Die Geldmenge treibt alle Assetpreise

Der verlinkte Post ist deshalb so interessant, weil er ein Phänomen beschreibt, das ziemlich selten ist. Wir haben in den letzten Jahren steigende Assetpreise gesehen. Und zwar ziemlich global und ziemlich über alle Assetklassen. Egal ob China oder USA, egal ob Rohstoffe, Immobilien, Aktien oder Anleihen - ALLES ging nach oben.

Der Grund ist auch ziemlich klar: Die Geldmengen gehen überall nach oben, teilweise extrem (siehe die Zahlen im verlinkten Artikel). Eigentlich sollte die Geldmenge nur in etwa so stark steigen wie BIP+Inflation steigen. Aber (fast) überall steigt die Geldmenge stärker als üblich. Die Europäische Notenbank warnt davor immer, aber irgendwie scheinen die Warnungen ungehört zu verhallen.

Der Grund für die steigenden Geldmengen ist meiner Meinung nach die Niedrigzinspolitik der Japanischen Notenbank. Nach und nach fingen Hedgefonds an, sich in Japan zu extrem niedrigen Zinsen von teilweise weniger als einem Prozent Geld zu leihen und investierten das Geld dann in Rohstoffen, Immobilien, etc. pp.

Sollten diese sogenannten Carry Trades jetzt beendet werden, entweder durch Zinserhöhungen der japanischen Notenbank oder einen aus anderen Gründen anziehenden Yen, dürften die Verwerfungen von heute nur ein schlaffes Vorspiel gewesen sein ...

Denn es könnte sehr gut sein, dass genau so synchron wie die normalerweise nicht korrelierenden Assetklassen nach oben gegangen sind, auch alle zusammen wieder einbrechen ...


The Big Picture | Reuters/CRB Futures Index

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