Gleich gibt's ein Wirtschaftswunder in den USA.

Denn das BIP, der wichtigste Indikator zur Messung der Wirtschaftskraft eines Landes, wird neu berechnet.

In den USA ist man vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, einige immaterielle Güter, die bisher nicht zählten, mit in die Berechnung des BIPs einzubeziehen. Darunter fallen zum Beispiel Forschungsausgaben. Diese wurden bisher einfach als Kosten berücksichtigt, der Wert der Forschung ging also erst dann ins BIP ein, wenn daraus eine Produkt wurde, das für Umsatz sorgte.

Das ist jedoch komplett anders als bei einet Investition in die Produktion. Baue ich ein Gebäude oder schaffe ich einen Roboter an, steigert das sofort das BIP.

Prinzipiell sind Forschung und Entwicklung eines Produkts und die Investition in die Produktion aber nicht so unterschiedlich. Das unterscheidet sich hauptsächlich durch das Stadium der Produktentwicklung, in der das Geld eingesetzt wird. Und damit unterscheidet sich auch das Risiko: In der Forschungsphase ist noch sehr unsicher, ob es Umsätze geben wird, in der Entwicklungsphase sinkt die Unsicherheit und in der Produktionsphase geht man ziemlich sicher von Umsätzen aus (auch wenn man sich da irren kann, siehe die 900 Mio.$ Abschreibung von Microsoft auf unverkäufliche Surface RT Tablets ...).

Dass Forschung & Entwicklung jetzt mit ins BIP eingehen, ist auch irgendwie logisch, selbst wenn man kritisieren kann, dass es sich hierbei um heiße Luft handelt. Logisch und konsequent ist das vor allem, weil die Bilanzen der Firmen heute schon so erstellt werden. Dort können Ausgaben für Forschung und Entwicklung bereits "aktiviert" werden (wie die Buchhalter sagen), sprich die Ausgaben gehen (zum Teil, wie groß dieser Teil auch immer sein mag) als Vermögensgegenstand in die Bilanz ein.
Bei deutschen Automobilherstellern ist diese Vorgehensweise üblich. Würden diese anders bilanzieren, hätten diese in Jahren ohne neues Modell hohe (Entwicklungs-)Kosten und damit niedrige Gewinne, in Jahren mit neuen Modellen dagegen hohe Gewinne. Die Gewinne würden zwischen den Jahren extrem stark schwanken und so würde die eigentliche Ertragsstärke der Firma nicht richtig widergespiegelt. Werden Teile der Entwicklungskosten aktiviert, glättet das den Gewinn deutlich.

Beim BIP geht es aber um etwas anderes als Glättung: Man möchte den Wert des Wissens, der durch die Forschung und Entwicklung entsteht, erfassen. Und das ist im Zeitalter der Wissensgesellschaft nicht so falsch. Dass dabei nicht nur die oben genannten Forschungs- und Entwicklungsausgaben in das BIP eingehen, sondern auch TV-, Musik- und Filmrechte, mag einem komisch vorkommen. Die Handelszeitung nennt es auch gleich: "Lady-Gaga-Produkt", beschreibt dann im Artikel aber korrekt, worum es geht. Auch die Macht, die von der BIP-Statistik ausgeht, wird thematisiert. U.a. taucht der gute alte Keynes auf. Lesen, guter Artikel:

Wir steigern das Brutto-Gaga-Produkt | handelszeitung.ch

Harsche Kritik an der Neuberechnung gab es schon im April im Guardian, die allerdings zum Teil ziemlich platt ist. Platt, weil Filmrechte ja nicht wertlos sind, das Problem ist viel mehr, wie ich den Wert bestimme. Denn in jedem unfertigen Produkt (egal ob Auto oder Film oder Tablet) steckt ein hohes Risiko. Das ist aber auch bei der Investition in eine Fabrik nicht anders, frag nach in einigen Solarzellenfabriken ...

Revising how the US calculates GDP will not have a happy ending | Heidi Moore | Comment is free | theguardian.com

Das US-BIP wird heute nachmittag wohl um 500 Mrd. Dollar höher ausfallen, was etwa 3% des US-BIPs entspricht. Ich weiss aber nicht, wie die Zahl gemeldet wird. Bereinigt oder nicht bereinigt. Es werden nämlich alle BIP-Zahlen bis 1929 zurück neu berechnet, um eine saubere Kette von Werten zu erhalten.

In Europa kommt eine ähnliche Änderung 2014. Da gibt es also dann auch hier mehr BIP. Juhuuh! Und sinkende Schuldenstände (in Prozent des BIPs) Juhuuh! Darüber dürften sich die Politiker freuen .... (und das natürlich als eigene Leistung verkaufen. Aber nicht Euch, ihr wisst jetzt Bescheid :) ).

