Podcast Nummer 7 - Office goes LinkedIn, Apple, IWF und Mosambik und die Milch (machts nicht mehr)

Sei auch dieses Mal dabei, wenn Marco mich mit Sendungstiteln trollen will ;)

Mikro007 - Apples Untergang

Leider gab es eine etwas längere Pause, erst war Marco beruflich im Stress, dann war ich krank, und in Woche drei war die Aufnahme durch Marcos USB-Stack unter Windows komplett verhunzt. Diese "schwarze Folge" haben wir auf unseren Festplatten gesichert und werden sie in 20 Jahren bei Sotheby's versteigern ;)

Auch bei der jetzigen Folge gab es irgendwo ein Echo in der Aufnahme. Ich hatte mich relativ laut als Echo im Ohr (was einigermaßen irritierend war), ich konnte es aber nicht wegregeln, weil ich dann auch Marco nicht mehr gehört habe. Nun ja, in der Aufnahme bei Marco war es etwas besser …

Wir sprechen über die am Tag der Aufzeichnung noch heiße Nachricht der LinkedIn Übernahme durch Microsoft. Warum kauft Microsoft? Was könnte Microsoft damit planen? Ist die Übernahme zu teuer? Dazu gibt es auch schon einen gutes Kommentar bei den Mikrooekonomen.

Dann schweifen wir zu dem eigentlich gar nicht geplanten Thema Smartphones ab und diskutieren darüber, wie sich dieses Geschäft immer weiter von der Hardware löst und der Schwerpunkt hin zu Software und Services wandert (dann schweife ich noch weiter ab und spekuliere wild über Siri und App-Integration, bevor wir zu den richtigen Themen zurückkehren). Dass Marco den Titel so gewählt hat, wie er ihn gewählt hat, liegt daran, dass er den Markt anders sieht als ich. Ich sehe Apple in diesem Markt nämlich gut aufgestellt. Die Umsätze, die Apple mit Musik-Abos und der iCloud macht, dürften zu den größten im Markt gehören (auf jeden Fall größer als das was Google verdient; Google will ja vor allem Werbung verkaufen). Und profitabel ist Apple auch in diesem Marktsegment …

Dann kommt mit den Mini-Media-Märkten eine kurze News zu einem Thema aus einer alten Folge.

Das Aufregerthema der letzten Wochen, der IWF habe dem Neoliberalismus abgeschworen, erden wir danach etwas. Erstens sind ein paar der im Artikel geäußerten Neueinschätzungen am Ende auch nicht so neu (wie Marco anmerkt). Zweitens waren Teile davon IMHO auch bei der IWF-Beteiligung in Griechenland schon sichtbarer geworden (wie ich anmerke), wenn die EU da nicht vieles blockiert hätte (die EU war in bestimmten Aspekten neoliberaler als der IWF). Und drittens hat der Chefökonom Obstfeld vom IWF einen Tag später klar gestellt, dass man genau lesen müsse, welche Punkte er im Artikel erwähnt hatte. Das war nämlich nicht der Neoliberalismus als Ganzes, sondern bestimmte Schritte, die bisher in den Reformprogrammen *immer* gemacht wurden, die man in Zukunft nun genauer abwägen würde. Was aber eben nicht heißt, dass es sie in Zukunft nie geben würde. Und davon, dass mehr Wettbewerb, weniger Staat, ausgeglichene Staatshaushalte, freier Warenverkehr, etc. grundsätzlich immer gut seien, ist der IWF eh nie abgerückt.

Ein seit Ewigkeiten auf der Themenliste stehendes Thema war der mutmaßliche Korruptionsfall in Mosambik, wo Investmentbanker am IWF vorbei einen großen Kredit organisiert haben. Offizieller Grund (Tunfischflotte) und tatsächliche Verwendung (wohl Militär) lagen dabei ziemlich weit auseinanderklafften. Der IWF zeigte sich "not amused" und zieht sich für's Erste aus der Staatsfinanzierung zurück. Was dumm ist, denn vom IWF kamen bis zu 40% des Staatshaushalts … Und der fehlt jetzt, wegen der leider für einige Regionen der Welt immer noch üblichen Korrumpiertheit der Elite.

Zum Schluss greifen wir noch einmal ganz kurz das Hauptthema der "schwarzen Folge" auf: Den Milchpreis. Marco wischt die überflüssigen Milchbauern mit geradezu unfassbarer neoliberaler Kälte vom Markt ;) Und ich traue mich nicht, die armen, kleinen Nebenerwerbs-Milchbauern zu verteidigen. Weil wir da schon beim ersten Mal nicht auf einen Nenner gekommen sind; ich zweitens auch keine schnelle Lösung für die nicht industriellen Betriebs habe, und drittens das 21:00 Uhr Fußballspiel auf dem Programm stand ;)

Hört hier:



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Viel Spaß beim Hören. Lernt was. Wir freuen uns wie immer über Kritik, Anmerkungen, Fragen, Themenvorschläge, Spenden, iTunes Rezensionen, Flattr-Klicks, ReTweets und sonstiges Shares in den sozialen Netzen (wenns sein muss, selbst auf LinkedIn ;) ) …

Update (18:48):

Zu Apple und den Services noch ein Tweet:



38,6 Mrd. Dollar UMsatz in den letzten 12 Monaten.

Update 2 (17.6.2016):

Zum Vergleich: Microsoft hat etwa 7 Milliarden Dollar Umsatz im Cloud-Geschäft pro Quartal. Die Geschäfte sind zwar nicht vergleichbar (bei Apple ist halt viel App- und Medien-Download im Cloud-Umsatz enthalten, bei Microsoft ist es viel hochprofitabler Software-Umsatz/Miete. Und das Wachstumspotenzial von Apple hängt an der Anzahl der Geräte, die im Einsatz sind, bei Microsoft hingegen können noch Abermillionen von Office-Kunden auf die Microsoft-Cloud umgestellt werden. Microsoft hat also ziemlich gute Chancen, in dem Markt noch lange sauber und profitabel zu wachsen.

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