Podcast - Mikro012 Die Pokémonsteuer (und Mikro011 und Mikro010)

Damit euch nicht langweilig wird, während ich in Südtirol Kühe umschubsen gehe :)

Ich habe die letzten beiden Folgen hier nicht verlinkt, weil ich gerne hätte, ich das ihr das Dingen dadrüben abonniert. Da gibt es die Info immer zuerst und da soll auch die Diskussion dazu stattfinden (möchte das nicht über zwei Blogs zerfleddern; ich habe eh viel zu wenig Feedback, da möchte ich das wenigstens gesammelt sehen).

Zur Folge 012:

Mikro012 Die Pokémonsteuer

Ich werden zum Verfechter neoliberal niedriger Steuersätze (zumindest fühle ich mich nach der Diskussion fast schon so; nun gut, habe 2 Wochen Urlaub, um mich von dem Schrecken zu erholen ;) ). Es geht um die Erbschaftssteuer und den Vorschlag von ifo-Chef Clemens Fuest, eine Flat-Rate von 8% auf alle Vermögen zu erheben. Ich bin grundsätzlicher Freund eines relativ niedrigen, aber für alle Vermögensklassen gleichen Steuersatzes (sonst kassiert das BVG die Steuer eh wieder), bin aber gleichzeitig Gegner einer Vermögenssteuer, allein schon weil das dann eine jährliche Erhebung der Vermögenswerte nach sich ziehen würde. Nicht ganz unerwartet bekomme ich in den Kommentaren kontra …

Zum Start gibt es aber ein paar Gedanken zu dem popkulturellen Hype-Thema der letzten zwei Wochen: Pokémon Go. Der Aktienkurs von Nintendo hat sich mehr als verdoppelt, die Börsenbewertung von Nintendo ist inzwischen höher als die von Sony. Schon bemerkenswert, für eine Firma, die ich persönlich schon mehr oder weniger abgeschrieben habe. Zumindest solange Nintendo nicht beginnt, endlich die 2 Milliarden (geeigneten) Smartphones mit ihrer Software, ihren Marken und ihren Spielen zu adressieren. Jetzt hat Nintendo einen Knaller, profitiert aber anscheinend nur zu einem Bruchteil davon. Trotzdem könnte das die zukünftige Strategie von Nintendo über den Haufen werfen, Marco sieht das aber anders als ich.

Und als drittes Thema beschäftigen uns mit Nordstream, der neuen Gaspipeline, die möglicherweise von Russland nach Deutschland gebaut wird. Sie soll ohne die üblichen Wege auf dem Land (sprich durch Polen und/oder die Ukraine) gebaut werden. Das hat natürlich geostrategische Auswirkungen auf Osteuropa, aber auch wirtschaftliche. Vor allem erhöht es die Abhängigkeit Deutschland (und Mitteleuropas) von russischem Gas, etwas was man eigentlich gar nicht wollte. Ursprünglich sollte die Gasversorgung diversifiziert werden und andere Lieferländer hinzugenommen werden. Unter anderem war vor ein paar Jahren Flüssiggas ein großes Thema und wir fragen uns, was daraus wohl geworden ist. (Da ich seit der Aufzeichnung ein paar Dinge dazugelernt habe, wird das Thema in der nächsten Folge noch einmal kommen).

Zum Schluss gibt es einen kurzen Nachrichtenüberblick (v.a. ein paar Nachklapps zu Themen, die wir schon mal hatten) und die neue und ab jetzt ständige Rubrik Feedback: Aber hört selbst.




Es gab auch zwei Folgen, die ich hier bisher noch nicht verlinkt hatte (ihr sollt ja auch dadrüben abonnieren …). Da ich aber bald zwei Wochen im Urlaub bin, hole ich das nach. Wer die Folgen noch nicht gehört hat, sollte die Pause damit locker überleben ;) Es waren dank die Mega-Themas Brexit auch (wie die aktuelle) Folge(n), die deutlich über unsere angestrebte eine Stunde Länge hinausgingen.

Mikro011 kurz angerissen:

Mikro011 Die EU löst Bankenkrisen aus

Themen sind (zum dritten Mal) Brexit, die Bankenkrise in Italien (und was die Regulierung dafür kann oder warum sie sowas vorher nie merkt), die Kommunikationskrise bei Number26, und noch ein Nachklapp zu Edeka-Kaisers und der vom OLG Düsseldorf kassierten Ministererlaubnis.



Zu 010:


Mikro010 Neoliberalismus macht dumm (toller Titel, den sich Marco da ausgedacht hat. oder?)


Themen: Brexit (zum zweiten Mal), die gloable Einkommensverteilung
(der Elefant zum besseren Verständnis hier verlinkt: ),
und basierend auf Hörerfeedback eine Diskussion darüber, ob nur die öffentliche Verwaltung ein bürokratisches Verwaltungsungeheuer ist oder ob große Firmen nicht genauso die selben Probleme haben …



Viel Spaß beim Hören und wie immer freuen wir uns über jedes Feedback (wo habt ihr ja jetzt schon dreimal gelesen). Flattert mich, schickt mir Knete, Kekse, Bitcoins, oder Bier :)

DSW & TU München: DAX-Vorstände verdienen 2015 "nur" noch 50mal so viel wie Mitarbeiter

Toll nicht? 2014 waren es noch 54mal so viel. Der Trend zeigt in die richtige Richtung … Die Angestellten verdienen im Schnitt 4% mehr als 2014, die Vorstände verdienten im Schnitt 1,8% weniger (fixe Vergütung -1,4%; erfolgsabhängige -5%). Im Schnitt gab es 2015 3,341 Millionen Euro pro DAX-Vorstand; 2014 waren es noch 3,402 Millionen Euro. Das versteht man wohl unter "international wettbewerbsfähiger Vergütung".

Noch etwas vernünftiger scheinen die Vergütungen zu wirken, wenn man sie mit US-Werten vergleicht: Die CEOs der 30 Firmen, die im Dow Jones Index enthalten sind, bekamen 2015 im Schnitt 16,4 Millionen Euro.

Interessant ist es auch immer, die Vergütungsvielfache einzeln zu betrachten. Einige fordern ja, den Vorstandsvorsitzenden maximal das Dreißigfache des Durchschnittseinkommens zu zahlen. Diese Grenze halten nur die Commerzbank (27x), die Deutsche Bank (22x), die Deutsche Börse (24x), MunichRe (30x), ProSiebenSat1 (27x) und an der Spitze SAP (17x) ein. Nicht ganz zufällig liegt dieser niedrige Multiplikator aber mehr am hohen Durchschnittsgehalt von Bankern und ITlern als an der Bescheidenheit der Chefs. Deutsche Bank, Deutsche Börse und SAP sind die drei einzigen Firmen, in denen die Mitarbeiter im Schnitt mehr als 100.000 Euro pro Jahr verdienen.

Bis hierhin ein langweiliger Artikel, oder? Könnte glatt von der DPA sein ;)

Okay, ich hab da noch was für Euch ;) Das ist zwar nichts wirklich Neues, fällt im Zusammenhang solcher Veröffentlichungen immer und immer wieder unter den Tisch:

Die ganze Studie hinkt. Und zwar an einem großen Punkt: Die Pensionsansprüche der Vorstände sind NICHT einberechnet. Und diese Ansprüche sind saftig. Die Studie listet die Aufwendungen für Altersvorsorge auf. Es sind im Durchschnitt 682.000 Euro pro DAX-Vorstand. Dadurch erhöht sich der Faktor um 5 Punkte, wir sind also schon bei einem Faktor 55 statt 50 wie aus der Überschrift. Und ich vermute mal schwer, dass auch das nur die halbe Wahrheit ist (wenn überhaupt).

Nehmen wir z.B. mal Dieter Zetsche von Daimler. Er hat eine Pensionszusage von 4,1 Millionen Euro pro Jahr. Pensionseintrittsalter ist 60 (!!!). Der Aufwand für seine Pension, den die Studie nennt, liegt bei 1,044 Millionen Euro. Zetsche ist 63 Jahre alt. Eigentlich könnte er die Pension schon kassieren, spätestens nach Ende seiner Amtszeit wird er das aber tun. Schon beim schnellen Blick wird klar, dass die gut eine Millionen Euro, die Daimler im Jahr 2015 in Zetsches Pensionskasse eingezahlt hat, nicht ansatzweise ausreichen kann, um ihm 20 Jahre lang 4 Millionen auszuzahlen. Entweder hat Daimler also schon zu Beginn des Zetsche-Vertrags einen Haufen Geld in seine Kasse eingezahlt (er ist seit 1998 im Vorstand, seit 2006 Vorstandsvorsitzender), oder (und das ist wahrscheinlicher) Daimler zahlt auch die nächsten Jahre weiter für Zetsches Pension. Diese Summe taucht in der Vergütungsstatistik aber nie auf, weil er dann ja nicht mehr Vorstand ist. Ganz grob über den Daumen gepeilt: Wenn Zetsche 13 Jahre Vorstandsvorsitzender ist (2006-2019), hat er nach Sterbetafel durchschnittlich noch 16 Jahre zu leben. Um für diese 16 Jahre jeweils 4 Millionen pro Jahr auszahlen zu können, hätte Daimler über alle 13 Jahre Jahr etwa 4 Millionen zurücklegen müssen (Ich rechne das jetzt nicht versicherungsmathematisch durch, es geht mir nur darum, dass die eine Millionen (die in der Berechnung des Vielfachen aus der Studie nicht einmal drin ist) nicht im Ansatz die wahren Kosten für die Pension widerspiegelt). Dann hätte Zetsche 2015 also nicht 8,5 Mio. Euro, sondern 12,5 Millionen Euro oder mehr kassiert. Und sein Gehalts-Vielfaches zum Durchschnittsdaimlerianer läge nicht bei 57, sondern 80 oder 90.

Nun gut, eine solche Berechnung ist nicht ganz einfach, vor allem, weil man nie weiss, wie (genauer auf welchen Zeitraum) man die Pensionskosten umlegen soll. Man weiss ja am Anfang nicht, wie lange jemand Vorstandsvorsitzender bleibt. Wobei eine Verrechnung über den gesamten Zeitraum durchaus plausibel wäre. Dann würden die jährlichen Kosten sinken, je länger jemand an der Konzernspitze bleibt. Das wäre auch eine durchaus sinnvolle Darstellung, denn was die Pensionsansprüche angeht, kommt ein Vorstand über 15 Jahre das Unternehmen preiswerter als ein permanenter Wechsel alle drei Jahre. In den USA werden solche Pensionspakete oft (immer?) auf einen Schlag verbucht, was dann zu absurden Summen im ersten Jahr eines CEOs führt ("Apple Chef Cook verdient 74 Millionen Dollar"). Was aber eben auch in die Irre führt, diese Summe bekommt er nur einmalig am Anfang seiner Zeit und man müsste diese eigentlich über die gesamte Laufzeit des Vertrags verteilen (das machen die Medien aber auch nur in Ausnahmefällen).

Die oben genannte Neuberechnung des Gehaltsvielfachen muss man noch abschwächen, weil es keine Aussage dazu gibt, ob im durchschnittlichen Personalaufwand pro Mitarbeiter eventuelle Firmenpensionen berücksichtigt sind. Ich gehe eher nicht davon aus, weiss es aber auch nicht und habe auch keinen Hinweis dazu gefunden. Würde man diese berücksichtigen, würde das Vielfache wieder sinken. Man kann aber davon ausgehen, dass die Pensionsansprüche der Mitarbeiter niedriger sind: Erstens wird die Firmenpension für Mitarbeiter wohl kaum die Hälfte des aktuellen Gehalts ausmachen wie bei Zetsche, noch dürfte der Durchschnittsdaimlerianer diesen Anspruch ab einem Alter von 60 bekommen. Es würde mich sehr wundern, wenn das Gehaltsvielfache (im Fall von Daimler 57) ähnlich hoch bliebe, es dürfte eindeutig in Richtung des Vielfachen von 80 oder 90 (aus meiner Bierdeckel-Kalkulation) tendieren.

Und wenn ihr mal Frust schieben wollt: Allein das Pensionseintrittsalter in der Spalte ganz rechts dürfte ausreichen. Immer daran denken: Uns Normalsterblichen droht demnächst eine Rente ab 70



Aber ihr sollt nicht nur Frust schieben: Aus diesem kleinen Artikel sollt ihr euch merken, dass die Transparenz bei der Vergütung der DAX-Vorstände in Bezug auf die Pensionsansprüche mangelhaft ist. Und damit sind leider auch alle Studien, die auf diesem Zahlenmaterial aufbauen, mit extremer Vorsicht zu genießen. Zu große Teile der Kosten für die Altersvorsorge der Vorständen tauchen in den jährlichen Berichten leider nie auf.

Zum Thema noch ein Zitat aus einem älteren Spiegel-Artikel: "Pensionszusagen sind sehr beliebt, um Managern mehr Geld zuzuschanzen, ohne dass es auffällt". Mehr ist dazu kaum zu sagen …


Immer druff auf die Ökostromspinner. Auch wenn man dafür alle Entwicklungen der letzten 5 Jahre ignorieren muss …

Och, ich kann den Vogel ja nicht dauernd ignorieren …

Das ABC von Energiewende und Grünsprech 8: Wüstenstrom - Tichys Einblick

Wieder so ein völlig einseitiger Artikel gegen diese Ökostrom-Wunschdenker-Gutmenschen, die Tichy & Co offensichtlich am liebsten für den kommenden Weltuntergang verantwortlich machen würden …

Schon bemerkenswert, wie weit man in die Vergangenheit gehen muss, um Kritik an den regenerativen Energien (in diesem Fall Fotovoltaik aus der Wüste) formulieren zu können.

2009 Desertec. 2000 Expo. Andasol (Bau 2008-2011). Zitate von 2009 und 2010. Was Aktuelleres zum drüber lächerlich machen hat man wohl nicht gefunden …

Bei Andasol wird die Argumentation relativ lustig, weil durch die Abschreibung auf den Firmenwert impliziert wird, dass das Projekt völlig aus dem Ruder gelaufen wäre und die geplanten Produktionskosten für den Strom nicht erreicht würden. Was aber Mumpitz ist. Die Abschreibung gab es, weil der Staat die garantierte Einspeisevergütung von 46 Cent/KWh gestrichen/gekürzt hat. Natürlich wird dadurch mit dem Kraftwerk VIEL weniger Gewinn erwirtschaftet werden als geplant, und deshalb muss der Firmenwert korrigiert wird. Das heißt aber nicht, dass das Kraftwerk nicht funktioniert und die Produktionskosten viel höher wären als gedacht. Eine ausgewogenere Betrachtung findet man in der Wikipedia. Kurz gefasst, weiss man nichts Genaues, aber Andasol ist auf jeden Fall kein Komplettausfall, wie man nach der Megaabschreibung denken könnte (das Argument müsste man mal gegen RWE und Eon anwenden; die schreiben gerade Milliarden auf AKW, Kohle- und Gaskraftwerke ab; bedeutet das, dass all diese Kraftwerke unwirtschaftlicher Mist waren und sind?)

Das Schlimmste am Artikel ist aber das komplette Ignorieren aller aktuellen Entwicklungen. Den Akku für die dezentrale Stromversorgung scheint es nicht zu geben. Und damit auch nicht die sehr sinnvolle Versorgung von abgelegenen Orten z.B. in Afrika über eine Kombination aus Solarzelle und Akku, um dort Strom für Kühlschrank und Licht zu haben. Die Kosten für beide Komponenten sind in den letzten 10 bis 15 Jahren mit 10-15% pro Jahr (Akku) und 15-20% (Zelle) gesunken. Und Hint hint: Dezentral heißt: Ich spare mir den Aufbau einer Strominfrastruktur, die in Deutschland immerhin gut 5 Cent/KWh zum Strompreis beiträgt (etwa 20%).

Wer auf Fehlschlägen aus 2008 oder gar 2000 rumreitet, steckt mit beiden Stiefeln im Sumpf der Vergangenheit. 2016 sieht die ganze Lage anders aus. In Dubai hat die Energiebehörde 2015 einen weiteren Tender über Fotovoltaik-Strom im Volumen von 800 MW ausgeschrieben. Das niedrigste Gebot lag bei 0,0299$, also weniger als 3 Dollar-Cents je KWh. Die Konkurrenz wunderte sich allerdings, ob das machbar ist. Die Konkurrenz selber lag allerdings auch nur bei 3,65 bzw. 3,95 Dollar-Cent. Ergo gibt es drei Angebote mit KWh-Preisen von weniger als 4 Cent/KWh, man kann davon ausgehen, dass sich nicht alle drei total verkalkuliert haben und Geld verdienen wollen, ergo die Kosten bei weniger als 4 Dollarcent/KWh liegen. (Quelle).

