Biodiesel doch effizienter als gedacht?

Ein Update zu einem älteren Posting von mir. Bei Heise gibt es erneut einen Artikel zum Thema Biodiesel (Heiselink, Originalartikel), der eine Studie der University of Michigan zitiert, die festgestellt hat, dass sowohl Mais wie auf Sojabohnen durchaus in der Lage sind, mehr Energie zu erzeugen als bei der Erzeugung verbraucht wird. Bei Mais kommt zwar nur 25% raus als reingesteckt wird, bei Sojabohnen aber bereits 93% mehr. Im Kehrwert kann man mit Biodiesel aus Soja den CO2 Ausstoß um gut 40% senken. Soja ist deutlich effzienter, weil Sojabohnen mit weniger Dünger und Pflanzenschutzmitteln auskommt.
Die Studie schlägt deshalb vor, Präriegräser zu untersuchen, da diese noch weniger Pflege, Dünger oder Pflanzenschutzmittel brauchen. Man stellt quasi von intensiver auf extensive Landwirtschaft um.
Interessant ist die Frage nach ähnlichen Pflanzen in unseren Breiten. Und Hanf kommt mir sofort in den Kopf. Wächst wie Sau, produziert Öl (bzw. ölartige Substanzen), braucht kaum Dünger, braucht keine Unkrautvernichter, keine Pflanzenschutzmittel und so gut wie keine Pflege. Der Einsatz von Energie in der Produktion dürfte nur von wenigen anderen Pflanzen unterboten werden.
Das Problem: Hanf hat immer noch dieses Kifferimage (obwohl es bereits THC reduzierte Züchtungen gibt). Der Anbau von Hanf ist vielen Bauern unbekannt ("Watt der Buhr nit kennt, datt frett er nich"). Und in der Züchtung sind auch noch ein paar Jahrzehnte aufzuholen, denn in der Vergangenheit wurde ja der THV optimiert (nach oben) und nicht der Ölgehalt.

Seriöse Studien kenne ich zum Thema Biodiesel aus Hanf leider nicht. Wer welche hat, bitte in die Kommentare posten.

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