Silber - Wieso so skeptisch?

Ich bin manchmal überrascht, wie zurückhaltend viele immer noch die Edelmetalle sehen. Der Spiegel wies in einem langen Artikel auf die ganzen Gefahren von Gold hin (Währungsrisiko, keine Zinszahlung, etc.). Jetzt kommt in der FAZ ein ähnlicher Artikel. Da wird der Silber ETF, der erstmals vielen Anlegern den problemlosen Einstieg in Silber ermöglicht, in eine Ecke mit einem Cornering Versuch gestellt. Hmmm. Dabei wird nichts anderes gemacht als eine Assetklasse, die zur Jahrtausendwende so out war wie nie zuvor, wieder zurück ins Interesse gebracht.



Wir sprechen immerhin über eine Assetklasse, die seit Jahrtausenden ihren Wert behalten hat (welche Assetklasse kann das sonst noch behaupten?!?). Und die langfristig auch *immer* die Inflation geschlagen hat (das hat in den Siebzigern auch keine andere Assetklasse geschafft). Und nicht vergessen: Wenn's hartaufhart kommt, kauft mir meine Sibermünze noch ein Bahnticket ins Ausland. Und die restlichen Münzen packe ich in meinen Koffer. Das Geld in Aktien, Anleihen und Immobilien dürfte in solchen Fällen weg sein.



Edelmetalle sollte man unter diesen Gesichtspunkten betrachten: Die Rendite ist nicht wirklich schlecht, wenn auch nicht überragend. Aber Edelmetalle sind eine Art Lebensversicherung. Sollte es mal wirklich schlimm kommen, gibt es nichts, was ähnlich nützlich ist. Und im Gegensatz zu einer Versicherung ist das Geld nicht weg, wenn man die Versicherung nicht braucht.



Es spricht aus meiner Sicht fast alles dafür, etwa 5% seiner Reserven in *echte* Edelmetalle zu stecken (Münzen und Barren, am besten anonym gekauft). Wer keine eigene Immobilie hat, kann den Anteil auch ruhig auf 10% erhöhen.



Börsen Märkte - Finanzmarkt - FAZ.NET - Edelmetalle: Silberpreis - ETFs halten große Positionen

Kommentare :

  1. Hallo egghat,

    habe dich schon als Consors-Community-Mitglied schätzen gelernt, nun also mit eigenem Blog. Ich kann Dir nur zustimmen, Investments in Edelmetalle - und hier insbesondere Gold - gehören einfach in jedes gut ausgerichtete Depot. Ich selbst bin mit ca. 10 Prozent Depotanteil bei Gold dabei und freue mich über den aktuellen Kursverlauf. Ich sehe es aber auch sehr lanfristig, da mit zunehmenden Kursverfall des Dollars die Anlage in soliden Werten weiter deutlich an Wert gewinnen wird.

    Viele Grüße:

    www.kapitalmarktexperten.com

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  2. Danke für das Lob, obwohl ich eigentlich nicht gemeint sein kann. Bei Consors war ich schon Jahre nicht mehr.

    Wer Gold nur unter Renditegesichtspunkten betrachtet, greift zu kurz. Viel zu kurz. Gold ist immer auch eine Absicherung gegen Inflation (die wir in Deutschland schon zweimal bis zu völligen Entwertung hatten). Und Gold ist immer auch das einzige, was ich im Notfall mit in den Koffer packen kann.

    Es gibt viele Situationen, in denen Gold und Silber Gold wert sind ...

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