisten Spieltagssiege (4) hatte Ariane, den besten Tipp gab es am 22. Spieltag für aad (24 Punkte), den Tagessieg mit den wenigsten Punkte gab es am 25 Spieltag  für holger mit nur 9 Zählern (extravagante Tipps zahlten sich an diesem komischen Spieltag aus ...)

Dass die Spieltagssiege von Ariane kein Zufall zeigte sich auch in unserem Tabellentippspiel (ich habe die falsche Regel von Platz 1-7 auf 1-6 geändert, denn auf Platz 7 ist ja gar nix mit Eurobba). Dort teilte sie sich den Gesamtsieg mit dem Ökonomiebeobachter, obwohl sie auf den falschen Meister gesetzt hat. (Hatte ich hier eigentlich einen Preis ausgesetzt?)

Überraschend für mich, dass die Abweichung bei den Positivpunkten mit 18 bis 24 relativ knapp ist, genau wie die Minuspunkte (für die Abweichung vom Tabellenplatz): 56 für den (genauer die) Beste, 74 für den schlechtesten.

"Am Ende" landete die inzwischen verblichene FTD, die sowohl den Meister falsch hatte, den HSV auf einem Abstiegsplatz sah, hingegen für Hannover 96 und Werder Bremen viel zu optimistisch war.

Allgemein wurde die positive Tendenz für Frankfurt gut gesehen, denn den Aufsteiger hat niemand auf einen Abstiegsplatz gesetzt (was etwas überraschend ist, denn es erwischt Aufsteiger oft, auch dieses Jahr gingen 2 von 3 Aufsteigern gleich wieder nach unten).

Richtig überraschend ist dieses Jahr die sehr schlechte Platzierung des Crowdguessing Tipps, der nur auf den vorletzten Platz landete (streng dich an, nächste Saison fehlt die FTD als letzter ;) ). An den Wettmärkten wurden weder Frankfurt (Platz 13 in den Quoten) noch Freiburg (Platz 17 in den Quoten) nicht einmal ansatzweise im internationalen Geschäft gesehen. Naaa ja ...

Kein gutes Jahr für die schätzende Crowd, ich glaube das schlechteste, seit ich das hier mache ...

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Bundesliga Tippspiel 2012/13

Griechenland: Leistungsbilanzminus in Q01-13 gegenüber Vorjahr halbiert

Diese positive Entwicklung setzt sich fort, allerdings beruht die Verbesserung zu großen Teilen auf Einflussparametern, die nur wenig mit einer Wiedererstarkung der griechischen Wirtschaft zu tun haben ...

Zu den Zahlen:

Die Leistungsbilanz hat sich im ersten Quartal 2013 von -4,8 Mrd. Euro auf -2,35 Mrd. verbessert, das Defizit hat sich also mehr halbiert.

Bei den Waren sanken die Importe um gut 800 Millionen, die Exporte stiegen um etwa 500 Millionen. In beiden Zahlen setzt sich der Trend des Vorjahrs fort. So weit, so gut.

Der Anstieg der Exporte geht aber fast ausschließlich auf den Ölsektor zurück. Da Griechenland so gut wie kein eigenes Öl fördert, bedeutet dieses wahrscheinlich, dass aus den griechischen Raffinerien ähnlich viel Benzin (etc.) rausfällt wie vorher, nur wird das nicht mehr im Inland verbraucht, sondern wieder exportiert. Das ist also zum großen Teil auf die eingebrochene Inlandsnachfrage und nicht auf eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen.

Bei den Dienstleistungen hat sich die Bilanz kaum geändert. Wie im Vorjahresquartal gab es ein Plus von 1,5 Mrd. Euro. Dies braucht man aber nicht weiter zu untersuchen, denn der für Griechenland wichtigste Faktor in diesem Sektor, der Tourismus, legt erst ab Ostern richtig los. Es deutete sich aber im ersten Quartal unter Umständen bereits ein Problem an: Es gab zwar 4,6% mehr ausländische Reisende, diese gaben aber (zusammen) 3,7% weniger aus als im Vorjahresquartal. Letzteres ist natürlich die Folge eines sinkenden Preisniveaus in Griechenland.

Beides zusammen ergibt die Handelsbilanz, deren Minus von etwa 4,3 Mrd. auf 3,0 Mrd. geschrumpft ist.

Nun kommen noch Einkommen und Ausgaben auf Löhne und Vermögen. Hierunter fallen auch die Zinskosten für den Staat, die dann auch die komplette Änderung in diesem Punkt erklären: Etwa 800 Millionen musste Griechenland weniger ans Ausland überweisen. Das geht direkt auf die Rettungspakete (Schuldenschnitt, Niedrigzinsen auf die EU-Kredite) zurück.

OK, was bleibt? 2,5 Milliarden Verbesserung in der Leistungsbilanz, von den 800 Millionen auf Öl und weitere 800 Millionen auf niedrigere Zinsen zurückgehen. Den Rest - also knapp ein Drittel - könnte man - wenn man großzügig ist - noch als Erfolg Griechenlands verbuchen. Hmmm, nicht wirklich beeindruckend. Die Sparpolitik ist also weiterhin wenig erfolgreich.

Übrigens lässt sich in der Statistik auch schön ablesen, wieviel Geld Griechenland im Moment von der EU erhält. Es waren in den ersten drei Monaten netto 2,5 Mrd. Euro. Bei einer Verdopplung dieser Zahlung wäre Griechenland also was die Leistungsbilanz angeht wieder in den schwarzen Zahlen.

Wenn man nun bedenkt, dass die Leistungsbilanzen der beiden Sommerquartale deutlich besser aussehen (mit etwas Glück sogar Überschüsse produzieren), ist das doch eigentlich nicht sooo viel Geld, das die EU als Alternative zum Kaputtsparen eines ganzen Landes in die Hand nehmen müsste ...

Sollte man meinen ...

Press Releases: 22/05/2013 - Balance of payments: March 2013

Zum (angeblichen) Obersteuervermeider Apple (und worüber man wirklich diskutieren sollte)

Wenn jetzt der US Senat bei der Untersuchung der Steuerpraktiken darauf kommt, dass Apple nur gut 20% Steuern auf seine Gewinne zahlt (und auf die internationalen so gut wie keine), stellt er damit überhaupt nichts Neues fest. Das ist alles kalter Kaffee. Das ist bekannt  ...

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Neues Produkt von Apple: iSave
Apple zahlt in Europa weniger als 2% Steuern - egghat's not so micro blog

... und das machen die anderen US-Konzerne genauso ...

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Steuertrick in Luxemburg spart Amazon 2 Mrd. Dollar
Googles Steuerquote (ex-USA): 2,4% - egghat's not so micro blog
Google verschiebt 10 Mrd. Dollar aus Europa auf die Bermudas - egghat's not so micro blog
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Auch Microsoft zahlt (fast) keine Steuern ...
Oh, geil. Starbucks ist gar kein böser Steueroptimierer. - egghat's not so micro blog

Der Trick bei den Steuersparkonstruktionen entsteht vor allem über die Lizenzvergabe der Muttergesellschaft an eine Tochter in einer Steueroase (Bermudas, etc.). An diese müssen Nicht-US-Gesellschaften der Konzerne (also z.B. die in Europa) Lizenzgebühren abführen, die ziemlich exakt so hoch sind wie die Gewinne der Nicht-US-Töchter. Offiziell machen die europäischen Töchter also kaum Gewinne, sondern die Lizenzvergabetöchter auf den Bermudas oder den Niederländischen Antillen. Damit reduzieren die US-Konzerne ihre Steuerlast in Europa massiv, so massiv, dass es nahezu unfassbar ist (siehe die Steuersätze oben). Hochprofitable Konzerne, die in den USA ohne mit der Wimper zu zucken 30% oder mehr ihres Gewinns an Steuern abführen, zahlen in Europa nicht einmal ein Zehntel davon. (OK, das Geld bleibt in der Steueroase hängen und kann nicht zurück in die USA geholt werden, aber zumindest Investitionen außerhalb der USA kann der US-Konzern mit diesem Geld finanzieren).

Aktuell kocht das Thema wieder einmal hoch, weil der US-Senat die Steuerproblematik untersucht. Da wurde jetzt die genaue Konstruktion unter die Lupe genommen und mit einem Riesenbrimborium auseinander klamüsert. Das ist aber völlig irrelevante Detailversessenheit. Viel interessanter sind doch zwei Fragen:

a) Wieso wird so viel auf Apple, Microsoft und Google geschimpft, und nicht auf die europäischen Politiker (speziell die in Irland, Luxemburg und den Niederlanden), die diese Gesetze schon lange hätten ändern können um nicht zu sagen müssen? (Ich halte es für einen der größten Flops der Eurorettungsaktionen, das man Irland den Zugang unter den Rettungsschirm ermöglicht hat, ohne gleichzeitig die Steueroase auszutrocknen!).

b) Wieso glauben eigentlich die US-Politiker, dass sie Zugriff auf die Gewinne haben sollten, die in Europa erwirtschaftet wurden? Das sind Gewinne, die in Europa erwirtschaftet wurden und die sollen auch gefälligst hier versteuert werden. Wenn auch viel zu niedrig, wurde der Gewinn doch bereits hier versteuert und wegen des Doppelbesteuerungsabkommens sollte er nicht noch einmal erneut (in den USA) versteuert werden müssen.
Basiert nicht die ganze Konstruktion mit den Steueroasen darauf, dass man möglichst viel des Gewinns in Steueroasen verlagert und man es dann nicht noch einmal erneut in der Heimat versteuern muss?
Wieso ist das in den USA anders?!? Das verstehe ich irgendwie nicht.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Am Ende könnte die Diskussion dazu führen, dass  die Gewinne der US-Konzerne, die in Europa eingefahren wurden, zum größten Teil in den USA versteuert werden.

Liebe EU-Politiker: Wenn man bei dieser ganzen Geschichte am Ende herauskommen sollte, dass die US-Konzerne ihre Steuern auf die europäischen Gewinne in den USA bezahlen, glaube ich das bald echt nicht mehr. Sooooo blöd kann man doch echt nicht sein ... Brosamen für Europa, den fetten Hamburger für die USA?
Europa ist ein Wirtschaftsraum mit 350 Millionen Einwohnern und darf sich nicht dermaßen veräppeln lassen. Wer hier sein Geschäft betreibt und Gewinne macht, hat die auch gefälligst hier zu versteuern. Ob das nun zu 20, 30 oder 40% Gewinnsteuern führen sollte, darf man diskutieren, dass 2 Prozent hingegen ein schlechter Witz sind, dürfte unstrittig sein.
(An dieser Problematik zeigt sich übrigens ganz extrem, wie dysfunktional die gesamte Steuer- und Finanzpolitik in Europa ist. Dass in einem solchen Umfeld eine gemeinsame Währung nichts werden kann, ist nur allzu logisch ...)

Update (12:47):

Irland bestreitet besondere Regeln für Apple zu haben. Das stimmt allerdings auch, die Regeln gelten für alle. Was sie aber nicht besser macht.

Außerdem zieht sich Irland auf den etwas komischen Standpunkt zurück, dass die Regeln in anderen Ländern Schuld seien. Gut, nur mit Irland klappt die Nummer auch nicht. Man braucht weitere Steueroasen, so viel ist schon klar ...

Wenn die irischen Behörden aber Verrechnungspreise für die Lizenzen akzeptieren, die sich quasi jährlich ändern, sind sie an dieser Stelle aber flexibler als andere Länder. Deutsche Behörden würden es mit Sicherheit nicht akzeptieren, wenn die deutschen Niederlassungen ausländischer Konzerne hier permanent Miese machen (wenn hierzulande z.B. das Getriebe für ein Auto gebaut wird), das komplette Auto aus der Fabrik im Ausland aber dicke Gewinne einbringt. (Oder anders herum, wenn ein Getriebe für 4.000 Euro intern verrechnet wird und der ganze Gewinn in der Slowakei landet, weil die Montage des Autos in Deutschland keinen Gewinn mehr bringt). Ihr seht, das Problem der Verrechnungspreise ist alt ... Und Irland akzeptiert bei Lizenzen quasi alles ...

Netz von Auslandsfirmen: Irland bestreitet Steuervergünstigungen für Apple - Apple - FAZ

Update 2 (14:38):

Apple soll laut US-Senat 74 Mrd. Dollar Steuerzahlungen vermieden haben.

Apples ausgebuffte Steuertricks - Wallstreetjournal.de

Das erscheint mir aber etwas arg viel. Apple hat - vor Steuern - von 2009 bis 2012 etwa 120 Mrd. Dollar verdient. Darauf waren nie im Leben 74 Mrd. Dollar Steuern fällig. Die Zahl kann eigentlich nicht stimmen. Was stimmen könnte: Apple hat die Steuerzahlung auf angefallene Gewinne in Höhe von 74 Milliarden Dollar vermieden (was dann etwa 25 Mrd. Dollar Steuern entsprechen würde).

Wer sich für die Details interessiert: Der WSJ.de Artikel ist ansonsten gut. Apple hat Töchter in Europa, die überhaupt keine Steuern zahlen:

"Irische Steuerbehörden aber zählen Unternehmen nur dann als steuerlich ansässig, wenn sie auch in Irland verwaltet und beaufsichtigt werden. Umgekehrt hält das amerikanische Finanzamt Konzerne nur dann für steuerlich ansässig, wenn sie in den USA als Unternehmen eingetragen sind. Für Apple wirkt sich das als Clou aus: Laut Senatsbericht zahlt der Konzern in beiden Ländern nur wenige oder gar keine Steuern auf seine internationalen Erlöse."

Ha, das ist ja mal eine Ver*rsche!

Update 3 (22.05. 11:05):

Bloomberg wirft ein paar weitere Firmen in den Ring, die ähnliche Modelle fahren. Ich hatte ja schon länger das Gefühl, dass meine Liste viel zu kurz ist, aber am Ende reichte die aus, um sich sicher zu sein, dass es nicht um böse Firmen geht, sondern um ein kaputtes Steuersystem.

Bloomberg nennt nun u.a. noch Cisco (über eine Tochter in der Schweiz) und Yahoo (über die Schweiz und Mauritius). Google hat nach Informationen von Bloomberg wie Apple eine Tochter in Irland, die aber die Steuern auf den Bermudas zahlt (also eher nicht zahlt). Und besonders spannend ist die Firma "Forest Laboratories". Diese ist nahezu ausschließlich in den USA aktiv, schafft es aber, über eine ähnliche Konstruktion wie die anderen genannten Firmen, selbst diese Gewinne ins Ausland, sprich Steueroasen zu verschieben. Dass das nicht ganz unmöglich ist, könnt ihr schon in meinem Artikel über Amazon nachlesen (Link oben). Die verkaufen nämlich ihre eBooks selbst in den USA über die Tochter in Luxemburg, weil dort niedrigere Steuersätze für immaterielle Güter gelten ...

Google Joins Apple Avoiding Taxes With Stateless Income - Bloomberg
(Link via Twitter)

USA: Arbeitslosenquote 04/13: 7,5% (-0,1 Vm, -0,6 Vj)

(Nach einem Monat Pause mal wieder ein US-Arbeitsmarktposting von mir ... )

Für den April veröffentlichte das Bureau of Labor Statistics einen positiven Arbeitsmarktbericht.

Zu den offiziellen Zahlen für den April 2013:

Household Data, per Umfrage erhoben:

Anzahl der Arbeitslosen: -83.000 auf 11,659 Millionen.
Anzahl der Arbeitenden: +293.000 auf 143,579 Millionen

---> Arbeitslosenquote: 7,5% (-0,1 zum Vormonat, 0,6 unter dem Vorjahresmonat).

Weniger Arbeitslose, mehr Arbeitsplätze. Alles fein.

