Immobilienmarkt in den USA weiterhin sehr schwach

Die Hoffnung war wohl vergebens. Wie die Krisen vorher dauert auch diese länger als ein paar Monate und die Preise sinken mehr als nur ein paar Prozent.

Sales of existing homes plunge 8.4% in March.

Auch wenn man diese monatlichen Daten mit extremer Vorsicht genießen muss (die Signifikanz ist einfach viel zu niedrig), sind die Zahlen doch relevant, denn im Jahresvergleich beträgt der Rückgang 11,3%. Die Preise sinken leicht, hier ist aber die Statistik noch wackliger, weil Rabatte und Zugaben (erst Parkett umsonst, dann ganze Küche umsonst, inwzischen teilweise Autos umsonst dazu) nicht eingerechnet werden.

Die einzige positive Zahl: Der "Lagerbestand" ist leicht gesunken, gerechnet auf die Umsätze auf 7,3 Monate. Es würde bei den aktuellen Umsätzen theoretisch also 7,3 Monate dauern, bis alle Häuser verkauft wären. Im Vormonat betrug der Wert noch 7,4 Monate, ob dieser Rückgang aber bei den oben genannten Schwankungen aber relevant ist, darf bezweifelt werden.

Schnelles Update:

Home prices fall at fastest rate in 13 years.

Dieser Artikel bezieht sich auf den S&P/Case-Shiller home price index, der ein paar Faktoren bereinigt, die in den offiziellen Zahlen nicht bereinigt sind. Insbesondere legt der Index viel Wert darauf, Preise einzelner Häuser zu verfolgen. Man nimmt also nicht für den März alle Häuser, die zufällig im März verkauft wurden, sondern errechnet Trends aus dem jeweils letzten und vorletztem Preis, also z.B. von vor zwei Jahren. Damit kann man den Trend viel genauer bestimmen und dieser wird unabhängig von der Zusammensetzung der Häuser. Ansonsten kann es nämlich vorkommen, dass die Hauspreise steigen, obwohl jedes einzelne Haus preiswerter wird, allein weil der Anteil die Zahl der teuren Häuser stabl bleibt, während die Zahl der preiswerten Häuser sinkt.

Meine älteren Postings zur US-Immobilienkrise

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