Es wird übrigens spannend zu sehen, welche Länder wie stark profitieren. Die Schweiz (viel Pharma) kann z.B. mit etwa 2% BIP-Plus rechnen, Großbritannien mit etwa einem Prozent (sollten nicht allein die Beatles Lieder 2% des BIPs wert sein ;)?). Wer solche Prognosen für Deutschland kennt --> Ab in die Kommentare.

Update (14:35):

US-BIP im zweiten Quartal 2013: +1,7% Jahresrate (erste Schätzung).

Update 2 (14:47):

Das Ausmaß der Korrekturen ist nun klar:

Insgesamt stieg das BIP um 559,8 Mrd. Dollar.

Davon kommen 396,7 Mrd. durch die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben und 74,3 Mrd. aus der Aktivierung von Film-, Buch- und Musikrechten.

Die restlichen 100 Mrd. buche ich unter diverses, weil ich keine Lust habe, das im Detail nachzulesen (statistische Änderungen gibt es übrigens immer, von daher sind 100 Mrd. auch nicht die Welt).

Das BIP nach den Änderungen ist seit 1929 0,1% pro Jahr stärker gestiegen (jetzt 3,3%) und seit 2002 0,2% stärker (jetzt +1,8%). Die Rezession 2007-2009 war "nur" 4,3% tief (und nicht 4,7%). Auch ein Quartal (Q04-2007) fiel aus der Rezession raus. 2010 wird jetzt mit 2,5% BIP-Plus gesehen (vorher 2,4%), 2011 bleibt unverändert bei +1,8%, 2012 steigt kräftig von 2,2 auf +2,8%.

Update 3 (21:57):

Weil ich es heute schon mehrfach gelesen habe, noch eine kleine Ergänzung: Es stimmt: Das Plus von 1,7% im zweiten Quartal kam deutlich über den Erwartungen, die eher bei 1,1%, teilweise bei nur +0,5% lagen. Aber: Da gleichzeitig das erste Quartal von +1,8 auf nur noch +1,1% korrigiert wurde, bleibt von der positiven Überraschung wenig bis nichts übrig.

Und noch eine Ergänzung, weil ich es heute nachmittag vergessen habe: Der Link auf das LSR-freie Original.

http://www.bea.gov/newsreleases/national/gdp/2013/pdf/gdp2q13_adv.pdf

Update 4 (01.08.2013):

Noch ein weiterer Nachtrag zum "besser als erwartetem" BIP-Plus.

Der Preisdeflator lag im zweiten Quartal nur bei 0,8%. Das ist deutlich weniger als im Vorquartal (1,4%) und auch deutlich weniger als im Durchschnitt der letzten 14 Quartale (1,75%). Das BIP-Plus wäre, wenn der Preisdeflator nicht so niedrig gewesen wäre, deutlich niedriger ausgefallen. Bei einem gegenüber dem Vormonat unveränderten Deflator wäre das BIP-Plus mit nur 1,1% gekommen, beim Durchschnittsdeflator der letzten 3,5 Jahre sogar nur mit +0,7%.
Wieso der Deflator jetzt so niedrig ist, kann ich auch nicht sagen ... In der Verbraucherpreisinflation lässt sich ein entsprechend starker Rückgang auf jeden Fall nicht feststellen.

(Hintergrund: Der Preisdeflator misst die Inflation. Das BIP wird im Ursprung brutto gemessen, man addiert also einfach alle Waren und Dienstleistungen zu den aktuell gültigen Preisen zusammen. Dann versucht man die Preissteigerung zu berechnen (das ist der Deflator). Dieser wird vom Brutto-BIP abgezogen und dann gibt es das preisbereinigte Netto-BIP. Letzteres taucht dann in den Schlagzeilen auf).

Mish's Global Economic Trend Analysis: About that "Beat the Street" GDP Number

Inklusive der Korrekturen war das Quartal so schlecht, dass der Rezessionsindikator von Wirtschaftsprofessor James Hamilton auf 30,5% gestiegen ist, dem höchsten Wert seit Ende der Rezession. Das ist zwar immer noch weit weg von der Schwelle von 67%, ab der Hamilton eine Rezession für ziemlich sicher hält, aber ein Zeichen für eine gesunde, kräftige Erholung ist ein so hoher Wert des Rezessionsindikators auch nicht. In Nicht-Rezessionszeiten war der Wert seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr sehr hoch.

Econbrowser: Econbrowser recession indicator index up to 30.5%

Deutsche Bank: Hebel noch immer bei 33

Die Deutsche Bank holen die teilweise sehr umstrittenen Geschäfte aus der Vergangenheit mal wieder mehr ein. Satte 690 Millionen hat die Deutsche Bank im letzten Quartal für Anwalts- und Gerichtskosten und möglichen Schadensersatz zurückstellen müssen. Das ist in etwa so viel, wie als Vorsteuergewinn im Quartal übrig bliebt. Ohne die Kosten für Streitigkeiten wäre der Gewinn also doppelt so hoch ausgefallen. Man darf sich schon ruhig mal fragen, ob das Geschäftsmodell einer Firma valide sein kann, wenn die Hälfte des Gewinns für Rechtsstreitigkeiten verballert werden muss ...

