Börsenastrologie - Schmarrn?

Gar nicht so schlechter Artikel bei Telepolis über Börsenastrologie. Die hat ja viele Ausprägungen z.B. Horoskope für Firmen. Was ich auch für kompletten Unfug halte.

Nicht für kompletten Unfug halte ich aber das, was Arch Crawford macht. Der versucht anhand der Konstellationen von Planeten, Sonne und Mond den Markt zu timen. Aber eben nicht nur damit, er ist zusätzlich noch ein ziemlich klassischer technischer Analyst. Die Konstellationen verstärken u.U. nur Trends, die er sonst auch so gesehen hätte. Also wenn's ein Doppelhoch gab und die Kurse abrutschen könnten, wird eine schlechte Konstellation die Bewegung stärker ausfallen lassen. Und was bei Crawford auch noch wichtig ist, er hat immer Stop-Loss mit eingeplant, wenn er sich geirrt hat.

Wer sich schonmal mit technischer Analyse auseinandergesetzt hat, weiss, dass das übliche Spielchen mit Indikatoren, Durchschnitten und Oszillatoren auch nur schwarze Magie ist. Da kann man auch direkt Astrologie nehmen ... Crawford war auf jeden Fall Anfang der Neunziger jahrelang bester Markettimer (unabhängig überprüft). Aber wahrscheinlich ist es eh wichtiger sich an seine Regeln zu halten als wann man einsteigt. In einem Tradingbuch, das ich vor ein paar Jahren mal gelesen habe, war ein Tradingsystem mit *völlig* zufälligem Einstieg drin, das profitabel war. Weil das System ein nicht zufälligen Ausstieg hatte. Und ein gutes Money Management. Und die beiden letzten Einflussfaktoren werden oft unterschätzt.

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore