Lebensmittelforschung ist wie das Schätzen von Wachstumszahlen

Nichts Genaues weiss man nicht ...

Vor ein paar Monaten war Resveratrol noch der spannende Stoff im Rotwein, der den maßgeblichen Gesundheitsnutzen bewirkt. Jetzt nicht mehr, die Konzentration sei schlicht zu niedrig.

Während im FAZ-Artikel die Resveratrol Geschichte gar nicht angesprochen wird, macht der Scientific American sogar damit auf (Scientific American: Forget Resveratrol, Tannins Key to Heart Health from Wine). Es liegt viel mehr an den Procyanidinen, die etwa die Hälfte der bioaktiven Stoffe ausmachen (die Übersetzung der FAZ erscheint mir falsch). Der Weinkenner nennt das ganze schlicht Tannin, also das, was das Herbe im Rotwein ausmacht.

Interessant ist auch der Quercheck mit dem Alter der Menschen in bestimmten Regionen und dem Anteil der Tannine im Wein: Es korreliert. Je tanninhaltiger der Wein ist, desto höher die Lebenserwartung. Der Anteil der Tannine hängt eng an der Methode der Herstellung. Je länger die Maische steht (also Traubensaft, Haut und Kerne zusammen sind), desto höher wird der Tannin-Gehalt, da sich die Tannine in der Haut und vor allem den Kernen befinden. Das Problem ist nur, die herben Weine, bei denen sich der Mund zusammenzieht, sind nicht sehr beliebt. Also lässt man die Maische heute oft nur noch kurz stehen. Und dann ist der Wein wohl auch nicht mehr so gesund. Das ist dann wohl die schlechte Nachricht zum Wochenende ...

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