Auch Wasserkraft nicht CO2-neutral?

Ist Wasserkraft, zumindest die aus großen Staudämmen, auch klimaschädlich?

Diese These stellt jetzt eine neue Untersuchung auf (Quelle). Dabei geht es nicht um den einmalige Energieaufwand für den Bau der Staumauer und des Kraftwerks. Das Problem ist der Stausee dahinter. In einem normalen Fluss ist das Wasser in Bewegung und damit gut durchlüftet. In einem Stausee hingegen steht das Wasser und zwar durch die Tiefe unter hohem Druck. In der Konsequenz ist das Wasser (vor allem unten) ziemlich sauerstoffarm. Und das ist schlecht für die Bakterien und anderen Tiere, die die dauernd im Fluss mitgetragenen Pflanzenteilchen normalerweise fressen. Im Stausee fängt der ganze Schmodder an zu faulen und dabei entsteht Methan. Und Methan ist um ein Mehrfaches klimaschädlicher als CO2 (auf die gleiche Menge bezogen).

Die Gegenthese von Skeptikern ist dass die Pflanzenstoffe auch so zu Methan geworden wären. Erforscht ist das aber nicht und die These deckt das auch nicht. Aber auf jeden Fall ein interessantes Gebiet, das weiter untersucht werden muss.

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