The Great Economist Smackdown

;-)

In the left corner: Donald Luskin, the Biiiiiig Bull.

In the right corner: Barry Ritholtz, the blackest bear on planet earth ...

Coole Idee: Beide dürfen jetzt eine Woche lang ihre persönliche Einschätzung zum Stand der amerikanischen Wirtschaft darlegen und jeweils den anderen widerlegen. Es ist also quasi ein Zwiegespräch.

Meine Meinung und die von Ritholtz dürfte hier bekannt sein: Die Gefahr durch den US-Immobilienmarkt ist groß. Und das vor allem wegen der Finanzierungsseite, die so wacklig ist, dass auch bei einem nur moderaten Preisrückgang oder einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote eine deutlich höhere Zahl von Immobilienbesitzern in die Zwangsversteigerung laufen wird als üblich.

Luskin sieht das ganze positiver, insbesondere weil er die Stärke der amerikanischen Wirtschaft positiver beurteilt und trotz der ganzen bekannten negativen Theorien einfach keinen deutlich Abschwung erkennen kann. Obwohl der ja eigentlich schon lange hätte kommen müssen.

Der erste Teil hat auf jeden Fall einen sehr interessanten Chart, der das amerikanische Wachstum um den Anteil bereinigt, der auf der "Entsparung" der US-Verbraucher beruht, die ja bekanntlich die niedrigen Zinsen genutzt haben, um ihre Häuser höher zu beleihen. Von 1996 bis 2000 hat das grob einen Prozentpunkt zum US-Wachstum beigetragen. In den 5 Jahren danach aber etwa 2 Prozentpunkte. Damit hätte das Wachstum 2001 bis 2006 im Schnitt nicht 3 Prozent, sondern nur 1 Prozent betragen. 2001 und 2002 hätte die Wirtschaft sogar eine tiefe Rezession durchgemacht. Auch die Zahlen bezogen auf das Einkommen sind beeindruckend: In 2004 stammten 10 Prozent der privaten Einkommen aus der Hypothekenentnahme.

Der positive Effekt durch die Entsparung dürfte aber für's Erste vorbei sein, schlimmstenfalls dreht er sich sogar um. Wie die US-Wirtschaft, die 70% am Konsum hängt, das ohne Blessuren überleben soll, bleibt mir schleierhaft.

Uuuuund: Ring frei zu Runde 2

Doonnnggggg: Runde drei.

Kurzer Zwischenstand: 3:0 für Barry IMHO ;-)

Teil 4: Runde 4. Luskin ist heute etwas langweilig, weil er sich auf fast nur eine Theorie bezieht, die im Kern aber irrelavant ist. Ob die Konsumenten das Geld aus den Hypothekenerhöhungen ziehen, aus sinkenden Zinsen oder aus normalen Krediten ist egal. Die offizielle Statistik weist Rekordschulden bei den privaten Haushalten aus und seit über einem Jahr eine negative Sparrate. Und das ist entscheidend: Die US-Konjunktur lebt *allein* vom Konsumenten und der lebt auf Pump. Das ist wackliger als die Abwehr von Bayern ...

Letzte Runde: Runde 5. Eigentlich ziemlich lahm. Luskin bringt wenig, der interessanteste Teil ist eigentlich das Nachfragen des Journalisten, der einen Experten zu den Mortgage Equity Withdrawals (MEW) befragt und dieser meint wie Luskin, dass es keinen Zusammenhang zwischen den MEWs und dem Konsum gibt. Naja, mag sein, aber wie ich oben schon geschrieben habe, ist es eigentlich egal. Denn dass die niedrigen Zinsen, dass die ARMs (und wie ich meine auch die MEWs) Geld in den Konsum gepumpt haben, ist wohl offensichtlich. Wo sonst sollte das Geld gelandet sein. Denn die Sparrate ist ja auch immer noch negativ.

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