Apple iTunes auch in Deutschland Marktführer

Wundert mich nicht.


Als Disclaimer: Ich habe keinen iPod (was sich wohl noch ändern wird). Und auch keinen Mac (was sich aber auch wahrscheinlich ändern wird). Bin also (noch?) kein Apple-Fanboy.


Gestern abend brauchte meine Freundin ein bestimmtes Stück klassischer Musik (aus der Feuerwerksmusik von Händel) für die Schule, sprich damit auf CD. Was tun?

Tauschbörse angeworfen, 2 Treffer, schneckenlahmer Download. Weg damit.
iTunes installiert. Angemeldet. Kreditkartennummer eingegeben. Suche angeworfen. Stück gefunden (etwa 10 Mal von diversen Interpreten). Da meine Freundin nicht ganz genau wusste, welches Stück sie braucht, mal die Alben angeschaut, eins gefunden auf dem auch noch die Wassermusik und ein paar andere Stücke drauf sind und beschlossen direkt das Album für 9,99 zu kaufen.
Runtergeladen, auf CD gebrannt. Bingo.

Ein einziges Problem hatte ich: Wie drucke ich ein Cover? Menüs durchgeklickt, nix gefunden. Kein Eintrag, kein Wizard, nichts im Kontext-Menü. Hmmm. Hilfe angeworfen und da stehts: Strg-P. Hah! Da wo das Drucken halt liegt. Das war einfach ZU naheliegend.
Steht natürlich auch im Menü, nur heisst es nicht "Cover drucken", sondern einfach "drucken". Man ist offenbar als Windows Nutzer durch die unsäglichen Clippys und Wizards schon so versaut, dass man mit Paradigmen wie "einfach auf Drucken klicken um zu drucken" oder "wenn ich Software löschen will, werfe ich sie einfach in den Mülleimer" schon überfordert ist. Man kann sich nicht mehr vorstellen, dass das so einfach sein soll.

Da ich kein Apple-Fanboy bin: Natürlich ist das sehr logisch, wie Apple das umgesetzt hat. Aber es hätte nicht geschadet, beim Klick auf das Cover z.B. auch einen Druck anzubieten oder im Rechtsklick auf eine Playliste.

Trotzdem verstehe ich jetzt, warum der Jobs meinte, dass das Wichtigste am Online-Musik-Verkaufen eine "smooth experience" sein muss. Es muss einfach sein, die Auswahl muss gut sein und der Käufer darf nachher nicht angep****t sein, weil er für teures Geld ein Album gekauft hat, das aber jetzt nicht mit in die Schule, ins Auto oder seine MP3-Player nehmen darf. Dann kann's funktionieren und tut's das auch. Die Musikindustrie ärgert sich wahrscheinlich immer noch, dass der Seiteneinsteiger Apple denen im Kerngescäft gezeigt hat, wie man das macht ...

Dass die Marktführer sind, ist beeindruckend. Wenn ich mir die Werbung im Fernsehen anschaue, dürfte T-Online ein Vielfaches für sein Musicload ausgegeben haben. Und: Hat nichts genützt. Ich schätze mal, dass Apple Geld verdient (und Marktanteile gewinnt) und Musicload aufgrund der Marketingkosten noch rote Zahlen schreibt.

Bye egghat.

technorati tags: , , , ,

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore