Graham's last words: Stop Stock Picking!

Harter Tobak für Stockpicker!

Da sagte der Gott der fundamentalen Aktienanalyse (bevor Buffet dazu wurde) kurz vor seinem Tod doch tatsächlich, dass sich Aktienanalyse nicht mehr lohnt. Genau die Analyse, die ihn selber reich gemacht hat. Kurz zusammengefasst war Graham bereits in den siebziger Jahren der Meinung, dass die Märkte inzwischen so effizient seien, dass man über eine detaillierte Aktienanalyse keinen signifikanten Mehrertrag mehr erzielen könne. Weil die Analysen schon zigfach erstellt wurden. Und man selber dabei kaum noch einen Vorteil erzielen kann.

Sein Vorschlag war einfach: Man nutze die Analysen und die daraus entstehende Datenflut und baue sich daraus ein fundamentales, breit gestreutes Depot. Man kauft z.B. einfach die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite (kann man auch noch weiter verfeinern, z.B. indem man aus der Liste alle rauswirft, die mehr als 60% des Gewinns ausschütten und/oder die die Dividende nicht konstant zahlen konnten). Oder man kauft die Aktien mit den niedrigsten Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Ich persönlich glaube, dass die Analyse heute richtig ist. Der Markt wird aktuell noch von Stockpickern gemacht (sprich den aktiv gemanagten Fonds). Der Anteil der indexorientierten Investments steigt zwar deutlich, aber ist noch nicht entscheidend. Irgendwann wird der Anteil der indexorientierten Gelder so hoch werden, dass darauf Ineffizienzen entstehen. Wenn eine Aktie immer weiter gekauft wird, nur weil sie im Index ist, aber kurz vor der Pleite steht (ich spitze absichtlich zu), kann man darauf besser dagegegen wieder investieren. Dazu braucht man dann aber wieder die fundamentale Analyse.



Why the world's greatest stock picker stopped picking stocks. - By Henry Blodget - Slate Magazine

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