Yen: Eine charttechnische Betrachtung

Seit gestern bin ich ja long im Yen. Eine einfache charttechnische Begründung habe ich ja bereits geliefert, eine umfassendere Analyse liefert im täglichen Marktbericht heute auch die HSBC Trinkaus & Burkhardt:

Bisher waren wir für den Euro im Vergleich zum japanischen Yen positiv gestimmt. Schließlich hat die Einheitswährung die obere Trendkanalbegrenzung des seit Juni 2005 bestehenden Haussetrends (akt. bei 156,29 JPY) mehrfach erfolgreich verteidigen können.
Da die Kanalbegrenzung nun aber preisgegeben wurde, ist der Zeitpunkt gekommen, unser positives Bild zu revidieren. Dem Rückfall in den beschriebenen Aufwärtstrendkanal messen wir signalgebenden Charakter bei, der zu einer signifikanten Abwärtskorrektur des Euro führen dürfte. Eine erste Unterstützung markiert nun das Verlaufstief vom 8. Januar 2007 bei 153,64 JPY. Aber auch ein Test des Hochs vom 31. August vergangenen Jahres bei 150,79 JPY, das zudem gut mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 150,88 JPY) korrespondiert, kann nicht ausgeschlossen werden. Zur Vorsicht mahnen zudem die quantitativen Indikatoren. Nach der Ausbildung negativer Divergenzen seitens verschiedener Oszillatoren haben die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon zuletzt neue Ausstiegssignale geliefert. Damit rücken die Widerstände aus verschiedenen Hochpunkten bei 158,12/67 JPY bzw. das jüngste Verlaufshoch bei 159,70 JPY zunächst in weite Ferne.

Yen-Bullen scharren mit den Hufen

Den Rückfall der Einheitswährung in den langfristigen Aufwärtstrendkanal können Anleger zum Aufbau neuer JPY-Longpositionen nutzen.


Kurz: Der Trendkanal ist verlassen, wir haben die 38 Tage Linie nach unten durchbrochen (und zweimal von unten wieder angetestet) und wir haben neue 20-Tage-Tiefs.

Dass ich aus fundamental-makroökonomischen Gründen schon lange den Yen für fehlbewerteter halte als den Yuan, habe ich ja schon ein paar Mal geschrieben. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die massiv erhöhte Vola dieser Woche nicht noch größere Schockwellen nach sich zieht und mittelfristig noch viele Carry-Trades zur Auflösung zwingt.

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