Griechenland: Inflation 12/13: -1,8% Vj, aber +0,8 Vm. Weiter stabil in der Deflation.

Damit hat sich die Deflation gegenüber dem November etwas abgeschwächt, wo die Verbraucherpreise noch mit 2,9% im Jahresvergleich sanken (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Griechenland sinkt immer tiefer in die Deflation. Verbraucherpreise 11/2013: -2,9%).

Die Schrumpfung der Jahresrate geht auf den Preisanstieg von 0,8% im Dezember zurück.
Ich würde aber diesen einen Monatswert nicht überbewerten, der Trend zeigt weiterhin klar nach unten.

In den Subindizes gibt es einen extrem kräftigen Anstieg der Kleidungspreise. Im Dezember stiegen dieser Subindex von 100,09 auf 109,48. Das ist ein Preisanstieg von mehr als 9 Prozent in einem Monat. Das ist schon auffällig. Aber auch in den Kategorien "Haltbare Güter" (+1,3%) und Transport (+0,4%) gab es im Monatsvergleich Preisanstiege. Die meisten Preise sinken aber weiterhin mehr oder weniger stark.

Zum ersten Mal habe ich in der Veröffentlichung Zahlen gesehen, die meine schon länger geäußerte Vermutung belegen, dass Griechenland ohne Steuererhöhungen schon deutlich früher in die Deflation gerutscht wäre. Nach der normalen Berechnung inklusive Steuererhöhungen war der März 2013 der erste Monat mit sinkenden Preisen im Jahresvergleich (SO. JETZT STECKT GRIECHENLAND IN DER DEFLATION. SH!T.), rechnet man die Preissteigerungen durch Steuererhöhungen heraus, sanken bereits im Mai 2012 die Preise im Jahresvergleich, also 10 Monate früher.

Aktuell ist die Jahresrate unter Herausrechnung der Steueränderungen übrigens kleiner als die "normale" Inflationsrate. Das griechische Statistikamt gibt diese mit -0,9% an. Das wäre die Hälfte der normalen Rate. Das müsste im Umkehrschluss bedeuten, dass Steuern gesenkt wurden. Davon habe ich zwar nix mitbekommen, aber das wird wohl stimmen.

Elstat: Consumer Prices December 2013 (PDF)

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