Börsen-Spam funktioniert

Na, quasi zur Krönung der Serie: "Wie dumm ist der Privatanleger eigentlich?" ein kleiner Artikel in der FTD.



Als vernünftiger Anleger fragt man sich, wieso so ein Spam überhaupt funktioniert. Kauft wirklich jemand, der eine unaufgefordert zugesandte Mail von jemanden, den man nicht kennt, bekommt, eine Aktie? Nur weil da "set to explode", "secret", "top" und "hot" drinsteht? Tja, sieht so aus. Die meisten Empfänger juckt es natürlich nicht die Bohne, aber laut Studie reichen bereits 0,01 Prozent Reaktionsrate, um den Spam-Versender reich zu machen (und den Anleger arm). Spam-Versand kostet so gut wie nichts. Dann schiebt man 50 Tausend in einen obskuren Wert mit minimalen Börsenumsätzen, denkt sich eine Geschichte aus und ab in die (Spam)-Mail. Wenn dann der Preis auf's zwei oder dreifache steigt, weil auf einmal auf Haufen Kleinanleger 200.000, 300.000 oder 500.000 in der Wert stecken, weg mit den Aktien und das schnell verdiente Geld einsacken. Das Risiko erwischt zu werden: Gleich Null. Solange man einen zuverlässigen Spamversender hat ...



In Deutschland sieht man das noch selten. Aber das Geschäft ist ähnlich. Denn es ist schon eindeutig zu beobachten, wie ein Wert im Dezember eingeführt wird, Anfang Januar vom ersten empfohlen wird, Mitte Januar vom nächsten, bis dann die Pusher anfangen, den Wert abzuladen. Mindestens 90% der Privatanleger schauen dabei in die Röhre. Aber zu den gerade heissesten Zockeraktien schreibe ich nochmal was.



FTD - Das Geschäft mit dem Börsen-Spam - Geldanlage

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