Sogar die Anzahl der NILFs ("not in labor force", suchen keinen Job mehr, warum auch immer) sank um 83.000. Im Monatsvergleich war also alles in Butter: Die Anzahl der Arbeitskräfte stieg, die Anzahl der Arbeitsplätze stieg, die Anzahl der Arbeitslosen fiel. Im Jahresvergleich sieht es aber schlechter aus. Trotz der Verbesserung am US-Arbeitsmarkt gibt es im Vergleich zum April 2012 noch etwa 1,6 Millionen NILFs mehr, diese 1,6 Millionen sind also nicht mehr dem Arbeitsmarkt zuzurechnen.

Ein guter Check für die Arbeitslosenquote ist die Erwerbstätigenquote (Anzahl Arbeitskräfte gesehen auf die Gesamtbevölkerung). Diese stieg gegenüber der März um 0,1 Zähler auf 58,6% und liegt damit wieder genau auf dem Vorjahreswert (und übrigens auch auf dem Wert von Dezember, Januar und Februar). Das Urteil aus dem Februar-Bericht kann ich daher unverändert stehen lassen:
Wir sehen damit weiterhin einen deutlichen Rückgang bei der Arbeitslosenquote, wodurch sich aber der Anteil der Arbeitenden an der Bevölkerung nicht verbessert. Es entstehen zwar neue Arbeitsplätze, aber gerade einmal so viele, wie angesichts der wachsenden Bevölkerung der nötig sind, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten.

Establishment Data:

Die Daten aus der Establishment Data, die als genauer gelten, sind im April ebenfalls positiv.

Anzahl der Jobs: +165.000 gegenüber dem Vormonat auf 135,474 Millionen. Dem Plus von 176.000 neuen Jobs im privaten Sektor steht ein Verlust von 11.000 Jobs im öffentlichen Sektor gegenüber. Der Staat baut weiter Arbeitsplätze ab.

Die Korrekturen der Vormonate für die neu geschaffenen Arbeitsplätze waren die wirkliche positive Überraschung. Der Februar wurde um 64.000 auf +332.000 nach oben korrigiert, der März um 50.000 auf 138.000. Insgesamt sind durch die Korrekturen also 114.000 Jobs nachträglich neu hinzugekommen. Inklusive der Korrekturen gab es also 279.000 neue Arbeitsplätze (165.000+64.000+50.000). Diese Zahl inklusive der Korrekturen liegt deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Die Anzahl der gearbeiteten Stunden pro Woche sank sich im Vergleich zum Vormonat um 0,2 auf 34,4 Stunden, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es ein Minus von 0,1 Stunden. Die Zahl der Überstunden fiel gegenüber dem Vormonat um 0,1 Stunde auf den Vorjahresstand von 3,4 Stunden. Das passt nicht so wirklich zur steigenden Nachfrage der Arbeit und kann als vorsichtiges Warnsignal gelten.

Ein weiterer Punkt, an dem man die Gesamtverfassung des US-Arbeitsmarkts ablesen kann, ist die am breitesten ausgelegte Arbeitslosenquote U-6 (darin stecken z.B. auch alle, die zwar einen Teilzeitjob haben, aber eigentlich Vollzeit arbeiten wollen, etc). Diese stieg minimal von 13,8 auf 13,9%. Das ist auch weiterhin spürbar besser als im Vorjahr (14,5%), wenn auch historisch betrachtet immer noch hoch.

Zusammenfassend: Ein guter Bericht vom US-Arbeitsmarkt. Nach einer gewissen Stagnation im Spätsommer letzten Jahres, wächst die Zahl der Beschäftigten und sinkt die Zahl der Arbeitslosen wieder. Zwar stagniert die Anteil der Beschäftigten betrachtet auf die (wachsende) Gesamtbevölkerung weiterhin (58,6%), aber immerhin hält der Arbeitsmarkt mit der wachsenden Bevölkerung der USA wieder Schritt.

BLS.GOV: THE EMPLOYMENT SITUATION – April 2013 (PDF)

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