Gesundheitsgefährdung durch Dieselruß - Alles nur ein Gerücht?

Interessant! Nicht selten basieren ein riesiger Haufen weiterführender wissenschaftlicher Arbeiten auf einer einzigen grundlegenden Arbeit. Und wenn die dann nicht stimmt, kommt das ganze Gebäude ins Wackeln.

In der aktuellen Feinstaub/Dieselruß-Diskussion wird die Gefährlichkeit ja schon lange nicht mehr in Frage gestellt. Dabei hätte man das wohl scheinbar mal machen sollen. Eine entscheidende Studie untersuchte die Gesundheitsentwicklung in Dublin, weil es hier eine sehr gut sichtbare Änderung gab: Die Verfeuerung von Kohle niedriger Qualität wurde verboten. Vorher war Dublin für seine schlechte Luft berühmt (black smoke), nachher wurde sie spürbar besser. Die Rußkonzentration sank in kurzer Zeit auf ein Viertel. Das ist eine gute Basis für eine Untersuchung. Und wenn diese methodisch sauber gewesen wäre, hätte sie das wohl auch leisten können. Das Problem: Vor der Umstellung gab es drei größere Grippeepidemien, die zu einem erhöhten Ausgangswert führten. Und auch bei den Herzerkrankungen hat man den allgemein positiven Basistrend nicht statistisch sauber bereinigt und so die Verbesserung (die eh gekommen wäre) allein auf die niedrigere Rußbelastung zurückgeführt.

Rechnet man diese beiden Tatsachen raus, bleibt von der Ergebnissen kaum noch etwas übrig.

Ich weiss, es gibt einen Haufen Studien, bei denen man Ratten direkt an den Auspuff setzt und die bekommen dann tatsächlich Krebs. Aber ob das wirklich am Ruß liegt oder vielleicht an den anderen Gasen, die so aus einem Auspuff kommen, wer weiss. Auch spielt ja immer die Dosierung eine entscheidende Rolle. Wenn ich der Ratte einen Liter Wasser pro Tag einflöße, wird die auch nicht alt. Aber nicht weil Wasser gefährlich ist, sondern weil es schlicht zu viel ist.

Nicht dass man mich falsch versteht (werden Hardcore-idelogisch-verblendte Ökos eh tun): Dieselruß ist nicht gesund (zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit). Aber wenn es nicht soooo gefährlich ist, könnte man sich vielleicht auch erst einmal um etwas anderes kümmern. Und den Ruß in Kauf nehmen, wenn man den niedrigeren CO2 Ausstoß des Diesels dagegen rechnet. Und das gesparte Geld für den Rußfilter z.B. in einen grundsätzlich sparsameren (und damit emmissionsärmeren) Motor investiert. Oder in Wärmedämmung. Oder oder oder. Solche Wirtschaftlichkeits- und Effizienzüberlegungen werden in der aktuellen Politik leider nie gemacht. Ansonsten würden wir auch nicht Solaranlagen in Deutschland fördern sondern in Italien ... Die Co2-Ersparnis dürfte bei gleichem finanziellen Einsatz ein Vielfaches betragen.


Medizin - Wissen - FAZ.NET - Neue Studie: Wird das Risiko durch Ruß weit überschätzt?

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