Oder schauen wir mal nach Indien:

Solar is now cheaper than coal, says India energy minister (4,34 Rupien/KWh = 5,8 Cent/KWh).

Interessant auch der Blick der Analysten der Deutschen Bank auf Solarstrom in Indien: India 2020: Utilities & Renewables - Make way for the Sun (PDF). Es gab 4 Tender für Fotovoltaikstrom in 2015: Die Gebote: 6,5 $cent/KWh, 5,8$c/KWh, 6,4 $c/KWh, 5,4$c/KWh). Darin noch viele weitere Zahlen: Modulkosten seit 2009 um 80% runter, Gesamtkosten (inkl. Installation, Gleichrichter, …) seit 2009 70% runter (Seite 40). Prognose für den Preisverfall 2016 bis 2020 insgesamt 30-40% (Seite 41). Teilweise werden die Produkte besser, teilweise auch einfach nur billiger.

Oder nehmen wir Sambia. Dort wurde mit Hilfe der Weltbank der Aufbau von Fotovoltaik-Stromerzeugung über 2*50 Megawatt ausgeschrieben. Das beste Gebot lautete auf 6 Dollarcent/KWh, die für 40 Jahre fix sind. Allein durch Inflation errechnet sich auf die gesamte Laufzeit gesehen ein niedrigerer Durchschnittspreis, den die Weltbank auf 4,7 Dollarcent/KWh schätzt.

Worldbank: Why Zambia’s 6 cents is more significant than Dubai’s 3 cents.

Aber nun gut, Wüstenstrom ist doof, meint der Tichy. Lasst uns doch liebe Kohlekraftwerke bauen. Oder AKWs. So Dinger wie Hinkley Point C, das unsagbar tolle AKW, das gerade in Großbritannien gebaut wird. Und weil sich das alles so super rechnet, muss man auch gar keine fiese staatliche Bevormundungsstrategien wie garantierte Strompreise garantieren. Oh wait, der Bauherr EDF bekommt ja garantierte 0,0925 Pfund/KWh (aktuell knapp 11 Eurocent/KWh). Und der Bauherr droht gerade in die Pleite zu schlittern, weil die Baukosten VÖLLIG aus dem Ruder laufen. Das ist bestimmt die Zukunft, according to Tichy & Co. Noch geiler wird Atomkraft noch, wenn man sie in Ländern wie dem Sudan baut. Es wundert mich nicht, dass der Autor bei Tichy nicht einmal den Ansatz eines Problemes mit Atomkraft im Sudan zu sehen scheint. Was soll dabei schon schief gehen? Ein AKW im Sudan, todsichere Idee …

Nein nein, ich will die ersten 7 Teile der Serie bei Tichy nicht lesen … Sonst muss ich noch sieben weitere Artikel schreiben …

Zur Klarstellung: Ich bin kein blinder Verfechter der Fotovoltaik. Vor allem war ich nie ein Verfechter von Fotovoltaik im relativ sonnenarmen Deutschland. Und über die aus meiner Sicht jahrelang viel zu hohe Fotovoltaik-Förderung in Deutschland habe ich zigfach gemeckert. Und schon 2010 einen Vorschlag gemacht, wie man diese marktgerecht anpassen sollte VORSCHLAG: EINSPEISEVERGÜTUNG FÜR EEG DYNAMISCH UND AUTOMATISCH ANPASSEN. Allerdings: Wir sind jetzt im Jahr 2016. Für Fotovoltaikstrom gibt es maximal 12,31 Cent/KWh, für größere Anlagen, die nicht auf dem Dach sind, nur noch 8,53 Cent/KWh. Vorsichtig formuliert: Das sind Kosten, die niemanden mehr umbringen werden. Die Probleme hatten wir 2009 und 2010, als wir teilweise 7 Gigawatt neue Kapazität Fotovoltaik ans Netz angeschlossen haben und dafür 30-40 Cent/KWh bezahlt haben. Aber wie gesagt, heute ist 2016. Und da ist "Wüstenstrom" alles andere als die dämliche Idee, zu der Tichy sie gerne machen möchte …

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