Ökonomie - In Deutschland zu Unrecht ignoriert

Wir leben leider in einem Land, in dem Ideologie oft höher gehängt wird als Wissenschaft. Deshalb lässt man sich vom Sachverständigenrat zwar jedes Jahr das Wachstum schätzen, aber den Rest ignoriert man geflissentlich.

Dabei ist Ökonomie keine von Wirtschaftsbossen geförderte Theorie, die den Sozialabbau begründen soll. Es ist eine ernst zu nehmende Wissenschaft, die über das Niveau Keynes vs. Smith schon lange herausgekommen ist. Und sich inzwischen nicht mehr mit dem Bauen von abstrakten Modellen unter Ausschluss der Realität beschäftigt (was aber jede Wissenschaft am Anfang der Geschichte macht; das war in der Physik nicht anders). Jetzt geht es um das Messen realer Einflüsse. Um das Verstehen menschlicher Entscheidungen. Wenn man sich die Wirtschaftsnobelpreise anschaut, sieht man eben auch das: Was passiert, wenn Informationen fehlen? Was passiert, wenn Entscheidungen zu treffen sind? Nicht umsonst geht es jetzt um Spieltheorie.

Ein schönes Portrait über Kevin Murphy (wenn auch etwas beweihräucherisch; schaut mal was wir für tolle Leute an unserer Uni haben ...) findet sich hier. Der beschäftigt sich z.B. mit Auswirkungen der Verbessserung der Medizinversorgung. Oder den Auswirkungen von besserer Bildung. Also den wirklich relevanten Fragen, um die sich Politiker auch kümmern sollten. Und nicht um die immer gleichen, öden, ideologische Debatten.

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