Rechtsstreits: Skandale kosten die Deutsche Bank Milliarden - Unternehmen - FAZ

Oder als Übersicht:

Rechtsstreitigkeiten: So viele Strafen drohen der Deutschen Bank - Unternehmen - FAZ

Eine weitere interessante Zahl: Die Deutsche Bank hat nach den neuen Richtlinien nach Basel III weiterhin nur 3% Eigenkapital . Damit erfüllt die Deutsche Bank zwar die Vorgaben, die ab 2018 gelten, schon knapp, aber einen Hebel von 33 finde ich weiterhin wenig beruhigend. Das ist immer noch hochspekulativ und der Risikopuffer bleibt viel zu klein.

Man sollte immer daran zurückdenken, dass vor Beginn der Deregulierung 2002 die Investmentbanken in den USA 8% Eigenkapital vorhalten mussten, also fast dreimal so viel. Und es keine Risikogewichtung (allerdings eine Verrechnung der Derivatepositionen) gab, bei denen bestimmte Assets gar kein Eigenkapital benötigen (AAA-Staatsanleihen). Im Anschluss stiegt die Bilanzsumme von Lehman Brothers innerhalb von 5 Jahren um etwa 150% (und zerlegte die Bank am Ende, weil der Risikopuffer viel zu klein war).

Ich wäre stark dafür,
  • dass die Risikogewichtung weniger breit aufgefächert wird (also auch für hochqualitative Staatsanleihen z.B. 5% Eigenkapital gehalten werden müssen). U.U. könnte man die Risikogewichtung sogar ganz abschaffen, um diesen Punkt nicht weiter zum Spielball der Lobbyisten zu machen.
  • dass die Eigenkapitalanforderungen generell noch weiter steigen.
    Von einem doofen Häuslebauer mit einer sehr konkreten Sicherheit verlangen die Banken im Durchschnitt auch mehr als 3% Eigenkapital, tendenziell eher 20 oder 30%. Das könnte IMHO ruhig auch für Banken gelten.
  • dass die Verrechnung der Derivatepositionen abgeschafft wird. Denn daraus entsteht der Großteil der "Too-Big-To-Fail"-Logik, der die Banken vor einer Pleite schützt. Die Banken haben gerade über Derivatepositionen untereinander massive Abhängigkeiten zueinander aufgebaut und die Pleite einer Bank würde gleich mehrere andere mit in den Abgrund ziehen. (Null Fortschritt in den letzten 5 Jahren, was dieses Thema angeht).
  • Außerdem machen die Derivatepositionen die Banken komplett intransparent. Wenn eine Bank auf der Kippe steht, traut sich niemand - außer dem Staat (ergo Steuerzahler) diese Blackbox zu kaufen. Für eine vernünftige, geregelte Abwicklung einer Bank (auch so ein Thema, bei dem es in den letzten 5 Jahren keine spürbaren Fortschritte gab) braucht man aber Transparenz. Ansonsten bekommt man Konstrukte wie die FMS (die Abwicklungs"behörde" für die HypoRealEstate, die eher 2 Jahrzehnte als 2 Jahre für die Abwicklung brauchen).

Oder wie ich mal in einem Tweet mit TeraEuro schrieb:

(OK, inzwischen leicht variiert).

Danach wäre unser Finanzsystem um einiges stabiler. Aber sowas werden wir wohl nie bekommen. Dazu ist der Einfluss der Lobbyisten zu groß. Zu groß ist auch die Versuchung der "Experten", sich ihren eigenen Job durch möglichst komplizierte Regelwerke zu sichern. Auch wenn eine der wirklichen Lehren aus der Risikoforschung ist: Keep it simple stupid. Oder anders herum formuliert: "Complexity kills".

Ein Plädoyer für mehr Eigenkapital und einfachere Regeln fand sich auch am vorletzten Wochenende in der FAS:

Was treiben die Banken (10) - Die gute Bank hat viel Kapital

P.S. Wie die Deutsche Bank auf Liquiditätsreserven von 213 Milliarden Euro kommt, würde ich gerne mal wissen. Das wirkt irgendwie wie eine Zahl, die ausschließlich der Beruhigung der Bevölkerung/Anleger dienen soll. Als wenn die Bank diese Assets einfach so verkaufen könnte ...

Kommt der E-Plus/o2-Merger durchs Kartellamt?

Ziemlich interessante Frage, denn die beiden Firmen sind sich ja einig. Für 5 Milliarden Euro will Telefonica (die Mutter von o2 Deutschland) E-Plus Deutschland von der niederländischen Mutter KPN kaufen. Damit schließen sich die Nummer drei und vier in Deutschland zusammen. Die neue Firma wäre nach Marktanteilen definitiv auf Augenhöhe: nach Anzahl der aktiven SIM Karten wäre "o2-plus" auf Platz 1, nach Umsatz aber wohl weiterhin auf Platz 3.

In einem Markt, auf dem sich nur so wenige Spieler tummeln, ist natürlich das Nachdenken über das Kartellamt sinnvoll. Daran könnte der Plan nämlich scheitern. Und das ist ein schöner Anlass, mal auf die neue Methodik hinzuweisen, nach der heutzutage (nach der Verabschiedung der 8. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen) solche Zusammenschlüsse beurteilt werden.

Heute wird nämlich wesentlich direkter auf die Verbraucher, genauer das Kundenverhalten, geschaut. Früher wurde vor allem untersucht, ob eine Firma durch eine Übernahme eine marktbeherrschende Stellung erreicht. Diese Frage wurde im Wesentlichen über den Marktanteil entschieden. Wird der Marktanteil zu groß, ist eine marktbeherrschende Stellung zu vermuten. Ende. (OK, so einfach war es nie, aber die Vergangenheit muss man nicht unbedingt in allen Details erklären).

Heute wird viel direkter untersucht, ob ein Zusammenschluss zu nachteiligen Folgen für den Verbraucher führen könnte. Dabei kann es sowohl dazu führen, dass ein Zusammenschluss, der eigentlich nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung führt, untersagt wird, als auch anders herum, also dass ein Zusammenschluss, der zu einem richtig hohen Marktanteil führt, nicht untersagt wird, weil er nicht als wettbewerbsmindernd gewertet wird.

Der Fachbegriff dafür heißt "SIEC" - Significant Impediment of Effective Competition. Die grobe Übersetzung "spürbare Beeinträchtigung des effektiven Wettbewerbs" zeigt schon, was vorrangig untersucht wird: Die Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Wettbewerb.

Im konkreten Fall könnte es zum Beispiel sein, dass sich E-Plus und o2 an die selben Kunden (Private?) gewendet haben, genau wie Vodafone und die Telekom andere Kunden hatten (Profis?). Das könnte man dann z.B. daran ablesen, dass Kunden häufig innerhalb der Pärchens E-Plus und o2 wechseln und auch innerhalb des Pärchens Telekom und Vodafone, aber selten von einem dieser Pärchen zu einem anderen.

Das macht man in der Praxis ganz konkret an neuen Tarifen fest. Wenn die Telekom die Preise senkt, schaut man, ob die neuen Kunden von Vodafone, o2 oder E-Plus kommen. Entspricht diese Verteilung in etwa wie die Verteilung bei den Marktanteilen, wären alle 4 Anbieter für die Kunden in etwa gleichwertig. Unterscheidet sich das Wechselverhalten aber auffällig (z.B. weil die Kunden fast ausschließlich von Vodafone kommen), steht die Telekom zu Vodafone anscheinend in einem deutlich direkteren Wettbewerbsverhältnis als zu o2 und E-Plus (Fachbegriff dafür "Diversion Ratio").

Hat man das erstmal analysiert, kann man nun versuchen herauszufinden, ob der Zusammenschluss der beiden Firmen bessere Möglichkeiten hat, die Preise zu erhöhen (UPP-Test; upward pricing pressure). Angenommen, die Kunden wechseln quasi nie von E-Plus zu Telekom/Vodafone, sondern fast immer nur zu o2, würde nach einem Zusammenschluss von E-Plus und o2 für die Kunden dieser beiden Firmen der größte und interessanteste Wettbewerber wegfallen. "o2-Plus" könnte also die Preise spürbar erhöhen, bis das Preisniveau von Telekom/Vodafone erreicht wäre. Erst dann würde ein Großteil der Kunden wohl auf eines der besseren Netze umsteigen. Wird die Preiserhöhung, die "o2-Plus" gefahrlos machen könnte, als "zu groß" angesehen, kann die Monopolkommission die Fusion ablehnen. (Es gibt neben dem UPP auch noch GUPPI und IPR Tests, die aber die selbe Frage beantworten sollen: Hat der Anbieter nach der Fusion größere Möglichkeiten, seine Preise zu erhöhen).

Generell ist das Ganze natürlich ziemlich schwierig, weil sich der Mobilfunkmarkt in viele Teile zerlegen lässt: Beispielsweise Prepaid vs. Postpaid oder Sprache vs. Daten. Jeder dieser Teilmärkte kann sich theoretisch unterschiedlich verhalten.

Unter Umständen können auch weiche Faktoren einfließen. Zum Beispiel könnte der Zusammenschluss von o2 und E-Plus dazu führen, dass sich "o2-Plus" den Wettbewerbern annähert.

Idee: Aufgrund der geringeren Kundenanzahl war es E-Plus und o2 nicht möglich, das "platte Land" ähnlich gut zu versorgen wie die beiden großen Anbieter. Es gab dort einfach zu wenige Kunden pro Mobilfunkmast und deshalb konnten Masten außerhalb der Ballungsräume für die beiden kleinen Anbieter nie profitabel werden (Die beiden wollten sich deshalb auch schon mal Masten teilen). Es gibt aktuell also zwei Pärchen von Anbietern: o2 und E-Plus, die sich die Versorgung der Fläche sparen, dafür aber preiswert sind, und Telekom und Vodafone, die breit in der Fläche gehen, sich diesen Vorteil ("überall Netz") aber auch bezahlen lassen.

Nach dem Zusammenschluss mag sich das aber ändern und "o2-Plus" könnte beginnen, massiv in die Flächenversorgung zu investieren. In zwei oder drei Jahren könnte "o2-Plus" dann in der Fläche ähnlich gut aufgestellt sein wie die beiden Großen.

Nimmt man diese Entwicklung einfach mal an, zeigt sich, wie schwierig die Beurteilung eines solchen Zusammenschlusses am Ende ist: Denn man könnte nun argumentieren, dass eine solche Entwicklung für die "Fläche" gut ist und den Wettbewerb anheizt (drei "Flächen"-anbieter statt vorher zwei), genauso gut könnte man aber auch sagen, dass das schlecht für die Kunden in den Ballungsräumen ist, da "o2-Plus" bei einem genauso guten Angebot wie Telekom und Vodafone u.U. nicht mehr der preislich aggressive Wettbewerber sein wird.

Kurz: Die Entscheidung wird ziemlich schwierig und es bleibt spannend.
Wer sich für UPP und GUPPYs interessiert, kann sich das auch bei PWC noch mal en Detail durchlesen.

http://www.pwc.de/de/newsletter/transaktionen/assets/pwc-newsflash-competition-economics-ausgabe-1-juli-2013.pdf

Update (24.07.13):

Erste Wasserstandsmeldungen aus dem Bundeskartellamt:

O2 und E-Plus: Kartellamt sieht Handy-Übernahme kritisch - Unternehmen - FAZ

Update 2 (28.7.13):

Justus Haucap, früher Vorsitzender der Monopolkommission, heute "nur noch" normales Mitglied, äußert sich skeptisch:

Wettbewerb: Skepsis gegenüber Mobilfunkfusion wächst - IT Medien - Unternehmen - Handelsblatt

Der Chef von E-Plus sieht das natürlich anders, aber was soll er auch sagen ...

Update 3 (29.7.13):

Hier noch eine ausführliche Stellungnahme von Justus Haucap in seinem Blog:

Vier gewinnt: Fusion von E-Plus und O2 dürfte Wettbewerb erheblich schwächen | Edgeworth Blogs


Interessant darin auch die Anmerkungen aus einem älteren Verfahren. 2007 hat KPN (die Mutter von E-Plus) ein Verfahren angestrengt, in dem E-Plus den beiden großen mangelnden Wettbewerb (also ein Kartell) nachweisen wollte. Lustig gell? Heute sieht E-Plus das mit dem Wettbewerb natürlich ganz anders ...

Auch bei der Ausschreibungen neuer Frequenzen (zuletzt LTE) wurden regelmäßig Stellungnahmen der Wettbewerbsbehörden eingeholt. Diese waren aber immer ziemlich skeptisch was eine weitere Verringerung der Anzahl der Netzbetreiber anging.

Interessante Lektüre ...

Update (5.8.2013):

Fusionspläne: E-Plus und O2 müssen um Frequenzen fürchten - Unternehmen - FAZ

TV Tipp: Unser Wirtschaftswunder - Die wahre Geschichte

Ziemlich interessante TV-Dokumentation zum Wirtschaftswunder.

Und wodurch die Basis für den Wirtschaftsaufschwung wirklich gelegt wurde.

Das ist ziemlich interessant, weil die Politik, die Deutschland den kriselnden Südländern vorschreibt, zu großen Teilen auf einer falschen Wahrnehmung des deutschen Wirtschaftswunders beruht. Wir Deutschen glauben nämlich, dass der Wiederaufstieg Deutschlands vor allem auf harter Arbeit mit ein wenig Unterstützung durch die D-Mark und die soziale Marktwirtschaft zurückgeht. Und sonst nichts.

OK, dass der Marshallplan etwas dazu beigetragen hat, hat sich rumgesprochen. Aber dass der Schuldenschnitt nach dem 2. Weltkrieg massiv geholfen hat, ist schon weniger bekannt.

Der Film hat direkt eine Reihe Augenöffner.

a) Deutschland war bei weitem nicht so zerstört, wie man angesichts der ewig wiederholten Bilder der total niedergebombten Innenstädte meinen könnte. Teile von Deutschland wurden überhaupt nicht von den britischen Fliegern angegriffen. Und auf Bombardements des platten Landes wurde eh verzichtet. Aus eigenen Berichten (Opa) weiss ich auch, dass die Kohleproduktion in seiner Zeche nie ernsthaft unterbrochen war. Dass hier alles am Boden lag, stimmt nicht. Gerade die mittelständische Wirtschaft in der Fläche war kaum betroffen (Die Amerikaner haben ziemlich ernüchtert festgestellt, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft trotz ihrer Massenbombardements nicht wesentlich beeinträchtigt war).

b) Der Marshallplan ist überbewertet. Viele der Leistungen erfolgten als Sachleistung und zwar nur, weil die Amerikaner Überschüsse z.B. bei Baumwolle loswerden wollte.

c) Ein gehöriger Teil des Wiederaufschwungs beruhte darauf, dass aktiv Ingenieure aus dem Ostteil nach Westdeutschland geholt wurden (illegal über die Grenze geschmuggelt).

d) VW und der VW Käfer waren vor allem auf "billig" aus. Ganz in der Historie der Kriegsproduktion, in der Flugzeuge nicht für 10 Jahre, sondern für die paar Wochen bis zum Abschuss geplant und produziert wurden.

e) Lohndumping. Nach dem Krieg gab es wohl nirgendwo auf der Welt eine für Unternehmen so perfekte Mischung aus hochqualifizierten Arbeitern und Ingenieuren und niedrigen Löhnen. Gut ein Jahrzehnt in der Kriegsindustrie eingesetzt, jetzt alle arbeitssuchend.

f) Der Koreakrieg war der Hauptgrund, warum Deutschland nach dem Krieg den ersten Exportüberschuss einfahren konnte.

Und viele weitere Punkte. (Wer hat die D-Mark eingeführt? Erhard oder die Amerikaner?)

(Ein wichtiger Punkt, der übrigens fehlt, ist die massive Unterbewertung der D-Mark nach dem Krieg. Diese wurde zwar permanent aufgewertet, aber jedes Mal viel zu spät. Eigentlich war die D-Mark bis in die 70er Jahre fast immer spürbar unterbewertet (der Wechselkurs war fix und wurde nicht an der Börse festgelegt. Wie heute in China)

Das Spannendste, was ich im Bereich Wirtschaftsdokumentation seit Längerem gesehen habe. Dicker Tipp. Auch wenn das Wetter gerade nicht zum Schauen von Wirtschaftsdokumentationen einlädt ...

Das sollte sich alles mal rumsprechen, vielleicht hört dann auch die Rettungspolitik in den Südländern endlich auf. Und wir schneiden endlich mal die Schulden richtig, sorgen für sowas wie einen Marshallplan und geben den Ländern wieder eine Perspektive in Europa. Und nicht in Nordafrika ...

Video "Unser Wirtschaftswunder - Die wahre Geschichte" | ARD Mediathek | Das Erste

USA: Arbeitslosenquote 06/13: 7,6% (+0,0 Vm, -0,6 Vj)

Für den Juni veröffentlichte das Bureau of Labor Statistics einen leicht positiven Arbeitsmarktbericht.

Zu den offiziellen Zahlen für den Juni 2013:

Household Data, per Umfrage erhoben:

Anzahl der Arbeitslosen: +17.000 auf 11,777 Millionen.
Anzahl der Arbeitenden: +160.000 auf 144,058 Millionen

---> Arbeitslosenquote: 7,6% (unverändert zum Vormonat; 0,6 unter dem Vorjahresmonat).

Mehr Arbeitslose, mehr Arbeitsplätze. Stammleser wissen worauf das hinausläuft ... Nee, diesen Monat nicht ...

Die Anzahl der NILFs ("not in labor force", suchen keinen Job mehr, aus welchen Gründen auch immer) stieg nämlich leicht um 12.000. Die steigende Anzahl sowohl von Arbeitssuchenden wie Beschäftigten lag ausnahmsweise mal nicht daran, dass plötzlich ein Horde ehemaliger NILFs wieder als dem Arbeitsmarkt zugehörig gezählt wurden. Man vergisst es aus europäischer Sicht oft, aber die USA bleiben ein Land, in dem die Bevölkerung wächst. Bei einem stabilen Arbeitsmarkt kann also sowohl die Zahl der Beschäftigten und die Zahl der Arbeitslosen und die Zahl der NILFs steigen. Es muss halt nur die Gesamtbevölkerung stark genug steigen ...

