Podcast fürs kommende Winterwochenende ;) Mikro004

Willkommen im neuen Podcast Blog von egghat. Irgendwie blogge ich überhaupt nicht mehr hier (nur drüben) und empfehle ausschließlich die neuen Podcastfolgen der Mikrooekonomen. Muss sich auch mal wieder ändern …

Genug Blabla, es gibt wieder eine Folge. Zum ersten Mal auf meiner Seite mit Metaklang™, bei der nächsten Folge auch richtig verkabelt ;) Und dann hoffentlich auch mit mehr Zeit für die Vorbereitung tagsüber vor der Aufnahme, die Marco und mir dieses Mal berufsbedingt leider fehlte. Komischerweise kam dabei die längste Folge bisher heraus. Aber wie ein kluger Mann (welcher auch immer) sagte: "Ich schreibe Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben." (Je nach Quelle: Voltaire, Goethe, Twain, Marx, Pascal).

Wir reiten kreuz und quer durch die Themenliste, greifen am Anfang kurz die Themen Edeka und Öl aus den ersten Folgen noch mal kurz auf.

Danach diskutieren wir die möglichen Kosten (und Probleme) der Grenzschließungen durch Aussetzung des Schengenabkommens. Und kommen wie so häufig zum Schluss, dass man nicht zu viel auf Berechnungen geben sollte, die versuchen, komplexe Sachverhalte in eine Zahl zu pressen.

Dann kommt - wie fast in jeder Folge bisher - das Thema Niedrigzins zur Sprache, der sich aktuell in der Überlegung der Postbank widerspiegelt, die überlegt, ihr kostenloses Girokonto abzuschaffen. Die Querfinanzierung des Kontobetriebs über Zinseinnahmen geht für die Postbank nicht mehr auf. Wer 1.5000 Euro Gehaltseingang hat, hatte im Durchschnitt des Monats ein paar Hundert Euro auf dem Konto, die die Postbank irgendwo verzinst angelegt hat. Mit diesen Zinseinnahmen wurden die Betriebskosten des Kontos (teilweise) querfinanziert. Nun fehlen die Zinsen und damit wackelt - wohl nicht nur bei der Postbank - das Modell kostenloses Girokonto.

Und dann verteidigen wir - ich staune selber - die Samwers. Da gab es die Nachricht, dass sie etwa eine Milliarde in Immobilien gesteckt haben sollen und das ein schlechtes Zeichen für die Start-Up-Branche sei, weil selbst die Vorzeige-Start-Up-Investoren nun auf Immobilien und nicht auf Start-Ups setzen. Halten Marco und ich für groben Unfug, allein das Gesamtvermögen der Samwers (Forbes schätzt 5 Milliarden) zeigt schon, dass es sich nicht um einen sonderlich großen Teil des Samwer-Vermögens handelt. Es ist eher eine notwendige Diversifikation des Samwer-Vermögens (und möglicherweise sogar eine für das Firmenimperium nützliche Investition).

Nicht verteidigen möchten wir jedoch den ehemaligen Drogeriemarktkönig Anton Schlecker, gegen den sich die Vorwürfe des "vorsätzlichen Bankrotts" konkretisieren. Es geht also nicht nur um die relativ gängige Konkursverschleppung (also zu spät die Insolvenz beantragt zu haben), sondern um quasi aktives Handeln, das zum Konkurs geführt hat; sprich Schlecker soll trotz drohender Insolvenz noch Geld/Vermögen an die Familie übertragen haben. Die Strafen wären dementsprechend höher …

Danach verteidige(n) ich/wir noch die Commerzbank. Die SZ hat den Job als "schwierigsten in der deutschen Bankenlandschaft" bezeichnet. Nur sehen Marco und ich (wir müssten uns eigentlich häufiger widersprechen, sonst wird's langweilig ;) ) die anderen Jobs in der Branche auch nicht einfacher. Cryan bei der Deutschen Bank hat einen Berg von Problemen, und auch der Job bei der HSH Nordbank dürfte nicht einfacher sein. Alle leiden noch unter Altlasten aus der Krise ab 2008. Und alle stehen vor den den Herausforderungen der Digitalisierung und der "Entbündlung" der Banken, sprich unter neuen Herausforderern, die versuchen die alten Banken mit neuen kundenfreundlicheren Lösungen zu ersetzen oder zumindest unwichtiger zu machen. Aber zur Verteidigung der Banken: Sowohl die Deutsche Bank wie auch die Commerzbank/Comdirekt (und einige andere) sind mit "Innovationsabteilungen" unterwegs. Die Deutsche Bank hat dafür satte 750 Millionen zur Verfügung gestellt und auch schon erste Produkte vorgestellt.

Links wie immer in den Shownotes drüben: Mikro004 – Der große Rundumschlag



Wir freuen uns wie gehabt über Empfehlungen bei iTunes und Weiterempfehlungen in den sozialen Netzwerken dieser Welt. Und natürlich über Themenvorschläge; am Ende der Sendung machen wir uns ein paar Gedanken dazu. Wir haben ein paar größere Themen (Energiewende (v.a. Fotovoltaik + Akku und Kosten), E-Auto (Apple/Tesla), Roboter-Automatisierung und Arbeitsplätze), die aber etwas schwierig in das bisherige Format zu pressen sind. Ich schätze, dass man für diese komplexeren Themen "Spezialfolgen" machen muss, für die wir uns dann auch tendenziell Gäste dazuholen würden. Dafür sind wir aber technisch noch nicht weit genug; die nächste Folge wird voraussichtlich die erste, die wir mit unverändertem Setup aufnehmen werden (Dank sei MetaKlang). Das soll sich dann erstmal setzen und dann mal schauen, ob wir das Setup auch auf eine(n) dritte(n) Teilnehmer(in) ausbauen können.

Viel Spaß beim Hören und ein schönes Wochenende!

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