Professor Weber erklärt uns die Welt ...

Der Markt ist effizient und deshalb brauche ich mir keine Gedanken zu machen ... Stockpicking bringt's nicht, Timing erst recht nicht. Wenn die Profis es nicht schaffen, schafft es der Privatanleger erst recht nicht.

Gut, als Professor, der bereits nach zwei Trades (wenn die Geschichte stimmen sollte) die Flinte ins Korn geworfen hat, kann ich den 100 prozentigen Glauben an den effizienten Markt nachvollziehen. *ICH* glaube aber nicht daran. Der Markt ist ziemlich effizient, die Ineffizienzen sind ziemlich klein, aber genau das ist doch die Lücke für den Privatanleger. Ob sich das nach einer kritischen Aufwand-Nutzen-Analyse noch rechnet, ist eine andere Frage, aber den Markt zu schlagen ist durchaus drin.

Auch glaube ich, dass der Markt zwar immer als komplett effizient bezeichnet wird, aber z.B. durch das Quartalsdenken der Fonds nicht immer ist. Fonds, die auf Fünfjahressicht denken, scheinen heutzutage eher die Ausnahme zu sein. Wenn ein Fondsmanager 12 Monate schlecht wirtschaftet, ist er seinen Job los. Das ist einer der Hauptgründe, warum gerade bankunabhängige Fondsmanager (Lingohr, Huber, Erhardt), die einer langfristigen Anlagepolitik verpflichtet sind, eine zuverlässige Outperformance schaffen. Die feuert nämlich niemand. Und die haben bereits so viel Geld verdient, dass sie nicht nach 6 Monaten schlechter Performance am Hungertuch nagen; sprich sie haben Durchhaltevermögen.

Voll beipflichten muss ich Professor Weber allerdings bei der zum Teil haarsträubenden Missachtung der Asset Allocation. Privatanleger denken über dieses Thema viel zu wenig nach.



Geldanlage - Finanzmarkt - FAZ.NET - Geldanlage: „Großes Ego, Minirendite“

powered by performancing firefox

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore