Topstatistiker Nate Silver und Drew Linzer sagen Clinton Sieg voraus. Und alle Bundesstaaten für die gleiche Seite.

Scheint jetzt final zu sein:

Nate Silver's FiveThirtyEight sagt 71,6% Siegwahrscheinlichkeit für Clinton, 28,4% für Trump.









Lasst Euch nicht kirre machen, es geht allein um diese Staaten, die anderen sind durch:








































Bei Dailykos gibt es die Hochrechnung des Statistikers Drew Linzer, der 2012 und 2014 die beste Prognose hatte:




Dieser Prognose nach sind überhaupt nur acht Bundesstaaten umstritten, sprich gehen nicht mit mehr als 99%er Wahrscheinlichkeit (laut Drew Linzer) an einen der beiden Kandidaten. Eigentlich könnt ihr alle Wahlergebnisse bis auf diese acht Bundesstaaten ignorieren. Würden die Medien dieses Rauschen doch nur mal ausfiltern … (App-Idee: Pushe mir nur die Ergebnisse dieser 8 Bundesstaaten und per Option auch nur, wenn sie von der Prognose abweichen; liegt der Statistiker richtig, gibt es gar keinen Push sondern Schlaf).

Ich wollte das jetzt hier mal einloggen, um zu sehen, wer 2016 von den beiden die bessere Prognose hat, aber interessanterweise unterscheiden sich die beiden Prognosen nur minimal. Die umstrittenen Bundesstaaten sind exakt die gleichen (wenn auch minimal anders sortiert), und alle acht gehen jeweils an die gleiche Seite: New Hampshire (69,7% zu 30,3%), Florida (55,5% zu 44,5%), North Carolina (55,9% zu 41,1%) und Nevada (58% zu 42%) an Clinton; Ohio (35,1% zu 64,9%), Arizona (34,2% zu 65,8%), Georgia (20,6% zu 79,4%) und Iowa (30,6% zu 69,3%) an Trump (in Klammern die Bundesstaatenprognose von FiveThirtyEight; die von Daily Kos steht ja oben)

Daily Kos sagt 319 zu 219 Stimmen für Clinton voraus. Von den umstrittenen Bundesstaaten müssten also Nevada, North Carolina und Florida zu Trump kippen. Das wären 50 Stimmen, dann wäre es exakt ein Gleichstand. North Hampshire zusätzlich und Trump hätte gewonnen. Aber dann müssten alle acht knappen Staaten an Trump gehen und das ist doch einigermaßen unwahrscheinlich. So unwahrscheinlich wie ein Brexit, eigentlich sogar deutlich unwahrscheinlicher …

Ich hatte mich kurz vor der Brexit-Abstimmung gewundert, dass aus den ziemlich knappen Umfragen (die verdammt nahe an 50/50 waren; über die "Klarheit" von 51/49 ging eigentlich niemand hinaus) an den Wettmärkten ziemlich klare Wahrscheinlichkeiten (75 zu 25 pro Bremain) wurden.
Bei der US-Wahl sind die Wettbörsen deutlich zurückhaltener. Die Quoten der Wettmärkte liegen relativ nahe an den offiziellen Quoten: DailyKos gibt Clinton eine Siegchance von 92%, Nate Silver sagt 71,6%. Die fünf großen Wettbörsen liegen zwischen 78,5 und 89%, also ziemlich genau in dem Rahmen, den die Statistiker auch sehen (Quelle: Blicklog)

Dann beobachtet das mal für mich, ich werde mich schön schlafen ;) Die Nummer scheint mir zu klar zu sein …

Update (the morning after):




Update 2 (13:21):

Was man sich übrigens auch komplett knicken kann (wie schon beim Brexit): Das geheime Wissen der Menge. Wisdom of the crowds. Haha. Die Prognosemärkte lagen auch komplett falsch, genauso falsch wie die Demoskopen.

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