Ein guter Check für die Arbeitslosenquote ist die Erwerbstätigenquote (Anzahl Arbeitskräfte gesehen auf die Gesamtbevölkerung). Diese stieg gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat um 0,1 Punkte auf 58,7%. Das Urteil aus dem letzten Berichten ist daher weiterhin gültig:
Trotz der spürbaren Verbesserung der Arbeitslosenquote (die letzten beiden Monate mal ausgenommen) verbessert sich der Anteil der Arbeitenden an der Bevölkerung nicht (bis kaum). Es entstehen zwar neue Arbeitsplätze, aber gerade einmal so viele, wie angesichts der wachsenden Bevölkerung nötig sind, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten.

Establishment Data:

Die Daten aus der Establishment Data, die als genauer gelten, sind im Mai ebenfalls leicht positiv.

Anzahl der Jobs: +195.000 gegenüber dem Vormonat auf 135,902 Millionen. Dem Plus von 202.000 neuen Jobs im privaten Sektor steht ein Verlust von 7.000 Jobs im öffentlichen Sektor gegenüber. Das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Zuwachs der letzten 12 Monate.

Die Korrekturen der Vormonate für die neu geschaffenen Arbeitsplätze waren im Juni-Report der spannendste. Das Aprilplus wurde um 50.000 auf 199.000 erhöht, das Maiplus um 20.000 auf 195.000 gesenkt. Rechnet man die Aufwärtskorrekturen der beiden Vormonate von insgesamt 70.000 in das Juniplus ein erhält man ein Gesamtplus von 265.000. Das liegt deutlich über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt eher 150.000 bis 160.000 neue Arbeitsplätze erwartet haben.

Die Anzahl der gearbeiteten Stunden pro Woche bliebt bei 34,5 Stunden, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es ein minimales Plus von 0,1 Stunden. Die Zahl der Überstunden stieg minimal um 0,1 Stunde gegenüber dem Vorjahr auf den Vormonatsstand von 3,3 Stunden. Dieser Wert ist seit gefühlten Ewigkeiten bei 3,2 bis 3,5 Stunden und spiegelt ganz gut die grobe Tendenz am Arbeitsmarkt wieder: Ja, die Beschäftigung wächst, aber Boom geht anders.

Ein weiterer Punkt, an dem man die Gesamtverfassung des US-Arbeitsmarkts ablesen kann, ist die am breitesten ausgelegte Arbeitslosenquote U-6 (darin stecken z.B. auch alle, die zwar einen Teilzeitjob haben, aber eigentlich vollzeit arbeiten wollen, etc). Diese sprang kräftig von 13,8 auf 14,3%. Das ist der erste Mal seit Monaten, dass sich dieser Indikator deutlich verschlechtert. Der Wert ist zwar noch besser als im Vorjahr (14,8%), allerdings war das Minus schonmal spürbar größer als die 0,5 Prozentpunkte.

Zusammenfassend: Ein leicht positiver Bericht vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten wächst zwar weiter, aber da die Bevölkerung ebenfalls wächst, sinkt die Arbeitslosenquote nicht weiter. Daher stagniert der Anteil der Beschäftigten betrachtet auf die Gesamtbevölkerung. Positiv im Juni-Bericht sind sicherlich die Aufwärtskorrekturen der Vormonate, negativ die steigende U-6 Quote.

BLS.GOV: THE EMPLOYMENT SITUATION – June 2013 (PDF)

Biosprit: Zur Hälfte (potenziell) auf Kosten des Regenwalds

Greenpeace hat Biosprit untersuchen lassen und wollte wissen, wie viel des per Gesetz zwangsweise zugemischten Bioethanols in Deutschland aus "guten" und wieviel aus "schlechten" Quellen stammt. Die gute Quelle ist dabei Raps, das in unseren Breitengraden wächst (wenn auch nicht zwangsläufig im Inland), die schlechten Quellen sind Soja, Kokos und Palmöl.

Und sieh an: Nur noch 51% stammen aus Raps, die andere Hälfte aus Pflanzen, die in tropischen Regionen wachsen. Und damit mutmaßlich von abgeholzten Regenwaldflächen stammen mit der dementsprechend desaströsen CO2-Bilanz. Anders formuliert: Im Sprit, den wir tanken, stammen etwa 3,5% aus Raps, 3,5% aus (potenziell) tropischen Regenwäldern.

Selbst wenn "unser" Biosprit nur aus Raps stammen sollte, der auschließlich in Deutschland angebaut würde, wäre das kaum besser. Denn wie man am deutschen Biospritanteil sehr schön erkennen kann, ist Pflanzenöl/-sprit austauschbar und wird in einem globalisierten Markt gehandelt. Wenn wir jetzt unseren Raps selber produzieren, produzieren wird irgendwas anderes nicht. Das "irgendwas anderes" müssen wir dann im Ausland kaufen und das stammt dann potenziell wieder von Flächen, die früher mit Regenwald bepflanzt waren.

Ein Beispiel dafür: Mais, der überwiegend zur Tierfütterung eingesetzt wird. Baut man jetzt Raps statt Mais an, kann man den fehlenden Mais durch Soja ersetzen. Soja jedoch kommt wieder potenziell von abgeholzten Regenwaldflächen. Solche "Ersatzketten" gibt es viele, am Ende steht die Erkenntnis, dass die Pflanzen, aus denen Biosprit hergestellt wird, nicht vom Himmel fallen.

Auch die Geschichte, dass es sowas wie zertifiziertes Palmöl gegen könne, ist ziemlich nahe an kompletten Unfug (#famoseworte). Palmöl ist Palmöl. Wenn Deutschland nur Palmöl von zertifizierten Flächen (für die kein Regenwald abgeholzt wurde) kaufen würde, ist das zwar für das deutsche Gewissen nett, das globale Problem löst man aber nicht. Denn auch andere Länder kaufen und brauchen Palmöl. Und wenn wir das gesamte Palmöl von alten "fairen" Plantagen kaufen, kaufen die anderen Länder eben das Palmöl von den neuen Plantagen, für die der Regenwald abgeholzt wird.

Jetzt könnte man sagen, dann sollen die anderen eben auch nur noch Palmöl von "guten" Plantagen kaufen. Aber wenn das gehen würde, würden die Regenwälder nicht abgeholzt. Die Nachfrage wächst, deshalb wachsen auch die Anbauflächen. Das Siegel ist nur Augenwischerei, die globale Nachfrage entscheidet, wie viel Regenwald abgeholzt wird. Und für die wachsende Nachfrage sind wir, ja genau du und ich, verantwortlich. Denn wir haben die Deppen gewählt, die uns diese schwachsinnigen Gesetze gebracht haben.

Greenpeace-Test: Immer mehr Palmöl in der Zapfsäule - Greenpeace, Presseerklärungen zum Thema Wälder

Ja, genau die Deppen, die noch 2008, als das selbst für den Blindesten lange sichtbar war, die Biospritbeimischung noch auf 10% erhöhen wollten. Wäre das gekommen, hätten sich unsere Palm-, Soja- und Kokosimporte noch einmal nahezu verdoppelt. Und mit dem Ergebnis von Greenpeace wird ja auch mehr als deutlich, dass das Versprechen der Politiker, dass für "unseren" Biosprit kein Regenwald abgeholzt würde, nur eines der üblichen Politikerversprechen war: Entweder glattes Unwissen oder abgebrühte Lüge ...

Bundesumweltministerium: Gabriel fördert Biosprit - Wissenschaftler raten ab - SPIEGEL ONLINE (Unwissen?)

Künast: "Wir waren immer gegen E10" - egghat's not so micro blog (Lüge?)

Nein, selten war ein Urteil so eindeutig: Es macht keinen Sinn, Lebensmittel in Autos zu verbrennen. Und daran wird sich niemals etwas ändern. Erst wenn man Sprit aus Abfällen (wie Stroh oder Gülle) machen kann, ändert sich die Rechnung. Oder wenn man bisher ungenutzte Flächen biologisch verträglich mit Öl- oder Zucker produzierenden Pflanzen nutzen kann. Wie es z.B. bei Jatropha in Indien (Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Jatropha - Hoffnung für die Halbwüste?).

siehe zum Dauerbrenner-Thema hier:

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Biokraftstoff bringt CO2-mäßig nichts, sondern kostet sogar! 25.2.2006
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Biodiesel doch effizienter als gedacht? 11.7.2006
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Ethanol vs. Biodiesel (4.2.2007)

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Energieeffizienz von alternativen Energien
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: EU fälscht Studien zur CO2-Ersparnis durch Biodiesel
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: EU-Studie: Biokraftstoffe bringen CO2-mäßig nichts (ach was)
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: EU begräbt E10 Pläne. Vernunft siegt. Oh Wunder!
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: TV Doku Die Biosprit Lüge

Suche nach Biodiesel.

Und es gibt ja echt noch Leute, die die Energiewende für einen Erfolg halten. Ich hingegen sehe einen Megaflop nach dem anderen. Wie heiß der alte Spruch? "Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint" ...

Erneuerbare Energien in D: zum 3. Mal All-In - egghat's not so micro blog

Update (12:53).

Die deutsche Biosprit Lobby dementiert natürlich sofort. Neues und recyceltes Öl könne man nicht unterscheiden. Und weist auch auf das Siegel hin. Was natürlich Kappes ist. Denn allein dass man neues und altes Öl nicht unterscheiden kann, beweist am Ende nur, dass das Siegel nichts wert ist. Der Markt ist global. Und die globale Nachfrage bestimmt, wie groß die globalen Anbauflächen sind. Und wenn man die eigene Nachfrage erhöht, wachsen auch die Anbauflächen. Das Siegel juckt da niemanden ...

Greenpeace-Studie: Streit um billiges Palmöl im Bio-Sprit - Nachrichten - Auto - Handelsblatt

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