Diesmal ist es anders - Die inverse Zinsstruktur - egal

Ich verweise auf den Artikel eigentlich nur, weil es ein bedeutsames Teil in dem Puzzle ist, das mich aktuell in Bezug auf den Aktienmarkt eher zurückhaltend sein lässt.

Die inverse Zinstruktur (3-Monatszins ist höher als der 10 Jahreszins) wurde in den USA bei den letzten 10 Auftreten 8 mal von einer Rezession. Umgekehrt ist es noch beeidruckender: Es gab keine Rezession, die nicht von einer inversen Zinsstruktur eingeleitet wurde.

Der Artikel wirft ein aus meiner Sicht sehr sympatischen Blick auf die Wissenschaft: Diese scheint diesen extrem treffsicheren Indikator zu ignorieren. Er ist offenbar wesentlich besser als die Prognosen der hochbezahlten Volkswirte, die sich mit extrem komplizierten mathematischen Modellen und einem Riesentopf voller Statistik an die Prognosen wagen. Scheinbar ist die inverse Zinsstruktur schlicht zu einfach. Zu billig. Kann nix taugen.

Die Erklärungen, warum die inverse Zinsstruktur diesmal keine Rezession nach sich ziehen wird, sind ähnlich kompliziert. Ich glaube aber nicht daran. Mir ist in den USA vieles viel zu wacklig.Verbraucher, die seit Jahren entsparen (negative Sparquote), sinkende Immobilienpreise, steigende Insolvenzen durch völlig wahnsinnige Finanzierungen, ...


Bloomberg.com: Opinion




Update: Irgendwie komisch, sich schon einen Tag später selber zu widersprechen ... Aber ich schreibe ja nicht um Recht zu haben ....



Aber in einem Tag hatte ich noch ein interessantes PDF auf. Dieses baut ein Modell auf, das die Rezessionswahrscheinlichkeit nicht nur mit dem Spread zwischen dem Zinssatz am kurzen und am langen Ende vorhersagt, sondern die absolute Höhe des Zinssatzes mit einbezieht. Dieses Modell hat eine noch bessere Trefferquote, allerdings sagt es aktuell keine Rezession voraus, da dazu die Zinshöhe nicht ausreicht.
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